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Pflanzen umtopfen: Zeitpunkt, Tipps zur Erde und Anleitung zum Umtopfen

Pflanzen umtopfen: Zeitpunkt, Tipps zur Erde und Anleitung zum Umtopfen

Regelmäßiges Umtopfen fördert das Wachstum und Vitalität Ihrer Zimmerpflanzen. Durch das Entfernen alter Erde wird mehr Platz für Wurzeln und neue Triebe geschaffen. Mit unseren Tipps erfahren Sie, wann Sie Ihre Zimmerpflanzen wie umsetzen, damit Ihre Pflanzen noch besser wachsen.

1. Pflanzen brauchen Platz zum Gedeihen

Da der Topf nicht mitwachsen kann, muss dieser je nach Wachstum etwa alle ein bis drei Jahre durch ein größeres Gefäß ausgetauscht werden. Ihre Zimmerpflanzen können sich entfalten und entwickeln. Sie werden es Ihnen mit einem schnelleren und prachtvolleren Wuchs danken.
Das Umtopfen ermöglicht zusätzlich eine verbesserte Standfestigkeit, da ein einseitiges Wachsen verhindert wird. Außerdem bekommen Ihre Pflanzen durch frische Erde mehr Nährstoffe und Sie entdecken schneller Schädlingsbefall oder Schimmel und können diesen entsprechend schneller bekämpfen.

Neue Pflanzen werden meist in zu kleinen Gefäßen verkauft. Um den Wurzeln, gerade für große Pflanzen, genügend Platz zur Entwicklung zu geben, sollten Sie nach dem Kauf umtopfen.

2. Der ideale Zeitpunkt für den Topfwechsel

handschuhe, pflanze und topf

Regelmäßiges Umtopfen von Pflanzen fördert das Wachstum.

Ein besonders guter Zeitpunkt für das Umtopfen ist der Beginn der Wachstumsphasen im Frühjahr, in den Monaten Februar bis April. Jedoch spätestens, wenn die Erde komplett durchwurzelt ist, braucht Ihre Pflanze einen neuen Übertopf. Sie können daher entsprechend bei Bedarf auch im Sommer oder Herbst umpflanzen.
Bei Pflanzen mit der Hauptblütezeit im Winter, wie Alpenveilchen oder Kamelie, empfiehlt sich erst nach dem Ende der Blüte zu verpflanzen. Viele Hobbygärtner schwören darauf, Ihre Pflanzen nach dem Mondkalender zu behandeln. Dabei halten sie sich je nach Mondzyklus an günstige Tage für das Umtopfen oder Schneiden der Wurzeln.

3. Zeit, Geduld, Liebe, der passende Topf und nährstoffreiche Erde

pflanze wird umgetopft

Topfen Sie Ihre Pflanzen ca. alle ein bis drei Jahre um und entfernen Sie alte Erde.

Um mit dem Umtopfen loslegen zu können, brauchen Sie ein paar wichtige Utensilien. Neben genug Platz zum Umpflanzen brauchen Sie unbedingt auch Zeit und Geduld. Nutzen Sie außerdem eine Unterlage wie beispielsweise Zeitungspapier, die dreckig werden darf oder die Sie gegebenenfalls wegschmeißen können. Besonders wichtig sind jedoch die optimale Blumenerde sowie der Topf.

3.1. Die richtige Blumenerde

Eine gute Blumenerde speichert Wasser und Nährstoffe, welche an die Pflanzen weitergegeben werden. Außerdem puffert die Erde schädliche Stoffe wie Kalk ab und schützt somit die Pflanze.

Achten Sie auf eine qualitativ hochwertige Erde, die meist etwas mehr kostet.
Billigware schimmelt oft schnell, da sie nicht steril oder ist mit Trauermücken verseucht ist. Außerdem sind der Nährstoffgehalt sowie die Zusammensetzung der günstigeren Erde meist nicht optimal für die Strukturstabilität der Pflanze.

Beim Kauf sollten Sie darauf achten, torffreie oder zumindest torfarme Blumenerde zu kaufen, um die Erhaltung der Moore zu fördern. Der fehlende Torf wird durch Kompost, Rindenhumus, Holz- und Kokosfasern ersetzt. Die genaue Zusammensetzung wird auf der Verpackung der Blumenerde angegeben. Der Nährstoffvorrat von handelsüblicher Blumenerde reicht meist 6 bis 8 Wochen, danach sollten Sie die umgetopften Zimmerpflanzen wieder regelmäßig düngen.

