Hochbeet anlegen – Tipps zum Bauen und Befüllen

Hochbeet anlegen – Tipps zum Bauen und Befüllen

Ein Hochbeet ist nicht nur ein optischer Hingucker, es schont auch den Rücken. Wie Sie ein Hochbeet bauen und anschließend richtig befüllen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Rückenschonendes und bequemes Arbeiten ist vor allem älteren Hobbygärtnern wichtig. Was früher mühelos möglich war, bedarf im Alter einiger Anstrengungen. Das Umgraben der Beete können viele  Senioren oft schwer allein bewältigen.  Überlegenswert ist in diesem Zusammenhang, ein Hochbeet anzulegen. Sicher, das Entfernen von Unkräutern bleibt auch bei einem solchen nicht aus, mühseliges Bücken entfällt jedoch komplett.  Doch nicht nur Senioren dürften von den Vorzügen eines Hochbeets  überzeugt sein. Karge Böden, die kaum zum Anbau von Gemüse dienen, bedeuten nicht das Aus fürs Gartenglück. Ein Hochbeet mag die passende Alternative darstellen – ganz nebenbei lassen sich hierbei auch diverse Gartenabfälle verwerten.  Nicht zuletzt ist ein Hochbeet ein optischer Hingucker.

Wie gehe ich vor beim Bauen eines Hochbeets?

Mittlerweile gibt es diverse Möglichkeiten, ein Hochbeet anzulegen. Als Materialien kommen unter anderem in Betracht:

  • Holz, was als klassische Variante gilt und den Vorteil hat, dass es sich bestens in eine natürliche Umgebung einfügt. Es empfiehlt sich, das Holz außen zu behandeln.
  • Steine, die zur Umrandung des Hochbeets eingesetzt werden. Hübsch wirken insbesondere Natursteine.
  • Granitblöcke, die besonders langlebig, aber auch recht teuer sind
  • Beton, welcher gleichsam langlebig ist, aus optischen Gründen jedoch nicht jedem Hobbygärtner gefällt
  • Kunststoff- oder Metallumrandungen, die zumeist als fertige Bausätze erhältlich sind.
  • Gabionenkörbe, die besonders im privaten Bereich gefragter werden.

Es gibt mittlerweile diverse Hochbeetbausätze, die das Zusammenbauen eines Hochbeets auch für Anfänger leicht machen. Wer ein Hochbeet aus Holz selbst bauen möchte, geht aber folgendermaßen vor:

  1. Als erstes steckt man die Fläche des späteren Hochbeets ab. Mit einer Schnur verbundene Stöcke  zeigen die Fläche auf.
  2. Schließlich erfolgt der Aushub der Erde. Rund 30 cm sollten es mindestens sein.
  3. Es folgt der Aufbau des Rahmens. Hierzu werden mehrere Pfostenschuhe (Anzahl abhängig von der Größe des Beets) in die Erde gesteckt. In die Halterungen werden die Pfosten eingesetzt. Das fertige Gerüst wird  anschließend mit Brettern verkleidet.
  4. Ratsam ist, bereits am Boden des Hochbeets ein engmaschiges Drahtgitter einzubauen, um Ratten und Mäuse abzuhalten.
  5. An den Innenseiten wird Folie angebracht,  ehe das Hochbeet befüllt wird.

Das Befüllen des Hochbeets

In der Literatur gibt es verschiedene Beschreibungen, welche Schichten im Einzelnen nötig sind, um ein Hochbeet zu befüllen. Generell lässt sich sagen, dass die verwendeten Materialien von unten nach oben immer feiner werden.  Die Stärke der  Schichten wird etwa gleich groß gewählt. Eine Möglichkeit, um ein Hochbeet zu befüllen, wäre diese:

  1. Die unterste Schicht ist grob zerkleinertes Holz, Baumschnitt.
  2. Schließlich wird gehäckseltes Holz ins Hochbeet eingefüllt.
  3. Pflanzenabfälle und Laub werden eingebracht.
  4. Es folgt eine Schicht Gartenerde.
  5. Komposterde wird aufgefüllt.
  6. Die letzte und damit oberste Schicht des Hochbeetes wird mit Pflanzenerde bzw. Muttererde aufgefüllt

Alle 5 bis 7 Jahre – je nachdem, wie schnell die Verrottung erfolgt – muss das Hochbeet komplett neu befüllt werden. Bis dahin wird regelmäßig mit einem Gemisch aus Erde und Kompost aufgefüllt.

Sie überlegen noch, ob Sie ein Hochbeet anlegen sollten? Die Mühe lohnt sich – spätestens zur Gartenhochsaison werden Sie wissen, wieso.

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Bildnachweise: © Patrizia Tilly - Fotolia.com

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