Hausmittel gegen Zahnschmerzen – 16 Tipps & Tricks

Hausmittel gegen Zahnschmerzen – 16 Tipps & Tricks

Autsch! Es zieht und schmerzt? Zahnschmerzen sind grauenvoll. Doch wir haben gleich 16 Hausmittel, die Ihnen Linderung verschaffen können – vorerst. Um den Besuch beim Zahnarzt kommen Sie langfristig nämlich leider nicht herum.

Ab zum Zahnarzt!

Zahnschmerzen hat bestimmt fast jeder Mensch irgendwann in seinem Leben. Dabei können die Ursachen sehr vielfältig sein. Es muss sich also nicht immer gleich um ein Loch im Zahn handeln. Trotz dessen sind Zahnschmerzen immer ein Grund, den Zahnarzt aufzusuchen und die Ursache genau abklären zu lassen. In den meisten Fällen werden die Schmerzen nämlich nicht wieder von alleine verschwinden, da ihnen eine Entzündung zugrunde liegt, die behandelt werden muss. Das kann eine Zahnfleischentzündung sein oder sogar eine überfällige Wurzelbehandlung.

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen

Ein paar Tage kann man ruhig warten, ob sich die Schmerzen doch wieder von alleine legen und sich in dieser Zeit selbst behelfen. Zahnschmerzen treten ja auch gerne mal am Wochenende auf, so dass man nicht unbedingt den Notdienst aufsuchen möchte, oder man muss wenige Tage auf einen Termin warten, wenn die Schmerzen nicht allzu heftig sind. Doch was hilft gegen Zahnschmerzen? Einige gute Hausmittel sind tatsächlich dafür geeignet, Ihnen bei diesem fiesen Schmerz etwas Linderung zu verschaffen. Den Gang zum Zahnarzt sollten sie langfristig jedoch nicht ersetzen. Wenn es ganz schlimm ist, können Sie sich aber auch an einen Notfall Zahnarzt wenden.

Natürliche Mittel gegen Zahnschmerzen

Die Natur hält mit ihrer Pflanzenwelt so einige Zutaten für alte Hausmittel bereit. Ob sie tatsächlich wirken, muss jeder selbst ausprobieren. Schließlich handelt es sich um Naturheilkunde und nicht um chemische Keulen.

Natürliche Mittel
Wacholderbeeren, Huflattichblättern und getrockneten Wacholderzweigspitzen
speziellen Tee aus Pfefferminze, Johanniskraut, Melisse, Quendel und Baldrian
Gewürznelke kauen
Umschläge aus frischen Wirsingblättern
ein Stück Apfel

Aus Wacholderbeeren, Huflattichblättern und getrockneten Wacholderzweigspitzen wird eine Mischung zu jeweils gleichen teilen hergestellt, und diese dann in einem feuerfesten Topf angezündet. Wenn man den Rauch nun mit dem Mund aufsaugt, dann können die Dämpfe zu einer Linderung der Zahnschmerzen führen (Vorsicht: Quelle für diesen Tipp nicht bekannt).

In der Apotheke kann man sich einen speziellen Tee bei Zahnschmerzen mischen lassen und zwar aus drei Teilen Pfefferminze, jeweils vier Teilen Johanniskraut und Melisse, einem Teil Quendel und fünf  Teilen Baldrian. Davon überbrüht man etwa drei Teelöffeln mit 250 ml kochendem Wasser und lässt den Tee dann 14 Minuten ziehen, bevor man ihn abseiht. Bei Zahnschmerzen sollte man ein oder zwei Tassen davon zu sich nehmen.


Viele Menschen schwören auch darauf, eine Gewürznelke zu verbeißen und zwar möglichst dicht an der schmerzenden Stelle. Es kann auch hilfreich sein, einen äußeren Umschlag zu machen, wozu man von frischen Wirsingblättern die Mittelrippe entfernt und die Blätter anschließend mit einem Nudelholz walkt. Die ausgewalkten Blättern werden dann auf ein Leinentuch gelegt und auf die Wange gedrückt.

