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Obst einkochen: So machen Sie die Früchte länger haltbar

Obst einkochen: So machen Sie die Früchte länger haltbar

Es ist schon seit vielen Jahrhunderten üblich, Obst einzukochen. Ob Birnen, Kirschen oder Äpfel – eigentlich lassen sich alle Obstsorten auf diese Weise für längere Zeit konservieren. In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Obst einkochen können und worauf Sie dabei unbedingt achten sollten.


1. Obst einkochen: Die verschiedenen Verfahren im Detail

Einkochen, einwecken, einmachen – viele Fragen sich, worin der Unterschied liegt. Ganz einfach: Wird von „einmachen“ oder „einwecken“ gesprochen, dann bedeutet das, dass das Einmachgut heiß abgefüllt wird. Das trifft beispielsweise auf Marmelade zu. Dadurch werde Keime und Bakterien in der Nahrung abgewährt.

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Wollen Sie aber die Anzahl der Keime weiter verringern, dann können Sie das Eingemachte zusätzlich noch einkochen. Beim Einkochen geht es darum, den Inhalt der Gläser durch stundenlanges Erhitzen nahezu keimfrei zu machen.

2. Welche Lebensmittel kann ich einkochen?

Beinahe alle Lebensmittel können Sie einkochen und somit haltbar machen. Sehr gut gelingen Obst- und Gemüsekonserven oder auch Marmelade sowie Saft. Bei Obst gibt es im Grunde kaum Einschränkungen. Wichtig ist, dass Sie frisches Obst verwenden. Überreife Früchte könnten womöglich gären und so würde das Eingekochte verderben.

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Übrigens: Birnen, Kirschen, Äpfel, Pflaumen sowie Johannisbeeren werden beim Einwecken am liebsten verwendet.

3. Süßes und saures Einkochen: Für jeden Geschmack das Passende

Obst in einem Glas, daneben andere Früchte und Blumen dekoriert

Obst und Gemüse können Sie ohne Probleme einkochen und auf diese Weise lange haltbar machen.

Es wird zwischen süßem Einkochen und saurem Einkochen unterschieden. Die Verfahren fallen durchaus unterschiedlich aus, weshalb wir nachfolgend auf die Details eingehen wollen:

  • Süßes Einkochen: Marmelade, Chutney, Kompott oder Gelee – wenn Sie Obst einkochen, dann immer in der süßen Variante. Die Früchte werden also zusammen mit Zucker aufgekocht, bis dieser sich aufgelöst hat und mit den Früchten verbindet. Die Fruchtmasse kommt anschließend in Gläser. Der Zucker dient maßgeblich als Konservierungsmittel.
  • Saures Einkochen: Generell funktioniert das saure Einkochen beinahe identisch. Mit dem Unterschied, dass Sie das Gemüse ohne Zucker einkochen. Sie verwenden stattdessen einen Sud aus Essig, Salz, Zucker und Gewürzen sowie Kräutern. Überwiegend eignen sich die etwas festeren Gemüsesorten wie Gurken, Zwiebeln oder Paprika zum Einkochen.

4. Obst einkochen: Welche Gläser sind geeignet?

Gläser zum Einwecken gibt es durchaus verschiedene. Sie müssen also erst einmal das passende Glas aussuchen, bevor Sie das Obst einkochen. Dabei stehen Ihnen generell 3 verschiedene Varianten zur Auswahl:

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Glas zum Einwecken

Das richtige Glas ist zum Obst einkochen entscheidend, damit der Inhalt lange haltbar bleibt.

4.1. Weckglas

Das sogenannte Weckglas ist der Klassiker. Sie wurden schon 1900 von Johann Weck erfunden, der damit im Bereich der Lebensmittelkonservierung als revolutionär galt. Deswegen wird das Einkochen übrigens umgangssprachlich auch gerne „Einwecken“ genannt.

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Diese Gläser zeichnen sich durch einen Gummiring aus und werden mit Metallspangen verschlossen. Sobald das Glas abgekühlt ist, können Sie die Spangen entfernen, denn dann halten die beiden Glasteile von alleine zusammen. Generell sind Weckgläser nur zum Einkochen geeignet, sonst schließen sie nicht dicht.

4.2. Spannbügelgläser

Praktisch an einem Spannbügelglas ist die Tatsache, dass der Deckel schon mit einem Drahtgestell an dem Glas befestigt ist. Er kann also nicht verloren gehen. Um den Inhalt luftdicht zu verschließen, wird zwischen Deckel und Glas ein Gummiring gelegt. Danach lässt sich das Glas unter Druck verschließen.

