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Kräuter trocknen: So machen Sie Ihre Kräuter länger haltbar

Kräuter trocknen: So machen Sie Ihre Kräuter länger haltbar

Haben Sie ein Kräuterbeet im Garten oder auf dem Balkon, das Sie mit leckeren, frischen Kräutern versorgt und wollen auf diese auch im Winter nicht verzichten? Dann sollten Sie die Kräuter trocknen. Wenn Sie Ihre Gartenkräuter richtig trocknen, können Sie auch in den kalten Monaten den Geschmack frischer, intensiver Kräuter genießen. Kräuter können Sie im Backofen, im Gefrierschrank und auch in der Mikrowelle oder aber an der Luft trocknen. Wie Sie Ihre Kräuter richtig trocknen und worauf Sie bei diesem Prozess zwingend achten müssen, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

 

1. Kräuter trocknen: Wissenswertes und Grundsätzliches

Getrocknete Kräuter sind eine Bereicherung für die Küche. Viele Gerichte schmecken mit den richtigen Kräutern einfach noch besser. Doch nicht nur zum Kochen können Sie die Kräuter aus dem Garten verwenden. Trocknen Sie beispielsweise Pfefferminze oder Kamille, können Sie sich daraus bei Bedarf einen leckeren und intensiven Tee zubereiten. Möchten Sie Kräuter aus dem eigenen Garten trocknen, kommt es auf den richtigen Erntezeitpunkt an.

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Kurz vor der Blüte können Sie die Kräuter ernten, denn dann haben sie ihr volles Aroma erreicht. Wenn Sie zu lange warten, kann das zur Folge haben, dass die Kräuter bitter oder sauer schmecken. Bei der Kräuterernte sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie die Kräuter nicht zu tief abschneiden. Sonst besteht die Gefahr, dass sie nicht mehr austreiben. Zum Trocknen werden keine Teile der Pflanzen verwendet, die schon sichtlich vertrocknet oder vergilbt sind. Der Trockenprozess sollte niemals länger als 48 Stunden dauern. Ansonsten gehen Sie das Risiko ein, dass die Kräuter neben ihrem Aroma auch ihre Wirkstoffe verlieren.

2. Die richtige Vorbereitung der Kräuter

Kräuterermte

Sie sollten die Kräuter zum richtigen Zeitpunkt ernten.

Damit die Kräuter beim Trocknen ihr Aroma auch in vollem Umfang behalten, ist der Zeitpunkt der Ernte der wichtigste Faktor. Doch auch die Vorbereitung spielt eine entscheidende Rolle. Achten Sie darauf, die Kräuter idealerweise an einem trockenen und bewölkten Vormittag zu ernten. Dann ist der Tau meistens schon vollständig getrocknet. Die Kräuter schneiden Sie ganz dicht über dem Boden ab – achten Sie aber darauf, dass Sie die Triebe nicht verletzen. Die Pflanzenteile müssen nun von Schmutz befreit werden. Verzichten Sie dabei aber auf das Waschen. Denn das Wasser würde die Trocknungsphase nur unnötig verlängern und das würde sich negativ auf das Aroma auswirken. Nehmen Sie die Blätter, Blüten und Samenstände und schütteln Sie diese ganz vorsichtig aus. Das sollte genügen, um groben Schmutz zu entfernen. Danach geht es dann auch schon an das Trocknen, denn Sie dürfen keine Zeit verlieren.

Sollten Sie in Ihrem Garten keine Kräuter haben, dann ist das kein Problem. Sie können die Kräuter kaufen und dann trocknen. Das ist überhaupt kein Hinderungsgrund. Am Ende lohnt es sich immer, wenn Sie Kräuter trocknen, denn damit verleihen Sie vielen Speisen ein ganz besonderes Aroma und verfeinern viele Gerichte auf besondere Weise.

3. Kräuter trocknen: Die verschiedenen Verfahren im Überblick

Backofen, Mikrowelle, Gefrierschrank, Dörrautomat – es gibt viele verschiedene Verfahren, auf die Sie zurückgreifen können, wenn Sie Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Dill oder Oregano trocknen wollen. Allerdings unterscheiden sich die Methoden auch im Hinblick darauf, um welche Kräuter es sich handelt. Nachfolgend gehen wir auf die gängigen Trocknungsmethoden ein, die sich im Haushalt bewähren.

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3.1. Kräuter im Backofen trocknen

Wenn Sie Kräuter trocknen möchten, können Sie dafür den Backofen verwenden. Optimal ist diese Methode für unterirdische Pflanzenteile geeignet, die einer höhen Temperatur und einer langen Trocknungsdauer standhalten. Die Anleitung ist sehr einfach: Legen Sie alle Pflanzenteile auf ein Backblech und schieben Sie dieses in den Backofen. Stellen Sie das Gerät auf 50 bis 60 Grad ein. Nun verbleiben die Kräuter für etwa zwei Stunden im Ofen. Stecken Sie beispielsweise einen Kochlöffel in die Backofentür, damit diese einen Spalt weit offen bleibt, um der Feuchtigkeit die Möglichkeit zu geben, zu entweichen.

