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Leder färben: Anleitung für Glatt- und Rauleder

Leder färben: Anleitung für Glatt- und Rauleder

Was muss ich beachten, wenn ich Leder färben möchte?

Besonders wichtig ist, dass das Leder sauber und fettfrei ist, da die Farbe ansonsten schlecht haftet.


Gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Leder zu färben?

Ja, diese unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass Sie entweder nur die Oberfläche des Leders färben oder aber das Leder komplett durchfärben.


Gibt es auch natürliche Methoden, um Leder zu färben?

Selbstverständlich können Sie auch auf Hausmittel setzen. Mit Kaffee, Schwarztee oder Sonnenlicht lassen sich beispielsweise unterschiedliche Farbnuancen eines schönen Brauntons erreichen.


Leder kann mit der Zeit verblassen und unansehnlich aussehen. Besonders bei teuren Produkten, wie einer Lederjacke aus Glattleder oder aber einem nicht mehr zur Einrichtung passenden Ledersofa stellt sich die Frage, ob es nicht möglich ist, das Leder zu färben.
In unserem Artikel zeigen wir Ihnen, wie der Vorgang funktionieren kann und in welchen Fällen es keine gute Idee ist, die Farbe zu verändern.

1. Leder vor dem Färben reinigen

Wenn Sie Leder umfärben möchten, so besteht die Grundvoraussetzung darin, dass das jeweilige Leder sauber und fettfrei ist.
Reinigen Sie die jeweiligen Lederprodukte daher am besten vorsichtig mit einer speziellen Lederseife. Arbeiten Sie hingegen nur mit Wasser, so können sich leicht Flecken bilden, die auch beim späteren Umfärben sichtbar bleiben.
Achten Sie darauf, dass das Leder genügend Zeit hat, um richtig zu trocknen. Legen Sie eine Lederjacke oder einen Gürtel jedoch nicht auf die Heizung, um den Prozess zu beschleunigen. Dies kann zu Rissen führen, die sich nur schwer reparieren lassen.

Sind die Ledersitze im Auto sowie die Lederjacke getrocknet, so ist im Anschluss eine Entfettung notwendig. Besonders dann, wenn Leder regelmäßig gepflegt wird, kann die Arbeit mit einem speziellen Lederentfetter etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

gefaerbtes leder in unterschiedlichen farben

Nicht immer entspricht das geliebte Objekt der passenden Farbe.

Bevor Sie damit beginnen können das Leder zu färben, macht es Sinn Glattleder ein wenig anzurauen. Dies gelingt besonders gut, wenn Sie feines Schleifpapier mit einer sehr hohen Körnung (etwa 1000) verwenden.
Auf diese Weise haften oberflächlich aufgetragene Farben sehr gut.

Bei Rauleder, wie beispielsweise Schuhen aus Wildleder, können Sie sich das Aufrauen sparen und direkt mit dem eigentlichen Umfärbeprozess beginnen. Auch ein Entfetten ist in diesen Fällen nicht notwendig.

Tipp: Wenn Sie Leder färben möchten, wählen Sie am besten eine dunklere Farbe als das Produkt vorher hatte. Ansonsten wird der Prozess sehr schwer und das Ergebnis kann oftmals nicht überzeugen.

2. Methoden, um Leder zu färben

Gut zu wissen
Sie können auch deckende Lederfarbe verwenden, um beispielsweise Schuhe umzufärben. Dies bietet den Vorteil, auch dunkle Schuhe aus Leder hell färben zu können. Leider gehen bei dieser Variante jedoch die Eigenschaften des Leders verloren, da die Schicht die Oberfläche versiegelt.

Beim traditionellen Färben von Leder wird dieses stets durchgefärbt. Dabei werden die gesamten Lederstücke komplett in Farbe getaucht, sodass sich nicht nur die oberste Schicht, sondern das gesamte Leder färbt.
Auf diese Weise fallen auch Schadstellen weniger auf. Die klassische Lederfärbung ist allerdings meist keine gute Option für Zuhause. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Ledersitze im Auto oder eine Couch aus Leder handelt.

