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Brokkoli roh essen – Ist das giftig?

Brokkoli roh essen – Ist das giftig?

Natürlich kann man Brokkoli auf verschiedenen Wegen zubereiten. Man kann Brokkoli braten, dünsten oder allgemein kochen. Aber wussten Sie, dass man Brokkoli roh essen kann? Beim Garen werden wichtige krebshemmende Stoffe zerstört werden.

1. Brokkoli ist sehr gesund

Wie Stiftung Warentest nun berichtet, ist es viel gesünder, wenn man Brokkoli nicht gekocht, sondern roh isst. Das liegt daran, dass er sehr viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthält, die beim Brokkolikochen größtenteils zerstört werden. Allein 100 Gramm Brokkoli versorgen den Körper mit genügend Vitamin C für den ganzen Tag. Da er sehr viel Kalzium enthält, beugt er auch sehr gut Osteoporose vor. Die im Brokkoli enthaltene Folsäure ist besonders gut für schwangere Frauen, weil Folsäure die Entwicklung des Kindes unterschützt und Schwangerschaftsrisiken vermindert. Deswegen eignet es sich vor allen Dingen, den Brokkoli roh zu essen.

2. Brokkoli – ein Krebsvorbeuger?

Brokkoli enthält aber auch noch einen weiteren sehr wichtigen Stoff. Dieser heißt Sulforaphan. Dieser Stoff wirkt sich nicht nur positiv auf das Immunsystem aus, er soll sogar Krebs vorbeugen. Sulforaphan fordert den Körper dazu auf, Entgiftungsenzyme zu bilden, die eventuell den Krebs vorbeugen bzw. bekämpfen sollen. Forscher haben herausgefunden, dass der tägliche Verzehr von Brokkoli Prostatakrebs vorbeugen soll. Aber nicht nur das: Sulforaphan schützt die Haut auch vor schädlicher UV-Strahlung. So haben Tests gezeigt, dass dieser Wirkstoff die Hautrötung um bis zu 38 Prozent senkt und die Herstellung bestimmter Eiweißstoffe in den Hautzellen anregt. Diese Eiweißstoffe können die durch die Strahlung entstandenen Radikale bekämpfen, die nachweislich Krebs verursachen.

3. Es gibt viele Mögkichkeiten, Brokkoli schmackhaft zuzubereiten

Damit er seine Wirkung entfalten kann, müssen Sie Brokkoli aber auch richtig zubereiten. Wenn Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun möchten, dann sollten Sie Brokkoli roh essen. Dazu brauchen Sie den Brokkoli nur kurz waschen, bevor Sie ihn weiterverarbeiten. Die empfindlichen Röschen kann man auch wunderbar im Salat, Smoothie oder als Rohkost verwenden. Auch für Brokkolisalat gibt es hier tolle Rezepte.
Wenn Ihnen roher Brokkoli nicht schmeckt, dann können Sie auch den Brokkoli kurz dänpfen. Sie sollten aber darauf verzichten, Brokkoli zu kochen, da beim Kochen die ganzen wichtigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente verloren gehen.
So oder so gibt es viele tolle Brokkoligerichte, die einem das Brokkolizubereiten erleichtern, schauen Sie doch einfach einmal im Internet nach.

3.1. Magenbeschwerden beim Brokkolirohessen

Grundsätzlich sollten Sie nur die äußeren Röschen essen, denn im Strunk sind sehr viele Stoffe enthalten, die Blähungen und Bauchschmerzen verursachen können. Wenn Sie den Strunk trotzdem essen möchten, dann sollten Sie sich aber auf mögliche Darmbeschwerden und Durchfall einstellen.
Ein weiterer Mythos besteht, dass wenn die Röschen des Brokkoli gelb sind, er nicht mehr gut ist. Dies stimmt aber nicht. Die veränderte Farbe spricht nur dafür, dass der Brokkoli nicht mehr so frisch ist und seine Nährstoffe verliert.

Also wenn sie wieder einmal Borkkoli kochen wollen, erinnern Sie sich an unseren Hinweis, dass man Brokkoli auch roh essen kann. Wenn Ihnen der Geschmack nicht zu stark ist, ist dies sogar besser und man kann viele tolle Rezepte auch mit rohem Brokkoli zaubern.

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Bildnachweise: © Dani Vincek - Fotolia.com
Frank am 05.11.2012

"Das liegt daran, dass er sehr viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthält, die beim Kochen größtenteils "zerstört" werden" Eine ungeschickte Wortwahl, ansonsten ziemlich gelungen.

Thorsten am 07.09.2015

Zu beachten ist, dass es im Brokkolie in einer inaktiven Vorstufe vorliegt und erst durch das Enyzm Myrosinase aktiviert wird. Myrosinase ist hitze-empfindlich, deswegen lieber dünsten. Noch besser ist aber die eigene Züchtung und Herstellung von Brokkolisprossen! Einfach, schnell und spart Geld! In den Sprossen ist auch das Enyzm enthalten und das schwächt die genannten Nebenwirkungen wie Blähungen ab.

Sigrid am 21.02.2017

In einem Laden habe ich einen Brokkoli-Saft à la Smoothie gekauft. Ich habe meine ganze Umgebung während 12 h mit enorm unangenehmen Gerüchen verpestet. Also Vorsicht vor diesem Strunk... Merci für die Erklärung, tröstlich!

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