Was bei Zahnfleischbluten dringend zu tun ist und wie Sie wirklich vorbeugen

Was bei Zahnfleischbluten dringend zu tun ist und wie Sie wirklich vorbeugen

Blutspuren an der Zahnbürste oder Schmerzen beim Zubeißen sind deutliche Alarmzeichen für eine Zahnfleischentzündung. Jetzt heißt es handeln!

Mundhygiene ist das A und O

Zahnfleischbluten ist nicht nur unangenehm, es ist auch schmerzhaft und kann auf Dauer zu Schäden am Zahnhalteapparat und zu permanentem Mundgeruch führen. Gerade Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch oder Patienten, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, neigen trotz ausreichender Mundhygiene und gesunden Zähnen zu häufigem Zahnfleischbluten. Das kann bei unzureichender Behandlung zu Parodontitis führen, warnt der Berliner Zahnarzt Dr. Seidel auf seiner Internetseite. Erste Anzeichen von Blutungen sind deshalb unbedingt Ernst zu nehmen. Aus diesem Grund haben wir verschieden Methoden zusammengetragen, mit denen Sie Zahnfleischbluten behandeln und dem lästigen Phänomen vorbeugen können.

Warum Zähne putzen allein nicht ausreicht

Das beste Mittel gegen das unangenehme Bluten des Zahnfleischs ist ausreichende Mundhygiene: 2 Mal täglich sollten die Zähne ohne großen Druck gründlich geputzt werden. Im Idealfall verwenden Sie im Anschluss noch eine antibakterielle Mundspülung sowie Zahnseide, die auch die Zahnzwischenräume und andere, schwer erreichbare Stellen gründlich reinigt.

Pflegetipps vom Zahnarzt holen

Auf diese Weise wird der Entstehung von bakteriellen Belägen auf den Zähnen vorgebeugt, die auf lange Sicht nicht nur zu Karies, sondern auch zu kleineren Infektionen in der Mundhöhle und dadurch zu Zahnfleischblutungen führen können. Ihr Zahnarzt kann nicht nur die Ursachen einer sogenannten Gingivitis ausschließen, sondern Ihnen auch die richtige Putztechnik zeigen.

Info
Für Patienten mit Zahnfleischbluten kann die Zahnreinigung sogar heilsam sein, wenn der Grund eine durch Verunreinigungen hervorgerufene Zahnfleischentzündung ist.

Professionelle Zahnreinigung angeraten

Auch wenn Sie Ihre Zähne täglich und gründlich putzen, gibt es Stellen, an denen die Zahnbürste versagt. Um hartnäckige Belege zu entfernen ist eine professionelle Zahnreinigung etwa 1- bis 2-mal im Jahr empfehlenswert. Besonders Risikopatienten für Karies und Parodontitis sollten sich dieser Behandlung unterziehen. Wer Angst vorm Zahnarzt hat und deshalb eine solche Zahnreinigung scheut, dem sei gesagt, es klingt schlimmer als es tatsächlich ist (siehe Beitrag: Ablauf einer professionellen Zahnreinigung).

Ernährungstipps gegen Gingivitis

Zahnfleischbluten kann durch einen Mangel an Vitamin C hervorgerufen werden. Eine empfehlenswerte Gegenmaßnahme, die auch vorbeugend gegen Erkältungen wirken kann, ist der Verzehr besonders Vitamin-C-reicher Nahrungsmittel wie Broccoli, Orangen, Zitronen, Paprika, Spinat oder Rosenkohl.

Zahnfleischbluten: natürliche Kräuterkraft hilft

Außerdem sind Spülungen mit selbst gemachtem Tee aus Kamille, Salbei oder Eichenrinde sehr wirkungsvoll, da diese beruhigen und antibakteriell wirken. Einfache Rezeptideen für Mundspülungen aus Tee finden Sie im Blog von kraeuter-verzeichnis.de. Bevor Sie also zu Arzneimitteln oder gar Antibiotika greifen, versuchen Sie, das Zahnfleischbluten auf natürlichem Wege in den Griff zu bekommen.

Auf Zucker weitgehend verzichten

Um Zahnfleischbluten vorzubeugen, achten Sie darauf, was Sie trinken. Auch hier ist Tee aus Heilpflanzen die beste Lösung, allerdings nur in der zahnfreundlichen Variante. Frisch aufgebrühter Kräutertee ist dem handelsüblichen Teebeutel vorzuziehen. Wer auf den süßen Geschmack nicht verzichten kann, wechselt von herkömmlichem Zucker besser zu Stevia. Der Zuckerersatz (mehr Infos hier), ist nicht nur äußert zahnfreundlich sondern auch für Diabetiker geeignet und hat zudem noch Null Kalorien.

Tipps für den Alltag

Darüber hinaus können Ihnen der Verzicht auf zuckerhaltige Snacks und der Griff zum geeigneten Zahnpflegekaugummi helfen, die Bakterien im Mund unter Kontrolle zu halten und dadurch die Grundlage der Zahnfleischentzündung zu zerstören. Die regelmäßige, sachgemäße Beanspruchung der Kaumuskulatur und der Zähne, zum Beispiel beim Verzehr von rohem Obst und Gemüse, können das Zahnfleisch nachhaltig stärken und somit den lästigen Blutungen vorbeugen.


Bildnachweise: © ALDECAstudio - Fotolia.com

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