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Die häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung – Darauf sollten Sie achten

Die häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung – Darauf sollten Sie achten

Vermutlich jeder von uns verspürt irgendwann einmal den Wunsch, eine Familie zu gründen und ein Haus zu bauen. Letzteres ist gerade aktuell realisierbarer denn je. Sind die Kreditzinsen doch soweit im Keller, dass sich quasi jeder ein Haus leisten kann. Doch Achtung! Im Rahmen der Baufinanzierung gibt es durchaus Fallen, die Sie teuer zu stehen kommen. Wie Sie diese umgehen, verraten wir Ihnen in unserem Beitrag.

Der Traum vom Eigenheim

Gerade in Zeiten, in denen die hohen Mietpreise nicht nur Großstädtern das Leben schwer machen, sondern auch in den Kleinstädten das Landes angekommen sind, denken viele darüber nach, eine eigene Immobilie zu kaufen. So zahlt man sein hart erarbeitetes Geld nicht in die leere Welt hinaus, sondern hat am Ende Besitz, der einem im Alter finanzielle Sorgen nimmt. Auch ist es nicht unüblich, dass nach dem Studium und den ersten beruflichen Erfahrungen einige Leute wieder den Weg zurück in Ihre Heimatstadt finden, eine Familie gründen und sesshaft werden wollen. Das können Sie natürlich auch mit einer Mietwohnung. Viel schöner ist in diesem Fall aber ein eigenes Haus mit Garten, in dem die Kinder tollen können und man selbst auf dem Liegestuhl seine Beine hochlegen und die freie Zeit genießen kann. Leider ist dieser Traum aber auch immer mit enormen finanziellen Verpflichtungen verbunden. Denn sind wir mal ehrlich – wer hat schon mehrere Hundertausend Euro auf der hohen Kante liegen. Also muss ein Kredit her, der sehr genau überdacht und gewählt werden sollte, damit man schwerwiegende Fehler bei der Baufinanzierung vermeiden kann. Helfen kann für eine grobe Einordnung schon einmal ein Kreditrechner. Mit dessen Hilfe bekommen Sie einen ersten Eindruck, ob eine Finanzierung für Sie überhaupt möglich ist.

Alt kaufen oder neu bauen?

Hat man sich erst einmal dazu entschieden, eine Immobilie kaufen zu wollen, stellt sich die erste wichtige Frage: Wollen Sie ein bestehendes Haus kaufen und modernisieren oder ein Grundstück kaufen und neu bauen? Das ist nicht nur eine reine Geschmacksfrage, sondern birgt auch große finanzielle Unterschiede. Natürlich ist es immer schön und einfach, komplett neu zu starten und ein leeres Grundstück zu bebauen. Immerhin muss ein älteres Haus möglicherweise erst einmal umgebaut und nach Ihren Wünschen gestaltet werden. Und auch der Garten könnte verwildert sein und einen großen Haufen Arbeit bedeuten. Jedoch lohnt sich ein zweiter Blick in der Regel. Bei den hohen Grundstückspreisen, die mittlerweile auch schon in die Dorfgegend geschwabbt ist, sparen Sie oft ein wenig Geld, wenn Sie ein bereits bestehendes Haus kaufen und ein weniger modernisieren. Wer dann auch noch ein wenig Eigenleistung nutzt, macht noch einmal ein paar Tausend Euro wett. Der Stundenlohn eines Handwerkes ist nämlich nicht gerade gering und es gibt durchaus Arbeiten, die Sie mit ein wenig Anleitung auch selbst erledigen können.

Die häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung

Bevor Sie sich an den Kauf einer Immobilie machen, ist der erste Schritt erst einmal der in die nächst gelegene Bankfiliale. Dort sollten Sie sich in Bezug auf die Baufinanzierung ausgiebig beraten lassen. Das ist immerhin eine der wichtigsten Entscheidungen in Ihrem Leben. Machen Sie hier Fehler, werden Sie viele Jahrzehnte daran zu knabbern haben und Ihnen jeden Spaß an Ihrer Immobilie nehmen. Um dies zu vermeiden, haben wir die wichtigsten und teuersten Fehler bei der Baufinanzierung für Sie zusammen gefasst.

