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Holzterrasse reinigen: So geben Sie Ihrer Terrasse wieder neuen Glanz

Holzterrasse reinigen: So geben Sie Ihrer Terrasse wieder neuen Glanz

Regen, Sonne, Schnee, Wind, Eis – die Holzterrasse ist allen Witterungen schutzlos ausgeliefert. Im Vergleich zu Stein oder Beton reagiert Holz vollkommen anders auf diese Einflüsse. Damit Ihre Terrasse auch in einigen Jahren noch schön aussieht, müssen Sie die Holzterrasse reinigen und pflegen. Wir zeigen Ihnen, was sie beachten müssen und worauf es bei Reinigung sowie Pflege wirklich ankommt.

1. Wie wird die Holzterrasse gereinigt?

Sowohl der tägliche Gebrauch als auch Witterungseinflüsse hinterlassen sichtbare Spuren auf Ihrer Holzterrasse. Das beginnt bei einem Grauschleier (auch Patina genannt) und geht bis hin zu kleinen Rissen in den Dielen. Die sind besonders kritisch. Immerhin kann sich hier Feuchtigkeit sammeln und den perfekten Nährboden für Pilze oder andere Schädlinge bieten.

Mit einer regelmäßigen Reinigung und Pflege können Sie jedoch verhindern, dass die Terrasse Schäden nimmt. Neben einer Grundreinigung bietet sich der Einsatz von Terrassenöl an. Das Öl schützt die Oberfläche und vermeidet sowohl Risse als auch Feuchtigkeitsansammlungen. Wenn Sie dann die Terrassendielen streichen, dann wird einerseits die Farbe aufgefrischt und andererseits hat der Grauschleier so keine Chance mehr. Dieser Prozess ist sehr aufwendig, muss aber durchaus alle paar Jahre eingeplant werden, denn auf lange Sicht ist es nicht ungewöhnlich, dass Ihrer Terrasse die Belastung anzusehen ist, mit der sie jeden Tag konfrontiert ist.

2. Die richtige Reinigung: Aus welchem Holz besteht die Terrasse?

Holzterrasse mit dem Besen reinigen

Das A und O beim Holzterrasse reinigen: Groben Schmutz zuerst entfernen.

Bevor Sie sich Gedanken über das Terrassendielen reinigen machen, sollten Sie sich zuvor damit beschäftigen, aus welchem Holz die Terrasse besteht. Generell werden hierzulande vorwiegend einheimische Nadelgehölze für Holzterrassen verbaut. Es handelt sich also zumeist um Fichte oder Kiefer. Aber auch tropische Hartgehölze wie Teak und Bangkirai sind sehr beliebt. Für die optimale Reinigung ist es wichtig, dass Sie einen Unterschied zwischen Weich- und Hartholz machen.

Bei diesen Holzarten handelt es sich um Weichgehölze:

  • Kiefer
  • Fichte
  • Douglasie
  • Lärche

Bei diesen Holzarten handelt es sich um Hartgehölze:

  • Teak
  • Fichte
  • Bangkirai
  • Cumaru
  • Merbau

Hartgehölze haben die Eigenart, dass sie durch Abrieb verschmutzen. Bei den Weichgehölzen ist hingegen der Grauschleier eher ein Problem. Prinzipiell können Sie alle Holzarten identisch reinigen. Allerdings ist die Entfernung der Patina – sofern vorhanden – durchaus aufwendiger und spezieller.

Wie Sie Kratzer aus Holz entfernen, können Sie in diesem Beitrag nachlesen.