3.2. Der ideale Topf

Das Gefäß sollte in der Regel etwa 2 bis 3 cm größer als der vorherige Topf sein. Wenn Sie ein jährliches Umtopfen vermeiden wollen, darf der Topf auch ruhig 5 bis 6 cm größer als das alte Gefäß sein. Bestenfalls sollten zwischen Wurzelballen und Topfrand knapp 3 cm liegen.
Achten Sie außerdem darauf, dass der Topf ein Abflussloch hat. Da das überschüssige Wasser in einem Topf ohne Loch nicht abfließen kann, fangen die Wurzeln an zu faulen und die Pflanze geht ein. Aus ähnlichen Gründen sollten Sie Ihre Pflanzen nie ohne Untertopf einsetzen.

Ob Sie einen Ton- oder Kunststofftopf wählen, hängt vielerlei von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Vor- und Nachteile des jeweiligen Materials haben wir in folgender Tabelle für Sie zusammengefasst:

Topfart Beschreibung
Tontopf
  • Natürliches Material
  • Luft- und wasserdurchlässig
  • Vernässen nicht so schnell
  • Standfester aufgrund hohen Eigengewichts
  • Häufigeres Gießen notwendig
Kunststofftopf
  • Leicht
  • Gut zu reinigen
  • Halten Feuchtigkeit länger
  • Kippgefahr bei schweren Pflanzen

Für Pflanzen mit langen Wurzeln können Sie sogenannte Palmentöpfe nutzen, welche besonders hoch sind. Azaleen, die flachwurzeln, brauchen hingegen spezielle Azaleentöpfe.

4. So gelingt das Umtopfen kinderleicht

junge pflanzen

Ein besonders guter Zeitpunkt für das Umtopfen ist der Beginn der Wachstumsphasen im Frühjahr.

Das richtige Umtopfen gestaltet sich unkomplizierter als man vielleicht denkt. Mit unserer Anleitung gelingt der Topfwechsel schnell und einfach:

  • Vor Beginn des eigentlichen Umtopfens sollten Sie die Pflanze nach Schädlingen untersuchen und entsprechende Maßnahmen unternehmen.
  • Schütteln Sie dann die alte Erde vom Wurzelballen ab, eventuell müssen Sie diesen mit Ihren Fingern ein wenig auflockern.
  • Legen Sie im neuen Topf eine große Tonscherbe auf den Boden, um das Abzugsloch nicht zu verstopfen und füllen Sie frische Erde ein.
  • Setzen Sie nun die Pflanze ein und füllen Sie den Topf mit Erde auf.
  • Stößen Sie den Topf ein paar Mal auf eine harte Platte wie zum Beispiel eine Tischplatte, um alle Hohlräume gut auszufüllen.
  • Gießen Sie zum Schluss noch die Pflanze mit ein wenig Wasser.

Um unnötigen Schmutz in der Wohnung zu vermeiden, nutzen Sie am besten die Terrasse oder Garten für das Umtopfen.


Gut zu wissen
Einige Pflanzen können je nach Größe in mehrere Einzelstücke geteilt werden. Dabei ziehen Sie den Wurzelballen mit der Hand vorsichtig auseinander oder durchtrennen diesen mit einem Messer. Pflanzen Sie die Teilstücke in nicht zu große Töpfe und gießen Sie anfangs nur sparsam, bis die Teile angewurzelt sind.

5. FAQ zum Thema Pflanzen umtopfen

Muss man jede Pflanze umtopfen?

Um ein gutes Wachstum Ihrer Pflanzen zu gewährleisten, sollten idealerweise alle Zimmerpflanzen regelmäßig umgetopft werden. Beachten Sie dabei, dass Sie besonders wurzelempfindliche Pflanzen nur dann umtopfen sollten, wenn Sie es für nötig erachten. Bei einer Orchidee oder einer Palme sollten Sie demnach erst prüfen, ob ein Topfwechsel sinnvoll ist.

In welchen Fällen sollte oder muss man die Wurzeln schneiden?

Wenn Sie Pflanzen umtopfen können Sie besonders gut prüfen, ob alle Wurzeln intakt sind. Sollten einige Wurzeln vertrocknet oder verfault sein, können Sie diese Wurzeln schneiden. Auch bei großen Pflanzen, die aufgrund von Platzgründen in keinen größeren Topf gesetzt werden können, bietet sich der Rückschnitt des Wurzelballens an. Dabei schneiden Sie 2 bis 3 cm dicke Scheiben am Grund und an den Seiten des Ballens ab und setzen die Pflanze in Ihren alten Topf.

Beachten Sie, dass dies ein sehr großer Eingriff für die Pflanze bedeutet und sich diese eventuell nicht von diesem Schock erholt.

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