Fehler 1: Die eigenen Finanzen werden überschätzt

Leider wird dieser Fehler wirklich von fast Allen begangen, die ein Haus oder Immobilien kaufen wollen. Sie überschätzen ihre finanziellen Möglichkeiten und denken, sie könnten mehr Geld ausgeben, als sie haben. Wie man das vermeiden kann, ist ganz eigentlich einfach: Rekapitulieren Sie die letzten 12 bis 24 Monate und stellen Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Ganz wichtig dabei sind die Lebenserhaltungskosten, die bei der Planung immer wieder vergessen werden. Die sollten Sie unbedingt im Blick haben. Denn nur, wenn am Ende ein Überschuss da ist, haben Sie auch  die Möglichkeit, die jeweilige Kreditrate problemlos bezahlen zu können. Wie hoch die für Sie zu tilgende Rate ist, sollten Sie nämlich unbedingt bei der Immobiliensuche im Hinterkopf haben, damit Sie später nicht an Ihre finanziellen Grenzen stoßen. Neben Sie dafür ruhig einen Kreditrechner und auch einen Zinsrechner zur Hilfe. Die finden Sie problemlos online und bekommen so schon vor dem ersten Bankgespräch einen genauen Überblick darüber, was Sie sich leisten können und was eben nicht.

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Halten Sie bei der Finanzierung auch eine gewisse Summe an Eigenkapital zurück, damit Sie flexibel bleiben. Man weiß nie, wie die Zeiten sich verändern und ob man mal krank oder arbeitslos wird. So haben Sie immer noch ein wenig Sicherheit im Rücken.

Fehler 2: Fehlendes Eigenkapital

Gerade bei den momentanen Niedrigzinsen lassen sich viele dazu verleiten, ein Haus zu kaufen, auch wenn sie es ursprünglich gar nicht geplant haben. Wenn nicht jetzt bauen, wann dann?!, ist die allgemein verbreitete Meinung. Aus diesem Grund gibt es auch immer mehr Bauherren, die nur sehr wenig oder sogar gar kein Eigenkapital vorweisen können. Natürlich können Sie auch ohne dieses Kapital Immobilen kaufen. Jedoch erhöht sich das Risiko in diesem Fall enorm, da man dadurch in der Regel auch eine höhere Rate zahlen muss. Wenn Sie persönlich kein Eigenkapital haben, aber trotzdem ein Haus oder ein Grundstück kaufen wollen, sollten Sie sich aber nicht abschrecken lassen. Jede Bank hat ihre eigenen Konditionen und ihr individuelles Finanzierungsprogramm. Vergleichen Sie die Banken also in jedem Fall. Das geht vor allem online schnell und problemlos. Dort können Sie auch gleich einen Finanzierungsrechner zu Rate ziehen. Der wird Ihnen sagen, welche Konditionen Sie für Ihre Baufinanzierung benötigen und welche Bank diese möglicherweise anbietet. Eigenkapital zu haben, ist nichtsdestotrotz sehr von Nutzen. Denn wenn man mit dem Einsatz von ein paar Tausend Euro mehr rechnen kann, hat man gleich eine wesentliche bessere Zinskondition. Das kann Ihnen als Bauherren allein schon einiges an Kosten ersparen. Vielleicht haben Sie ja noch irgendwo einen vergessenen Bausparvertrag, den Sie nun nutzen können.

Fehler 3: Die Berechnung der Nebenkosten fehlt

Wenn Sie ein Haus kaufen und einen Kredit aufnehmen, um dieses abbezahlen zu können, sollten Sie unbedingt beachten, dass der Kaufpreis nicht lange allein bleibt. Hinzu kommen gleich zu Anfang nämlich auch die Grunderwerbssteuer, Notarkosten und eine eventuelle Maklerprovision. Diese drei Posten können gut und gerne um die 20 000 Euro verschlingen. Hinzu kommen dann natürlich auch noch die Nebenkosten, die Sie mit Strom und Wasser in Ihrem späteren Haus verbrauchen werden. Die müssen Sie auf ihre Kreditrate oben drauf rechnen. Die Summe ergibt dann die Zahl, die Sie jeden Monat tatsächlich bedienen können müssen. Die meisten Bauherren bedenken dies beim Immobilien kaufen nicht und sind dann schnell verwundert, wie die ganzen Rechnungen und zusätzlichen Kosten zustande kommen.

