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Kellerasseln bekämpfen: So werden Sie die ungebetenen Besucher wieder los

Kellerasseln bekämpfen: So werden Sie die ungebetenen Besucher wieder los

Kellerasseln sind friedliche Tiere und auch nicht schädlich, können mitunter aber ziemlich lästig werden. Vor allem, wenn sie sich in großen Schaaren breitmachen. Meistens hocken die kleinen Tiere im Garten unter Steinen und Gehwegplatten. Sollten Sie die Asseln jedoch im Haus vorfinden, kann das andere Ursachen haben. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die Kellerasseln in den eigenen vier Wänden bekämpfen können.

1. Asseln sind nützliches Ungeziefer

Kellerasseln sehen interessant aus mit ihrem grauen Panzen und ihren vielen Beinen, mit denen sie flink über den Boden krabbeln. Draußen in der Natur stören die Krabbeltiere niemanden, sondern sind sogar nützlich für die Umwelt.

Sie gelten zwar als Krebstiere, sind aber richtige Landgänger, weshalb man Kellerasseln auch als Landasseln bezeichnet. Die kleinen Pflanzenfresser ernähren sich hauptsächlich von organischem Material wie Laub, totes Holz oder andere abgestorbene Pflanzenreste.

Besonders beliebt sind außerdem Garten- und Küchenabfälle, weshalb Kellerasseln auch häufig im Komposthaufen zu finden sind. Dort helfen sie bei der Umwandlung der Biomasse in Humus, weshalb Gärtner sie auch als Nützlinge bezeichnen.

2. Wenn der Nützling überhandnimmt

Komposthaufen

Im Komposthaufen fühlen sich Kellerasseln wohl.

Sollten Sie draußen im Blumentopf oder im Beet Kellerasseln entdecken, liegt das daran, dass Asseln sich überall dort wohlfühlen, wo es feucht und modrig ist.

Außerdem sollten Sie ein Auge auf die Population der Asseln haben. Nimmt diese überhand, beginnen die Tiere auch andere Pflanzenteile wie Wurzeln zu fressen und schädigen so Blumen und Gemüse im Wachstum.  In seltenen Fällen machen die kleinen Tiere auch vor reifen Bodenfrüchten nicht Halt, und nagen sich durch Kartoffeln und Karotten.

Mit diesen Tricks reduzieren Sie das Vorkommen von Kellerasseln im Garten:

  • Halten Sie Beete und Pflanzkübel sauber.
  • Vermeiden Sie Staunässe unter Blumentöpfen.
  • Halten Sie dunkle Gartenecken trocken.
  • Verwenden Sie in Pflanzgefäßen frische Erde.

Gelegentlich finden Sie auch Asseln an der Hauswand, hauptsächlich dort, wo die Sonne kaum hinkommt. Solange es sich dabei um einzelne Tiere handelt, ist das nicht weiter tragisch. Sind es mehr Tiere, schauen Sie nach, unter welchen Gegenständen sich die Asseln befinden und nach oben geklettert sind.

3. Kellerasseln natürlich vertreiben

Auf der Suche nach einem wirksamen Mittel gegen Kellerasseln stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen können Sie ungiftige Hausmittel nutzen, um die Tiere zu bekämpfen. Zum anderen gibt es eine Reihe chemische Mittel, die allerdings Giftstoffe beinhalten.

3.1. Diese Hausmittel können Sie unbedenklich einsetzen

Gut zu wissen
Kellerasseln sind zwar nicht jedermanns Sache, aber für den Menschen komplett unschädlich und übertragen auch keinerlei Krankheiten.

Kellerasseln verirren sich auf der Suche nach Nahrung manchmal in Kellerräume, Gartenhäuser oder andere Räumlichkeiten. Auch finden die kleinen Tiere dort ausreichend Schutz vor Witterungseinflüssen und natürlichen Fressfeinden.

Es besteht zunächst kein Grund zur Beunruhigung, sollten Sie Kellerasseln in Ihrem Gewächshaus, Ihrem Keller oder gar in Ihrer Wohnung finden. Sicher möchten Sie die kleinen Tiere schnell loswerden. Am besten geht das, wenn Sie die Asseln mit der Hand aufsammeln oder alternativ auf ein Kehrblech fegen und wieder raussetzen.

3.2. Stellen Sie eine Falle auf

Ausgehöhlte Früchte auf Holzuntergrund

Ködern Sie Kellerasseln mit Gemüse oder Obst.

Mögen Sie die Tiere jedoch nicht anfassen oder darauf warten, bis sich die Kellerasseln alle aus ihrem Versteck getraut haben, können Sie auch eine Falle aufstellen. Da Asseln Obst und Gemüse mögen, ist es leicht, sie mit einer Karotte, einem Apfel oder einer ausgehöhlten Kartoffel als Köder anzulocken.