Greifen Sie stattdessen zu einem Lederfärbemittel bzw. einem Lederfarbspray, so behandeln Sie lediglich die Oberfläche. Grundsätzlich ist dies völlig ausreichend, um lange etwas von dem gewünschten Farbton zu haben.
Problematisch wird es jedoch an Stellen, die einer sehr hohen Belastung ausgesetzt sind. Autositzbezüge oder auch die Couch sind daher eher schwierig. Die Lederjacke oder aber Armlehnen eignen sich besser zum Einfärben.

Der Färbeprozess selbst läuft wie folgt ab:

  • Kleben Sie Reißverschlüsse sowie Knöpfe, die nicht mitgefärbt werden sollen, ab.
  • Tragen Sie als nächstes eine Grundierung auf. Diese sorgt dafür, dass die anschließend genutzte Farbe besser haftet.
    Je nachdem, welche Grundierung Sie verwenden, müssen Sie nun einige Stunden warten, bevor Sie mit dem Auftragen der Farben beginnen können.
  • Nun folgt der Farbauftrag. Besonders gleichmäßig wird das Ergebnis mit passendem Lederspray. Ist die Anwendung aufgrund der Beschaffenheit des Produkts jedoch eher schwierig, tragen Sie die Farbe mit einem Schwamm auf. Achten Sie dabei auf einen gleichmäßigen Auftrag und vermeiden Sie es, zu viel Farbe zu verwenden.
  • Lassen Sie die Farbe im Anschluss gut trocknen. Überzeugt Sie das Ergebnis noch nicht, so wiederholen Sie diesen Schritt noch einmal.
  • Zum Schluss versiegeln Sie die Oberfläche (bei Glattleder), sodass die Farbe länger erhalten bleibt und auch in der Sonne nicht so leicht verblasst.

3. Hausmittel zum Nachfärben von Leder

lederstuecke und farbe auf einem tisch

Tragen Sie Handschuhe und lüften Sie ordentlich, wenn Sie Leder färben.

Alternativ zu künstlichen Färbemitteln können Sie auch auf Hausmittel zurückgreifen, um Ihre Lederaccessoires umzufärben.

Versuchen Sie es mit einer der folgenden Varianten, wenn Sie auf vergleichsweise teure Lederfärbeprodukte verzichten möchten:

  • Holzbeize: Im Baumarktregal finden Sie Holzbeize in zahlreiche Farbvarianten. Am besten tragen Sie die Beize anschließend mit einem feinen Pinsel auf.
  • Schuhcreme: Bei dieser Methode nutzen Sie bewusst eine „falsche“ Schuhcreme. Der Farbton geht so langsam auf das Leder über. Allzu große Veränderungen sind auf diese Weise allerdings nichts sofort möglich.
  • Essig und rostige Nägel: Lassen Sie rostige Nägel für etwa ein bis zwei Wochen in einem Liter Essig stehen. Die dadurch entstehende Verbindung eignet sich hervorragend, um Leder schwarz zu färben.

Eine Methode, wie Sie Leder auch natürliche Weise in verschiedenen Brauntönen sowie in Schwarz färben, sehen Sie in diesem Video:

4. Tipps für die Lederpflege

Gut zu wissen
Leider ist die Lederherstellung alles andere als umweltfreundlich. Wie viele Chemikalien dabei zum Einsatz kommen und woher der Großteil des hierzulande verkauften Leders kommt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Damit die frisch gefärbten Lederaccessoires noch lange schön bleiben, ist eine regelmäßige Pflege unabdingbar.

Üben Sie sich vor allem an Anfang noch ein wenig in Geduld. Geben Sie den Lederprodukten daher etwa 2 bis 3 Tage Zeit, bevor Sie sie wie gewohnt nutzen können.

Die Farbe sollte sich übrigens auch in der Waschmaschine nicht lösen. Allzu häufiges Waschen beeinträchtigt allerdings langfristig die Oberfläche, sodass stellenweise die alte Farbe wieder zum Vorschein kommen kann.

Lüften Sie Kleidungsstücke aus Leder daher am besten nur und verwenden Sie gute Öle und Wachse für die Lederpflege.
Mindestens 2 Mal pro Jahr sollten Sie sich der Pflege widmen, um noch lange Zeit etwas von einem besonderen Unikat aus Leder zu haben.

Tipp: Kleine Risse im Leder können Sie bestens reparieren, indem Sie Lederkleber oder spezielle Lederfiller verwenden.

5. Lederfarbe bequem online bestellen

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