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Welpen erziehen: Tipps und Tricks zur Welpenerziehung

Welpen erziehen: Tipps und Tricks zur Welpenerziehung

Hunde zählen hierzulande zu den beliebtesten Haustieren, Tendenz steigend. Damit aus flauschigen Hundewelpen einmal treue Gefährten werden, gehört Welpen erziehen zu den wichtigsten Aufgaben eines Hundehalters. Lesen Sie unsere Tipps zum Thema Welpenerziehung und was Sie dabei beachten sollten.

1. Welpenerziehung: Die richtige Vorgehensweise ist entscheidend

In Bezug auf die richtige Hundeerziehung beziehungsweise Welpenerziehung existieren unzählige Ratgeber mit vielen Tipps über die richtige Vorgehensweise. Doch womit beginnt man bei der Erziehung von Hundewelpen am besten? Zuerst sollten Sie sich einen Plan machen, was Ihnen besonders wichtig ist. Dazu gehören für viele frischgebackene Hundebesitzer vor allem Folgendes:

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  • Erlernen von verschiedenen Kommandos
  • Entspanntes Spazieren gehen an der Leine
  • Verlässliche Stubenreinheit des Welpen
  • Stundenweises Alleine bleiben des Hundes

Allerdings brauchen Sie als Hundebesitzer dabei viel Geduld, denn ein gutes Hundetraining zeigt dem jungen Hund Schritt für Schritt das richtige Verhalten.

Beachten Sie, dass einzelne Hunderassen unterschiedlich schnell lernen und passen Sie Ihr Training daran an. Ein Buch über rassespezifische Eigenschaften gibt zusätzlich Aufschluss über das Lernverhalten einzelner Arbeits-, Gebrauchs- und Begleithunde.

2. So bringen Sie einem Hundewelpen das richtige Verhalten bei

Gut zu wissen
Hunde lernen vom ersten Tag ihrer Geburt an. Damit ist aber nicht nur die Erziehung des Welpen durch den Menschen gemeint. Schon durch eine liebevolle Kinderstube zusammen mit sozialen Elterntieren und den Geschwistern werden Welpen entsprechend sozialisiert. Daher ist es wichtig, auf eine seriöse Herkunft des Welpen zu achten.

So niedlich tapsige Welpen mit großen Pfoten auch aussehen, sie haben es oft faustdick hinter den Ohren. Sie beißen Schuhe kaputt und stecken ihre Nasen in Dinge, die sie nichts angehen – vor allem in Mülleimer. Hundewelpen müssen erst lernen, was richtig und was falsch ist. Unsere Tipps zeigen, wie Sie ein Welpen-Training schrittweise aufbauen.

2.1. So lernt Ihr Welpe stubenrein zu sein

Viele Menschen, die sich gerade einen Welpen zugelegt haben, sind schnell davon genervt, dass der kleine Hund noch nicht stubenrein ist. Das liegt jedoch daran, dass Welpen in den ersten Lebensmonaten nicht ausreichend ihre Blase und ihren Schließmuskel kontrollieren können. Deshalb halten Hundewelpen es oft nicht lange genug aus bis es nach draußen geht. So verrichten junge Hunde ihr großes und kleines Geschäft manchmal auf dem Wohnzimmerteppich. Hierbei sind Ihre Geduld und Ihr langer Atem gefragt.

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Welpe mit Spielzeug

Das Erlernen von Stubenreinheit und Alleinbleiben braucht viel Zeit.

  • Gehen Sie jedes Mal nach dem Schlafen, Füttern und Spielen umgehend mit dem Hund vor die Tür.
  • Suchen Sie sich anfangs bestimmte Plätze in der Nähe Ihrer Wohnung aus, die Sie gezielt ansteuern.
  • Geben Sie dem kleinen Welpen immer ausreichend Zeit, sich draußen auf der Wiese zu lösen.
  • Loben Sie den Hund ausgiebig in einem freundlichen Tonfall, sobald er sich erleichtert.

Ihr Welpe wird schnell verstehen, dass das Lösen auf der Wiese ein erwünschtes Verhalten ist. Ist der junge Hund draußen zu aufgeregt oder abgelenkt, schafft er es nicht immer, die Wiese als Hundetoilette zu benutzen. Dann passiert es, dass wieder etwas ins Haus geht. Schimpfen Sie auf gar keinen Fall mit dem Welpen, sondern wischen Sie immer alles kommentarlos weg.

2.2. Auf diese Weise lernt Ihr Hund alleine zu bleiben

Den Hund stundenweise alleine lassen zu können, ist für viele Menschen wichtig, um einer Arbeit nachzugehen. Ähnlich wie bei der Stubenreinheit lernt ein Welpe das Alleinbleiben ebenfalls nur mit viel Zeit und Geduld. Besonders am Anfang ist es notwendig, sich ausreichend Urlaub zu nehmen, um den Hundewelpen schrittweise an die neue Situation zu gewöhnen. Hunde sind von Natur aus sehr soziale Tiere und binden sich stark an ihre Menschen. Bauen Sie das Training des Alleinlassens daher behutsam auf, um eine Verlustangst beim Hund zu vermeiden.

