Ist Chinin giftig?

Ist Chinin giftig?

Beim Chinin handelt es sich um einen medizinisch wirksamen Stoff, der auch heute noch zur Behandlung von Malaria eingesetzt wird. Stimmt es aber, dass Chinin giftig ist?

Chinin kann giftig sein
Chinin ist auch in einigen Getränken wie Tonic Water, Bitter Lemon oder dem Magenbitter enthalten und verleiht diesen ihren typisch bitteren Geschmack. Natürlich ist der Stoff in diesen Getränken nur in geringen Mengen enthalten, doch Chinin kann giftig sein, wenn es überdosiert wird.

Erfrischungsgetränke, die bei Malaria helfen
Ursprünglich waren Bitter Lemon und Tonic Water gar nicht als Erfrischungsgetränke gedacht, sondern wurden in Afrika während der Kolonialzeit als gut schmeckende Getränke angeboten, die bei Malaria helfen. Damals enthielten sie jedoch wesentlich mehr Chinin als die aktuelle Rezeptur. Heutzutage müsste man etwa 15 Liter trinken, damit das Chinin seine giftige Wirkung entfalten kann. Das sind Mengen, die man unter normalen Umständen nicht erreichen kann.

Wer darf kein Chinin zu sich nehmen?
Es gibt jedoch bestimmte Personengruppen, die sich grundsätzlich beim Genuss von chininhaltigen Getränken etwas zurückhalten sollen. Chinin kann in größeren Mengen wehenfördernd sein, sodass es bei Schwangeren unter Umständen zu vorzeitigen Wehen kommen kann. Auch Menschen, die Arzneimittel zur Blutgerinnung einnehmen müssen, sollten auf den Genuss von solchen Getränken unbedingt verzichten. Das gleiche gilt für Patienten mit geschädigten Sehnerven oder einem Tinnitus. Auch wenn Chinin in normalen Mengen nicht giftig ist, so sollte man in einigen Fällen doch Vorsicht walten lassen.

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Bildnachweise: © puhhha - Fotolia.com

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