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3.2. Kräuter in der Mikrowelle trocknen

Möchten Sie Ihre Gewürze trocknen, können Sie dafür tatsächlich auch die Mikrowelle verwenden. Allerdings gilt das nicht für alle Kräuter. Salbei trocknen Sie lieber nicht in dem Küchengerät. Doch Thymian, Majoran und Oregano eignen sich hervorragend für diese Variante. Die Anleitung ist denkbar einfach: Waschen Sie die Kräuter gründlich und geben Sie diese anschließend auf ein Küchenpapier. Wählen Sie an Ihrer Mikrowelle eine niedrige Watt-Einstellung und legen Sie die Gewürze rund 30 Sekunden auf das Gestell in der Mikrowelle. Kontrollieren Sie das Ergebnis und wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis die Kräuter richtig trocken sind. Achten Sie aber darauf, dass Sie die Kräuter niemals länger als zwei Minuten in der Mikrowelle lassen, sonst könnten sie verbrennen.

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Kräuter trocknen an einer Schnur

Die Lufttrocknung ist ein beliebtes Verfahren, wenn es um das Kräuter trocknen geht.

3.3. Kräuter an der Luft trocknen

Die Lufttrocknung ist besonders schonend und daher sehr beliebt. Sie benötigen für dieses Verfahren etwas Garn oder aber Haushaltsgummis. Nehmen Sie ein Bündel Kräuter und binden Sie es fest zusammen. Nun müssen Sie dieses Kräuterbündel auf dem Kopf aufhängen. Idealerweise in einem trockenen und möglichst staubfreien Raum. Die Zimmertemperatur sollte um die 25 Grad betragen. Umso schneller die Kräuter trocknen, desto weniger Aroma geht verloren. Die optimale Trocknungszeit beträgt 24 Stunden – 48 Stunden sollten Sie nicht überschreiten. Sobald die Kräuter trocken sind, können Sie diese abnehmen und in einem dunklen Behälter lagern. Im folgenden Video wird das Verfahren noch einmal anschaulich dargestellt:

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4. Sind alle Kräuter zum Trocknen geeignet?

Tatsächlich eignen sich nicht alle Kräuter gleichermaßen gut zum Trocknen. Es gibt durchaus Pflanzen, für die die Trockenmethode ungeeignet ist, da sie während des Prozesses zu viel Aroma verlieren.

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Nicht trocknen sollten Sie:

  • Schnittlauch
  • Dill
  • Kresse
  • Estragon
  • Weinraute
  • Petersilie
  • Basilikum
  • Sauerampfer
  • Liebstöckel
  • Kerbel

Möchten Sie diese Kräuter konservieren, sollten Sie sie lieber einfrieren. So bewahren sie ihr köstliches Aroma und bringen Sie schmackhaft durch den Winter.

5. Kräuter trocknen oder einfrieren?

Im Gegensatz dazu gibt es keine Kräuter, die Sie nicht einfrieren könnten. Das Einfrieren der Küchenkräuter ist grundsätzlich ähnlich effektiv und vor allen Dingen sehr einfach. Sie brauchen die Kräuter einfach nur als Zweig oder aber fertig gehackt in einen Gefrierbeutel geben. Wenn Sie diesen richtig in der Tiefkühltruhe lagern, brauchen Sie sich keine Sorgen hinsichtlich des Verlusts von Aroma machen.

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Geben Sie frisch gehackte Kräuter in eine Eiswürfelform und füllen Sie diese mit etwas Wasser auf. So erhalten Sie fertig portionierte Kräuterwürfel, die Sie in der Küche variabel einsetzen können.

6. Weiterführende Literatur zur Welt der Kräuter

Kräuter & Gewürze: Herkunft, Geschmack, Verwendung: Mit Rezepten für Marinaden, Dips & Co.
  • 336 Seiten - 25.01.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Dorling Kindersley (Herausgeber)

Mein Kräuter- und Blumenkochbuch: Rezepte und Tipps zu Anbau und Ernte
  • 128 Seiten - 02.03.2015 (Veröffentlichungsdatum) - Hölker Verlag (Herausgeber)

Die Kraft der Kräuter nutzen. 350 Rezepte und Tipps für Wohlbefinden, Schönheit, Küche, Haus und Garten
  • 456 Seiten - 19.08.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Löwenzahn Verlag (Herausgeber)

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