Kleine Kinder haben häufig Schmerzen, wenn die Zähnchen durchbrechen, sie sind dann sehr quengelig und weinen vermehrt. Um die Schmerzen etwas zu lindern kann man ein Stück Apfel in einen gekühlten Waschlappen geben, und dem Kind zum darauf herum beißen geben. Den Kindern schmeckt der Apfel und die Kälte kann gleichzeitig die Schmerzen lindern.

Akupressur gegen Zahnschmerzen

Es gibt einige Punkte am Körper, die aus der Akupunktur dafür bekannt sind, dass sie Zahnschmerzen lindern können, wenn sie stimuliert werden.

Akkuspressurpunkte
Neben dem Fingernagel des Zeigefingers
Der Bereich hinter dem äußeren Knöchel
Der Oberschenkel, im Bereich vor der Hüfte
Am Schädel, und zwar vor dem Ohrläppchen

Einer dieser Akupressur-Punkte befindet sich neben dem Fingernagel des Zeigefingers, und zwar rechts außen. Hier drückt man nun mit dem Fingernagel des Daumens kräftig drauf, auch wenn es ziemlich schmerzhaft ist. 

Zahnschmerzen nachts besonders schlimm
Hält sich der Schmerz am Tage noch in Grenzen, ist er nachts meist kaum noch auszuhalten. Das liegt an der erhöhten Durchblutung des Kopfes und ist der Schwerkraft zu verdanken, die sich aufgrund der nächtlichen Liegeposition auf den Blutkreislauf des Körpers auswirkt.

Darüber hinaus gibt es noch drei weitere Körperstellen, die man bearbeiten kann, um Zahnschmerzen zu lindern. Zum einen kann man den Bereich hinter dem äußeren Knöchel fest mit den Kuppen von Zeigefinger und Daumen massieren.
Außerdem kann man auch den Zeigefinger am Oberschenkel, im Bereich vor der Hüfte, fest hinein drücken und anschließend über dem Handgelenk die Daumenseite massieren.

Ein weiterer Schmerzpunkt befindet sich am Schädel, und zwar vor dem Ohrläppchen. Wenn man die Schmerzpunkte stimuliert wird man erstaunt sein, dass die Schmerzen sich tatsächlich bessern.

Weitere Hausmittel bei Zahnschmerzen

Auch Hausmittel können bei akuten Zahnbeschwerden ein wenig Linderung verschaffen.

Hausmittel
Hochprozentiger Alkohol
Eine starke Salzlösung
Verdünntem Teebaumöl oder Nelkenöl
Getrocknete Rosmarinblätter oder Steinklee
Eine zerkleinerte Zwiebel

Da den Zahnschmerzen in den meisten Fällen eine Entzündung zugrunde liegt, kann hochprozentiger Alkohol helfen. Diesen sollte man allerdings nicht trinken, sondern nur den Mund damit spülen, damit Bakterien abgetötet werden. Sehr gut geht das mit Cognac, den man einfach in den Mund nimmt und die Flüssigkeit eine Weile im Mund belässt. (Bitte nicht bei Kindern anwenden!)

Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine starke Salzlösung herzustellen, indem man möglichst viel Kochsalz in warmem Wasser auflöst. Diese Lösung behält man dann so lange im Mund, bis die Zahnschmerzen nachlassen, in der Regel etwa zwei Minuten. (Bitte nicht bei Kindern anwenden – Schluckgefahr!)

Um die Zahnschmerzen zu lindern kann man auch mit verdünntem Teebaumöl den Mund spülen, oder etwas Nelkenöl auf die schmerzende Stelle geben, auch Spülungen mit Salbeitee helfen manchmal wahre Wunder, da sie der Entzündung entgegenwirken.

Außerdem kann man getrocknete Rosmarinblätter kauen oder sich eine Gurgellösung aus Steinklee und heißem Wasser herstellen.

Wem die tränenden Augen nichts ausmachen, der kann auch eine zerkleinerte Zwiebel in ein Tuch geben und sie dann auf die Wange drücken.

Bei allen Hausmitteln bleibt Ihnen der Gang zum Zahnarzt am Ende allerdings nicht erspart. Nur er kann nämlich langfristig dafür sorgen, dass Ihre Zähne gesund sind und Sie keinen Schmerz mehr verspüren. Wenn Sie Ihre Zahngesundheit zusätzlich unterstützen wollen, ist eine professionelle Zahnreinigung eine gute Möglichkeit.

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