Stellen Sie dazu einen großen Teller oder eine flache Schale mit etwas Obst oder Gemüse auf und warten Sie den nächsten Tag ab. Mitsamt dem Nahrungsmittel können Sie die Kellerasseln dann entweder einfach ins Freie setzen, auf den Kompost geben oder notfalls im Biomüll entsorgen.

3.3. Weitere natürliche Mittel gegen Kellerasseln


Daneben gibt es noch weitere Maßnahmen, Kellerasseln natürlich zu vertreiben, ohne sie zu vernichten. Da die Tiere sich bevorzugt dort aufhalten, wo es kühl und feucht ist, können Sie auch einfach ein nasses, aber gut ausgewrungenes Handtuch auf den Boden legen. Nach einer Weile suchen die Kellerasseln das Handtuch auf oder verstecken sich darunter wie unter einem Stein, sodass Sie die Tiere ebenfalls nur vor die Tür setzen brauchen.

Wenn Ihnen die Variante mit dem Handtuch nicht zusagt, dann legen Sie zum Beispiel eine leere Flasche seitlich auf den Boden, die Sie von innen mit etwas Alkohol wie zum Beispiel Weingeist benetzen. Die Asseln krabbeln durch die Flaschenöffnung und sammeln sich darin, sodass Sie die Flasche samt Inhalt nur noch entsorgen müssen.

Neben den bisher genannten Tipps gibt es noch einige andere Dinge, die Sie zur Bekämpfung von Kellerasseln ausprobieren können:

Ort Tipp
im Garten
  • Locken Sie natürliche Fressfeinde wie Vögel und Kröten an.
  • Stellen Sie umgedrehte Blumentöpfe mit feuchter Holzwolle als Köder auf.
  • Verwenden Sie bei starkem Befall Mineralpulver wie Kieselgur.
im Haus
  • Legen Sie frische Salbeiblätter im Raum aus.
  • Kaufen Sie Lockfallen mit Fadenwürmern.
  • Reduzieren Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Bei allen Maßnahmen zur Bekämpfung von Kellerasseln machen Sie keinesfalls den Fehler und saugen Sie die kleinen Tiere einfach auf. Die Asseln überleben im Staubsaugerbeutel schon allein deshalb, weil sie dort genug Nahrung finden.

4. Kellerasseln chemisch bekämpfen

Ist die Plage so groß, dass sich die Kellerasseln nicht mit natürlichen Mitteln vertreiben lassen, können Sie auch chemische Mittel zur Bekämpfung der Tiere einsetzen. Dazu können Sie entweder Klebefallen oder Giftköder auslegen, die die Asseln endgültig vernichten. Dabei wirken die Insektizide entweder als Kontaktgift oder als Fraßgift.

Die Köder sind so gestaltet, dass die Asseln über Duftstoffe angelockt und in der Falle getötet werden. Die Dosen mit dem Nervengift können Sie einfach im Müll entsorgen. Bedenken Sie jedoch, dass jedes chemische Mittel eine Belastung für die Umwelt darstellt. Alternativ zum Gift gibt es biologische Fallen, bei denen Fadenwürmer die Kellerasseln unschädlich machen.

5. FAQ zum Thema Kellerasseln bekämpfen

Wann muss ein Kammerjäger her?

Kellerassel auf weißem Grund

In gravierenden Fällen müssen Sie den Kammerjäger holen.

Ist der Befall durch Asseln so stark, dass Sie der Lage nicht mehr Herr werden, können Sie einen Kammerjäger mit der Beseitigung beauftragen. Allerdings kann eine große Anzahl von Kellerasseln im Haus ein Hinweis auf zu hohe Luftfeuchtigkeit sein. Bekämpfen Sie daher nicht nur die Tiere, sondern überprüfen Sie Ihre Wohnräume auch auf Schimmelbefall.

Wie kann man Kellerasseln vorbeugen?

Damit Ihre Wohnung gar nicht erst von Kellerasseln aufgesucht wird, sollten Sie Ihre Räume stets trocken halten. Am besten reduzieren Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften und im Winter durch zusätzliches Heizen.

Dichten Sie jegliche Ritzen und Fugen am Gemäuer gut ab, sodass die Tiere gar nicht erst den Weg ins Innere finden. Auch Lebensmittelvorräte in Schränken und im Keller sollten in luftdicht verschlossene Behältnissen aufbewahrt werden. Halten Sie außerdem Ihre Böden und Zimmerecken sauber, so entziehen Sie den Asseln die Nahrungsgrundlage.

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