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Lederpflege: Das müssen Sie beachten

Lederpflege: Das müssen Sie beachten

Leder gilt allgemein als sehr robustes und langlebiges Material. Außerdem ist Leder äußerst pflegeleicht. So bedarf es grundsätzlich kaum Aufwand, um Lederprodukte schön zu erhalten. Wie  und womit Sie Schuhe und Möbel aus Leder am besten reinigen und pflegen, lesen Sie in unseren Haushaltstipps.

1. Warum man Leder pflegen muss

Bei Leder handelt es sich um ein Naturprodukt, welches bei mangelnder Pflege Schaden nehmen kann. So kann das Leder im Laufe der Zeit beispielsweise austrocknen und unschöne Risse in der Oberfläche bekommen.

Deshalb ist es wichtig, dass Leder bzw. Produkte aus Leder wie zum Beispiel Schuhe, Jacken, Auto- oder Sofabezüge regelmäßig mit einem Lederpflegemittel behandelt werden. Außerdem verhilft eine gute Lederpflege den Produkten wieder zu mehr Glanz und Schutz vor Verschmutzungen.

Zudem ist es wichtig, dass die Lederpflege genau auf den jeweiligen Gegenstand abgestimmt ist, denn bei den einzelnen Lederarten gibt es Unterschiede zu beachten. So gibt es neben Rauleder oder Wildleder auch Glattleder sowie Anilinleder, die sich alle durch verschiedene Eigenschaften auszeichnen. 

2. Unterscheiden Sie die Lederarten richtig voneinander

Gut zu wissen
Bei Kunstleder handelt es sich nicht um ein Naturprodukt bzw. um eine Tierhaut, sondern um ein synthetisches Material.

Bei der Lederpflege gibt es oftmals das Problem, dass die Produkte für die Lederreinigung nicht passend zu den Lederarten ausgewählt werden. Deshalb ist es wichtig, sich zuvor mit den Ledersorten auseinanderzusetzen:

  • Glattleder: Glatte Oberfläche, wasserabweisend und schmutzabweisend
  • Rauleder: Raue Oberfläche, offenporig und atmungsaktiv
  • Wildleder: Ebenfalls raue Oberfläche, entstammt Tieren aus freier Wildbahn, wird oft synonym zu Rauleder verwendet
  • Anilinleder: Durchgefärbtes Leder, offenporig und besonders anfällig

Für die Ledergewinnung werden meistens die Häute von Rindern, Schweinen oder auch Ziegen sowie Schafen verwendet. Exotische Leder stammen zum Beispiel von Reptilien oder anderen Tierarten wie Kängurus oder Antilopen. Für die Lederherstellung braucht es eine spezielle Prozedur namens Gerbung.

In einer Gerberei, sprich Lederfabrik, werden die Tierhäute dann schließlich zu Leder verarbeitet. Je nachdem, welche chemischen und mechanischen Verfahren dabei angewendet werden, entstehen am Ende die verschiedenen Ledertypen.

3. So betreiben Sie Lederpflege richtig

Ledertasche und Produkte zur Pflege.

Bei der Lederpflege kommt es auf das passende Produkt an.

Sobald Sie wissen, welches Produkt Sie pflegen möchten und um welche Art von Leder es sich dabei handelt, können Sie mit der Lederpflege beginnen. Wie genau Sie bei der Lederreinigung und Aufbereitung vorgehen, lesen Sie in unseren nachfolgenden Tipps.

3.1. So reinigen und pflegen Sie Schuhe aus Leder

Schuhe gehören zu den besonders stark beanspruchten Gegenständen im Alltag. Daher benötigen Schuhe meistens eine sehr gute Pflege, damit sie lange halten. Zur Auswahl stehen Ihnen dabei meistens eine Creme oder Fett sowie Schuhspray oder andere Lederpflegemittel.

Schuhe aus Glattleder sind dabei besonders pflegeleicht, denn sie lassen sich sehr einfach mit einem Lederfett behandeln. Befreien Sie die Schuhe zunächst gründlich von Schmutz und Dreck. Tragen Sie dann einfach das passende Lederfett auf den Schuh auf und reiben Sie das Mittel schließlich mit einem weichen Tuch ein. Das Fett zieht in das Leder ein und hält es geschmeidig. Außerdem schützt es das Leder vor weiteren Verunreinigungen und vor Nässe.

Mit einem Pflege- und Imprägnierspray behandeln Sie Rauleder bzw. Wildleder optimal. Auch ein sanfter Reinigungsschaum lässt sich zuvor zur Lösung von Schmutzpartikeln zügig auftragen und ausbürsten.