4.3. Twist-Off Schraubgläser

Einmachgläser mit Schraubverschluss werden auch „Twist-Off“ Gläser genannt. Sie sind mit einem separaten Deckel ausgestattet, der aus Kunststoff besteht. Vor allen Dingen zum Einwecken von Marmelade oder aber Konfitüre eignen sich diese Glaser hervorragend. Denn nach dem ersten Öffnen lassen sie sich immer wieder leicht schließen und öffnen.

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Tipp
Wenn Sie einen eigenen Garten haben, können Sie Früchte auch ernten und einfrieren, um sie später zu verarbeiten. Alternativ bietet es sich an, das Obst zu vakuumieren.

5. Obst einkochen: Das Einmaleins des Konservierens

5.1. Einkochen im Topf

Bevor Sie Obst einkochen, müssen Sie zuerst alle Geräte sowie Gläser gründlich reinigen. Danach verarbeiten Sie das Obst, das Sie einkochen wollen. Es muss in einem guten Zustand sein und sollte keinerlei faule Stellen aufweisen. Wiegen Sie die Lebensmittel nach der Reinigung. Das ist nötig, damit Sie, sofern Sie Rezepte verwenden, die Mengen anpassen können. Nun geht es los:

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  • Geben Sie alle Zutaten in ein sauberes Glas und verschließen Sie es.
  • Danach stellen Sie alle Gläser in einen Topf. Wobei Sie zwingend darauf achten müssen, dass sich die Gläser nicht berühren.
  • Gießen Sie Wasser in den Topf, bis die Gläser etwa zu ¾ bedeckt sind.
  • Nun müssen Sie das Wasser langsam auf 75 bis 100 Grad erhitzen
  • Die meisten Rezepte erfordern eine Einkochzeit zwischen 10 Minuten bis zu 2 Stunden. Das kann sehr unterschiedlich ausfallen.
  • Sobald die Einkochzeit verstrichen ist, lassen Sie die Gläser noch 10 Minuten im Wasser stehen.
  • Nun ist es wichtig, dass die Gläser gut abkühlen, denn so entsteht das Vakuum.

5.2. Einkochen im Backofen

Halboffener Backofen

Sie können das Obst auch im Backofen einkochen.

Sofern Sie möchten, können Sie auch im Backofen das Obst einkochen. Das geht so:

  • Geben Sie alle Zutaten in das Glas
  • Danach befüllen Sie eine Auflaufform mit Wasser und schieben diese auf die unterste Schiene in den Backofen.
  • Geben Sie nun die geschlossenen Gläser in die Auflaufform.
  • Obst müssen Sie bei rund 150 bis 160 Grad einkochen
  • Sobald sich Bläschen im Inhalt bilden, ist die Einkochzeit beendet.
  • Lassen Sie die Gläser noch eine halbe Stunde im geschlossenen Backofen stehen, bevor Sie diese zum Abkühlen herausnehmen.

6. Tipps für das Einkochen

Zuletzt können Sie hier die wichtigsten Tipps zum Obst einkochen nachlesen, sodass beim Konservieren nichts schief geht:

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  1. Verwenden Sie nur vollständig ausgereifte Früchte. Unreife Früchte bleiben bei dem Einwecken eher fest und schmecken nicht besonders gut.
  2. Kochen Sie Marmelade ein, spielt die Zuckermenge eine entscheidende Rolle. Wie viel Zucker Sie brauchen, hängt von der Obstsorte ab, denn der Zuckeranteil der Früchte fällt unterschiedlich aus. Besonders gerne wird ein Gelierzucker genommen, bei dem Sie 2 Teile Früchte und 1 Teil Zucker vermischen.
  3. Deckel und Gläser müssen steril sein, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten. Wie lange das Eingekochte hält, hängt damit maßgeblich zusammen. Unsaubere Gläser würden zeitnah schimmeln.
  4. Die Lagerung ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Eingekochtes Obst sollten Sie dunkel und kühl unterstellen – idealerweise im Keller.
  5. Die Frische ist ein weiterer Faktor, der eine wichtige Rolle spielt. Verarbeiten Sie das Obst so frisch wie möglich. Denn umso frischer das Obst, desto besser schmeckt das Ergebnis.

7. Weiterführende Literatur mit Rezepten zum Obst einkochen

Obst haltbar machen: Einkochen, einlegen, trocknen usw.
  • 200 Seiten - 01.04.2011 (Veröffentlichungsdatum) - Stocker, L (Herausgeber)


WECK Einkochbuch 00006376 deutsch, Buch zum Haltbarmachen von Lebensmittel, Einmachen von Obst & Gemüse, Anleitung zum Einkochen, gebundene Ausgabe, 144 farbige Seiten, mit Fotos
  • Einkochbuch für Neueinsteiger.
  • Umfangreiche Informationen zum Einmachen.
  • Rezepte sind leicht umzusetzen.
  • Auch für Diabetiker.
  • 144 farbige Seiten - mit Fotos.

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