Wenn Kinder unglücklich sind

Wenn Kinder unglücklich sind

Wenn dicke Kindertränen kullern, sind Erwachsene meist schnell mit Trost zur Stelle. Unglückliche Kinder müssen aber auch mal traurig sein dürfen. Hilfe bei Depressionen sollte nicht sofort beim Kinderpsychologen gesucht werden.

Eltern sollten die Signale ihres Nachwuchses richtig deuten

Was machen Sie, wenn Ihr Kind das erste Mal so richtig unglücklich ist? Das erste Unglücklichsein biete dem Kind die Chance für einen wichtigen Reifungsschritt, berichtete einmal auch eine Eltern-Zeitschrift. Denn auf diese Weise lernt es, wie Krisen bewältigt werden können. Sie sollten bei der Kindererziehung darauf achten, ihr Kind nicht wie ein Lehrer im Kindergarten streng zu bevormunden, sondern es zu begleiten, die Angst ernst zu nehmen und versuchen mit Spaß den Selbstwert des Kindes zu steigern und so die Depression zu überwinden. Ein paar Hilfen zur Erziehung finden Sie in unserem Beitrag.

Das Kind ruhig mal trauern lassen

Mütter und Väter können mit ihrer Erziehung bei diesem Prozess zum glücklich sein helfen, indem sie ihrem Kind nicht alle Steine aus dem Weg räumen. Unglückliche Kinder sollten ernst genommen werden. Sie sollten nicht zu schnell vom Kummer ablenken, das Unglück aber auch nicht verharmlosen. Eingreifen sollten die Erwachsenen, wenn sie merken, dass das Kind nicht alleine mit seinem Kummer fertig wird und eine Depression droht. Beispielsweise, wenn der beste Freund wegzieht, sich am Schulanfang oder im Internat der Erfolg nicht einstellt oder sich die Eltern getrennt haben und die Mutter als Alleinerziehende mit dem Trennungsschmerz des Kindes oder der Angst vor einem Kinderheim konfrontiert ist. Dann vermitteln Sie ihm am besten die Botschaft, dass es immer noch erlaubt ist, sich über andere Dinge zu freuen.

Info
Für Kinder sind Spukgestalten und Monster real. Nehmen Sie diese Ängste also unbedingt ernst.

Unglückliche Kinder haben Ängste

Über kindliche Ängste sollten Eltern sich ebenfalls im Klaren sein. Diese manifestieren sich oft in Fantasiegestalten, etwa dem Monster im Bettkasten, und sind keinesfalls ein Zeichen für Verhaltensstörungen mit der Notwendigkeit eines Kinderpsychologen. Um solche Ängste zu mindern, sollten Mama und Papa ihren Sprösslingen das Gefühl von Halt und Geborgenheit geben. Denn die Kleinen vergewissern sich permanent, ob sie im Falle eines kritischen Ereignisses elterlichen Beistand haben. Wenn sie dieses Gefühl nicht haben, kann die Beziehung zwischen Eltern und Kindern kaputt gehen und die Kinder suchen sich vielleicht Ersatzpersonen wie die Lehrer im Kindergarten. Besonders für eine alleinerziehende Mutter besteht das Problem, dass sie nicht im gewünschten Umfang für ihr Kind da sein können. Experten raten darüber hinaus, die Ängste des Kindes in der Kindererziehung nicht mit Kommentaren wie “Gespenster gibt es nicht” zu bagatellisieren und falsches Benehmen sofort zu sanktionieren.

Führen Sie Rituale ein

Derartige Ängste können mit Monsterritualen und Räubergeschichten aufgelöst werden. Es hilft auch, wenn die Kleinen die Spukgestalten aufmalen oder fleißig beschreiben. Nicht selten verstecken sich dahinter Gefühle, die auf Angst vor Trennungsschmerz, Verlassenwerden und Ausgeliefertsein hindeuten. Eltern sollten das Erzählte dann weiterspinnen und die Geschichte möglichst angenehm enden lassen, um die Ängste kaputt zu machen und das Gefühl für die glückliche Familie zu stärken.

Kleine Tricks können helfen

Vielen Kindern, die vor dem Einschlafen unter nächtlichen Spukgestalten leiden, helfen kleine Erziehungstipps wie z.B. ein so genanntes Zauberspray, rät etwa eine Erziehungsberatung im Internet. Eltern überreichen ihrem Nachwuchs ein solches imaginäres Spray und erklären ihm, dass damit die Monster und Gespenster verscheucht werden können. Probieren Sie es aus. Schon bald wird Ihr Kind durch diese spielerische und spaßige Methode wieder entspannter einschlafen können, weil es sich wieder sicherer in seiner Umgebung fühlt.

Falls Sie in Ihrer Erziehung nicht weiter wissen und nach alternativen Erziehungsmethoden suchen, können Sie auch ein Elternforum zu Rate ziehen. Dort können Sie sich mit anderen Eltern austauschen, erfahren, wie Sie Ihre Ziele erreichen können und lernen auch hochsensible Kinder zu unterstützen und auf ihren Wegen durch schwierige Zeiten zu begleiten.


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