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Brokkoli roh essen – Ist das giftig?

Brokkoli roh essen – Ist das giftig?

Wussten Sie, dass man Brokkoli roh essen kann? Viele mögen ihn lieber gedünstet oder gekocht, das Problem ist nur, dass beim Garen wichtige krebshemmende Stoffe zerstört werden.

Brokkoli ist sehr gesund

Wie Stiftung Warentest nun berichtet, ist es viel gesünder, wenn man Brokkoli nicht gekocht, sondern roh isst. Das liegt daran, dass er sehr viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthält, die beim Kochen größtenteils zerstört werden. Allein 100 Gramm Brokkoli versorgen den Körper mit genügend Vitamin C für den ganzen Tag. Da er sehr viel Kalzium enthält, beugt er auch sehr gut Osteoporose vor. Die im Brokkoli enthaltene Folsäure ist besonders gut für schwangere Frauen, weil Folsäure die Entwicklung des Kindes unterschützt und Schwangerschaftsrisiken vermindert.

Wirkstoff Sulforaphan

Brokkoli enthält aber auch noch einen weiteren sehr wichtigen Stoff. Dieser heißt Sulforaphan. Dieser Stoff wirkt sich nicht nur positiv auf das Immunsystem aus, er soll sogar Krebs vorbeugen. Sulforaphan fordert den Körper dazu auf, Entgiftungsenzyme zu bilden, die den Krebs vorbeugen bzw. bekämpfen sollen. Forscher haben herausgefunden, dass der tägliche Verzehr von Brokkoli Prostatakrebs vorbeugen soll. Aber nicht nur das: Sulforaphan schützt die Haut auch vor schädlicher UV-Strahlung. So haben Tests gezeigt, dass dieser Wirkstoff die Hautrötung um bis zu 38 Prozent senkt und die Herstellung bestimmter Eiweißstoffe in den Hautzellen anregt. Diese Eiweißstoffe bekämpfen die durch die Strahlung entstandenen Radikale, die nachweislich Krebs verursachen.

Brokkoli zubereiten

Damit Brokkoli seine Wirkung entfalten kann, müssen Sie ihn aber auch richtig zubereiten. Wenn Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun möchten, dann sollten Sie ihn roh essen. Dazu brauchen Sie den Brokkoli nur kurz waschen, bevor Sie ihn weiterverarbeiten. Wenn Ihnen roher Brokkoli nicht schmeckt, dann können Sie ihn auch kurz dämpfen. Sie sollten aber darauf verzichten, Brokkoli zu kochen, da beim Kochen die ganzen wichtigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente verloren gehen. Grundsätzlich sollten Sie nur die äußeren Röschen essen, denn im Strunk sind sehr viele blähende Stoffe enthalten. Wenn Sie den Strunk trotzdem essen möchten, dann sollten Sie sich aber auf mögliche Darmbeschwerden einstellen.

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Bildnachweise: © Dani Vincek - Fotolia.com

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Frank am 05.11.2012

"Das liegt daran, dass er sehr viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthält, die beim Kochen größtenteils "zerstört" werden" Eine ungeschickte Wortwahl, ansonsten ziemlich gelungen.

Thorsten am 07.09.2015

Zu beachten ist, dass es im Brokkolie in einer inaktiven Vorstufe vorliegt und erst durch das Enyzm Myrosinase aktiviert wird. Myrosinase ist hitze-empfindlich, deswegen lieber dünsten. Noch besser ist aber die eigene Züchtung und Herstellung von Brokkolisprossen! Einfach, schnell und spart Geld! In den Sprossen ist auch das Enyzm enthalten und das schwächt die genannten Nebenwirkungen wie Blähungen ab.

Sigrid am 21.02.2017

In einem Laden habe ich einen Brokkoli-Saft à la Smoothie gekauft. Ich habe meine ganze Umgebung während 12 h mit enorm unangenehmen Gerüchen verpestet. Also Vorsicht vor diesem Strunk... Merci für die Erklärung, tröstlich!

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