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  • Bewegen Sie sich regelmäßig so durch Ihre Wohnung, dass Sie dabei stets Türen schließen und öffnen.
  • Dadurch gewöhnen Sie den Welpen daran, dass Sie kurzfristig aus seinem Blickfeld verschwinden.
  • Gehen Sie anfangs nur in den Keller oder zum Briefkasten, erhöhen Sie Ihre Abwesenheit minutenweise.
  • Bleiben Sie zu Beginn nur wenige Minuten weg, entwickeln Sie daraus eine allmähliche Steigerung.

Bleiben Sie erst dann länger weg, wenn Ihr Hund sicher eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde alleine bleiben kann. Überfordern Sie den Hundewelpen beim Training auf keinen Fall. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass sich bei Ihrem Haustier eine Trennungsangst entwickelt. Diese ist nur sehr schwer wieder in den Griff zu bekommen.

Organisieren Sie für den Notfall auch eine zuverlässige Hundebetreuung oder einen Hundesitter, der sich um Ihren jungen Hund kümmert, wenn Sie mehrere Stunden am Stück weg sind.

2.3. Dadurch lernt Ihr Hund Leinenführigkeit

Der nächste Wunsch vieler Hundebesitzer ist eine gute Leinenführigkeit Ihres Hundes. Damit ist das entspannte Laufen an der Leine gemeint. Doch Welpen und jungen Hunden fehlt in den ersten Jahren oftmals die Konzentration, ruhig an der Leine zu laufen, nicht stehenzubleiben und rechts oder links zu schnüffeln. Aber genau diese Tätigkeit ist charakteristisch für Hunde, weshalb Sie nachsichtig sein sollten. Grundsätzlich lernt Ihr Welpe die Leinenführigkeit, indem Sie entspannt bleiben.

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Welpe mit Leine

Auch Leinenführigkeit und Kommandos lernen Hundewelpen mit Geduld.

  • Ziehen Sie Ihrem Welpen ein passendes Geschirr an und befestigen Sie daran am besten ein sogenannte 2-Meter-Leine.
  • Lassen Sie das Hundekind ruhig ausgiebig schnüffeln und loben Sie den Welpen, sobald er von alleine weiterläuft.
  • Etablieren Sie für das Weiterlaufen direkt ein bestimmtes Wort, das später das Kommando ist.
  • Belohnen Sie jede Kontaktaufnahme Ihres Hundes verbal oder mit Futter, um die Bindung zu stärken.

Viele Hundewelpen müssen die ganzen Reize der Außenwelt jeden Tag gründlich verarbeiten. Daher ist es besonders wichtig, den Welpen nicht zu überfordern. Gehen Sie anfangs also nicht zu weit und zu lange spazieren. Mit dem Älterwerden des Hundes können Sie die Runden dann vergrößern und mit etwas Gelassenheit läuft auch Ihr Hund ganz wie von selbst immer besser an der Leine.

3. Welpen erziehen: Bringen Sie dem Hundekind Kommandos bei

Lesen Sie in unserer Tabelle, wozu sich welche Kommandos am besten eignen.

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Kommando Beschreibung
Sitz oder Platz
  • Die Kommandos besagen, dass der Hund sich hinsetzen oder hinlegen soll.
  • Diese sind besonders praktisch, wenn der Hund kurzfristig warten muss.
  • Vergessen Sie nicht, ein sogenanntes Auflösekommando zu etablieren.
  • Das Auflösekommando dient dazu, die Kommandos Sitz oder Platz aufzuheben.
Nein oder Pfui
  • Die Kommandos dienen dazu, den Hund von unerwünschtem Verhalten abzuhalten.
  • Sie werden im täglichen Sprachgebrauch zu häufig verwendet.
  • Konditionieren Sie besser ein sogenanntes Abbruchkommando, das unerwünschtes Verhalten abbricht.
Rückruf
  • Das Rückrufkommando dient im Freilauf dem Zurückrufen des Hundes.
  • Trainieren Sie den Rückruf, indem Sie Ihren Hund zu sich rufen und besonders loben.
  • Zerstören Sie niemals einen gut sitzenden Rückruf durch Schimpfen.
  • Ein zuverlässiges Zurückkommen Ihres Hundes kann notfalls sehr wichtig sein.

In einem separaten Ratgeber haben wir zusammengetragen, was Sie tun können, wenn der Hund nicht hört.

4. Wann ist eine Hundeschule sinnvoll?

Welpe rennt über eine Wiese

Einen gut sitzenden Rückruf trainieren Sie mit Lob und Futter als Belohnung.

Eine Hundeschule ist dann angeraten, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie mit der Welpenerziehung überfordert sind. Viele Hundeschulen bieten für Anfänger mit Welpen Kurse an, in denen die wichtigsten Grundkommandos und Verhaltensregeln auf dem Plan stehen.

In einer guten Hundeschule zeigt Ihnen der Hundetrainer, wie Sie als Mensch dem Hund anhand von gewaltfreien Erziehungsmethoden vermitteln, was das erwünschte Verhalten ist.

5. Weiterführende Literatur zum Welpen erziehen

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