Wird der Fuchsbandwurm durch Waldbeeren übertragen?

Wird der Fuchsbandwurm durch Waldbeeren übertragen?

Lange Zeit wurde behauptet, dass der Fuchsbandwurm durch Waldbeeren übertragen wird. Aber stimmt das denn überhaupt?

10 bis 15 Menschen erkranken jährlich daran
Es gab in der Geschichte bisher nicht einen einzigen Fall, in dem man nachweisen konnte, dass eine Infektion über Waldbeeren erfolgt ist. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10 bis 15 Menschen am Fuchsbandwurm, doch es hat sich gezeigt, dass es sich dabei hauptsächlich um Haustierbesitzer und Landwirte handelt.

Fuchsbandwurm gelangt durch den Fuchs in die Umwelt
Bisher wurde immer angenommen, dass man sich bereits beim ersten Kontakt mit den Eiern dieses Tieres infizieren könne, doch Experten zweifeln dies inzwischen stark an. Der Fuchsbandwurm gelangt, wie es der Name bereits vermuten lässt, durch den Fuchs in die Umwelt.

So schützen Sie sich vor einer möglichen Erkrankung:
Wenn Sie sich vor einer möglichen Erkrankung schützen möchten, dann sollten Sie vorsichtshalber Früchte aus dem Wald vor dem Verzehr gründlich waschen, denn dies minimiert zumindest das Risiko. Da Füchse sich aber nicht nur im Wald herumtreiben, müssten Sie dann theoretisch jegliches Obst, welches direkt über dem Boden wächst, so behandeln, denn es könnten schließlich auch Früchte von einem Acker den Fuchsbandwurm tragen. Wer im Norden Deutschlands wohnt, muss sich ohnehin kaum Sorgen machen, denn infizierte Füchse gibt es überwiegend in Süddeutschland, hier vor allem auf der Schwäbischen Alb.


Bildnachweise: © malevi4 - Fotolia.com

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