Fehler 4: Niedrige Tilgung lockt fälschlicherweise

Sie wünschen sich ein Eigenheim und freuen sich über den momentanen Niedrigzins. Wenn Sie jetzt noch den Prozentsatz der Tilgung auf dem Boden halten, haben Sie eine überraschend geringe Kreditrate und können sich so nebenbei sogar noch teure Hobbies oder exotische Urlaubsreisen leisten. Das klingt erstmal nach einem guten Plan, ist aber eine ganz tiefe Falle und daher ein verheerender Fehler. Viele Banken locken ihre Kunden tatsächlich mit einer Tilgung von einem Prozent. Dadurch denkt man zu Beginn, man steht finanziell trotz Kredit wirklich gut da und könne sich mehr leisten als gedacht. Der Schein trügt jedoch, da sich die Laufzeit ihrer Finanzierung enorm verlängert. Dadurch zahlen Sie viel länger Zinsen als nötig und am Ende eine höhere Kreditsumme als gewollt. Abgesehen von dem Geld, das dadurch zusätzlich drauf geht, wollen Sie zudem auch irgendwann fertig sein und das Haus Ihr Eigen nennen. Das würde bei einer Tilgung von einem Prozent erst nach rund 60 Jahren der Fall sein. Bei einer Tilgung von zwei Prozent wäre die Beendigung hingegen schon nach etwa 30 Jahren möglich. Lassen Sie sich also nicht auf die Spielchen der Bank ein und wählen Sie einen vernünftigen Prozentsatz, um Ihre Immobilie möglichst schnell und reell abzuzahlen.

Fehler 5: Kurze Zinsbindung steigert das Zinsänderungsrisiko

Wenn Sie bei Ihrem Bankberater sitzen und sich verschiedene Modelle vorrechnen lassen, werden Sie schnell merken, dass eine kürzere Zinsbindung die Kreditrate verringern kann. Das ist aber nicht unbedingt von Vorteil. Viele Hausbanken bieten Ihren Kunden ein Annuitätendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung an. Schlagen Sie hier zu, laufen Sie Gefahr, dass Sie Ihre Rate nach Ablauf dieser Zeit nicht abbezahlen können. Nach den veranschlagten zehn Jahren wird der Zins nämlich neu verhandelt und der kann dann ja auch doppelt so hoch sein. Ist das der Fall, ist das Bedienen Ihres Kredits quasi unmöglich. Vergleichen Sie daher unbedingt alle Portale und Banken, die Sie finden können. Nehmen Sie alle Mittel zur Hilfe, die Ihnen zur Verfügung stehen – sei es Zinsrechner, ein Tilgungsrechner oder auch ein kompletter Finanzierungsrechner. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, sollten Sie sich auch einen professionellen Berater an die Seite nehmen, der Sie im Rahmen der Baufinanzierung berät. Immerhin gibt es Sofortkredite, Online Kredite, andere günstige Kredite und auch den Mietkauf. Welche Option dabei für Sie die Beste ist, kann er Ihnen genau sagen. Außerdem handelt er die Zinsbindung und Tilgungsrate aus, die für Sie und Ihr Objekt ideal ist.

Fehler 6: Staatliche Förderungen werden zu wenig genutzt

Was die Meisten bei der Finanzierung einer Immobile vergessen, sind die staatlichen Förderungen. Davon gibt es nämlich eine ganze Menge, die man durchaus nutzen und somit Einiges an Geld sparen kann. Die Kfw Förderprogramme leisten beispielsweise eine finanzielle Unterstützung, sowohl für den Neubau eines Objektes als auch für Modernisierungsmaßnahmen. Auch gibt es das Baukindergeld oder die Wohnungsbauprämie, die Sie bei Ihrem Traum vom Eigenheim unterstützen kann.

Informieren Sie sich genau über die verschiedenen Programme und ihre Bedingungen. Vielleicht ist ja das Richtige für Sie und Ihre Immobilie dabei.

Wie Sie sehen, ist der Abschluss eines Kreditvertrages nicht mal eben zwischen Tür und Angel gemacht, wenn Sie ein Haus bauen oder eine bestehende Immobilie kaufen wollen. Es gibt so viele Fehler, die Sie machen können und damit entweder Jahre des Abzahlens vergeuden oder sogar bares Geld verschwenden. Denn bedenken Sie immer: Bei dem Kauf einer Immobilie und der Baufinanzierung handelt es sich in der Regel um die größte Investition in Ihrem Leben. Wer da schnelle Entscheidungen trifft und sich nicht langfristig beraten lässt, wird vermutlich viele Tausend Euro zu viel bezahlen. Die kann man gut und gerne sparen. Wenn Sie allerdings unsere Tipps beachten und immer mit einem offenen Auge auf Ihre Zahlen schauen, werden Sie sich Ihren Traum vom Haus sicher schnell und ohne Komplikationen erfüllen können.

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