3.2. So werten Sie Polster aus Leder wieder auf

Wenn Sie zu Hause eine Couch oder ein Sofa aus Leder haben, sollten Sie unbedingt ein paar Dinge beherzigen, um lange Freude an Ihrer Sitzgelegenheit zu haben. Wischen Sie dazu Ihre Ledercouch regelmäßig mit angefeuchteten Tüchern ab, damit sich Staub und Schmutz gar nicht erst festsetzen. Raues Leder können Sie auch notfalls vorsichtig abbürsten oder saugen.

Möchten Sie unschöne Flecken aus dem Möbelstück entfernen, verwenden Sie ausschließlich destilliertes Wasser. Tun Sie das nicht, müssen Sie gegebenenfalls mit Kalkablagerungen auf dem Leder rechnen.

Verwenden Sie außerdem nicht irgendein Reinigungsmittel, sondern ausschließlich spezielle Lederseife. Das ist besonders wichtig, da eine normale Seife das Leder austrocknen würde. Die Lederseife sorgt hingegen für eine optimale Rückfettung und pflegt dadurch zusätzlich. Eine Lederseife eignet sich auch zur Fleckenentfernung der Sitze im Auto oder einer Lederjacke. Oft gibt es das Lederpflegemittel mit passende Tüchern oder einem Schwamm im Set zu kaufen.

4. Diese Hausmittel sorgen ebenfalls für eine gute Lederpflege

Nicht immer muss es ein teures Lederpflegemittel sein, um Artikeln aus Leder wieder zu einer frischen Optik zu verhelfen. Diese einfachen Hausmittel helfen Ihnen ebenfalls bei der Reinigung und Pflege von Leder:

Mittel Wirkungsweise Anwendung
Kokosöl
  • eignet sich für Glattleder, poliert und pflegt zugleich
  • Ein paar Tropfen Öl auf ein weiches Tuch geben und das Leder damit vorsichtig abreiben
Essig
  • befreit Leder von Schimmel und reinigt porentief
  • Essig bzw. Essigessenz 1:1 mit Wasser mischen und das Lederprodukt über Nacht hineinlegen, am nächsten Tag alles mit klarem Wasser gut abspülen und sehr gründlich trocknen lassen, anschließend mit einem Lederfett oder Öl gut pflegen

5. Worauf Sie bei der Lederpflege unbedingt achten sollten

Mann reinigt Schuhe aus Leder.

Achten Sie bei Schuhcreme immer auf die Lederfarbe.

Leder ist zwar ein sehr robustes Material, kann aber bei falscher Behandlung Schäden davontragen. Wenn Sie sich bei der Lederpflege also unsicher sind, testen Sie das jeweilige Lederpflegemittel immer vorab an einer unauffälligen Stelle. So können Sie sichergehen, dass das Pflegeprodukt das Leder nicht angreift.

Achten Sie zudem besonders bei der Farbauffrischung darauf, dass Sie die Reinigungspaste und Pflegecreme immer in der richtigen Lederfarbe auswählen. Einige Mittel sind allerdings auch farblos und können daher unbedenklich angewendet werden.

Vorsicht bei Schuhcreme: Achten Sie bei der Anwendung von Schuhcreme unbedingt auf die ausgewiesene Lederfarbe, sonst riskieren Sie unschöne Flecken auf dem Obermaterial Ihrer Schuhe.

6. FAQ zum Thema Lederpflege

Welche Utensilien benötigt man zur Lederpflege?

Leder im Auto säubern.

Auch bei Autositzen aus Leder ist eine regelmäßige Lederreinigung angebracht.

Neben dem Lederpflegemittel benötigen Sie meistens noch einen Schwamm, eine Bürste, einige Tücher und etwas Wasser. Achten Sie bei der Bürste darauf, dass diese mit ihren Borsten nicht die Oberfläche des Leders beschädigt.

Rauhleder ist dabei etwas unempfindlicher als Glattleder. Nutzen Sie zudem nur weiche Baumwolltücher und keine Microfasertücher, da diese dem Leder das notwendige Fett entziehen.

Wie oft ist eine Lederpflege notwendig?

Stark beanspruchte Möbel aus Leder sowie Autositze benötigen mindestens zwei Mal im Jahr eine Lederpflege. Schuhe und Jacken oder andere Kleidungsstücke, die oft der Witterung ausgesetzt sind, benötigen regelmäßig eine Lederpflege.

Achten Sie daher stets darauf, dass sich das Leder nicht porös oder trocken anfühlt, denn dann wird es höchste Zeit für eine Pflegeeinheit des Leders.

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