3. Schritt für Schritt: Die Holzterrasse reinigen

Es gibt viele Tipps und Tricks, wie Sie die Holzterrasse reinigen. Das Vorgehen ist im Grunde denkbar einfach, sofern Sie strukturiert vorgehen:

  1. Nehmen Sie einen Besen und entfernen Sie alle Verschmutzungen auf der Terrasse sorgfältig. Achten Sie auch auf Sand, Steinchen oder Laubreste.
  2. Sofern die Terrasse aus Hartholz besteht, können Sie beispielsweise mit dem Gartenschlauch die Dielen erst einmal abspritzen.
  3. Nehmen Sie nun einen Terrassenreiniger oder ein Hausmittel und geben Sie das Produkt gemäß den Herstellerangaben auf die Holzterrasse. Mithilfe einer Bürste säubern Sie die Dielen gründlich. Auch die Rillen sollten Sie entsprechend reinigen. Eventuell ist hierfür ein spezielles Werkzeug nötig.
  4. Nach dem Reinigen ist es entscheidend, dass Sie die Holzterrasse austrocknen lassen. Das kann durchaus ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.
  5. Im Anschluss folgt die Pflege. Ölen Sie die Dielen frisch ein oder verwenden Sie ein Imprägniermittel, um die Terrasse vor Witterungseinflüssen zu schützen.

4. Die Terrasse reinigen: Hochdruckreiniger ja oder nein?

Wenn es darum geht, die Terrassenplatten mit dem Hochdruckreiniger zu säubern, scheiden sich die Geister. Grundsätzlich ist es so, dass die Maschine, beispielsweise vom Hersteller Kärcher, nicht für alle Holzarten geeignet ist. Weichere Nadelhölzer reagieren sehr empfindlich auf den Hochdruckreiniger. Hier kann es sein, dass die Oberfläche durch den Wasserdruck beschädigt wird. Bei Harthölzern sieht es anders aus. Mit dem Hochdruckreiniger können Sie beispielsweise den Grünbelag entfernen oder hartnäckige Verschmutzungen lösen.

5. Natürlich und umweltschonend: Die Terrasse mit Hausmitteln reinigen

Holzterrasse mit Bürste reinigen

Mit einer Bürste die Holzterrasse zu reinigen ist bei starken Verschmutzungen notwendig.

Wollen Sie Ihre Terrassenplatten reinigen und dabei auf Chemie verzichten, können Sie zu natürlichem Terrassenreiniger greifen. Ein sehr simples aber durchaus bewährtes Hausmittel wäre beispielsweise Soda, mit dem sich problemlos die Terrassendielen reinigen lassen. Dieses Produkt gibt es für wenig Geld in der Drogerie und gerade bei der Reinigung von Terrassenplatten oder aber Holzmöbeln erweist es sich als Wundermittel.

Von dem Hausmittel brauchen Sie nur ein paar Gramm. Geben Sie das Soda einfach in einen Eimer mit Wasser und warten Sie etwa eine halbe Stunde, damit sich die Lauge entwickeln kann. Nach dieser Zeit geben Sie die Lauge mithilfe einer Bürste auf die Terrassenplatten und lassen das Gemisch dort rund 3 Stunden einwirken. Anschließend einfach Wasser auf die Terrassendielen geben und gründlich bürsten.

6. Bis zur nächsten Grundreinigung: Schmutz sofort entfernen

Gut zu wissen
Idealerweise sollten Sie die Terrasse zweimal im Jahr reinigen – im Frühjahr und im Herbst. Dann stellen Sie sicher, dass die Holzterrasse auch in einigen Jahren noch gepflegt und schön aussieht.

Damit der Aufwand beim Terrasse reinigen sich in Grenzen hält, sollten Sie darauf achten, immer wieder den Schmutz zu entfernen, der sich auf der Terrasse ansammelt. Es genügt schon, wenn Sie die Dielen einmal wöchentlich fegen. Achten Sie darauf, Laub, Vogelkot oder andere Verunreinigungen bestenfalls direkt zu entfernen, sonst riskieren Sie Verfärbungen. Verwitterte oder vermooste Stellen lassen sich zu Beginn noch wesentlich einfacher abtragen. Wenn Sie immer wieder ein paar Minuten investieren, sparen Sie bei der nächsten Grundreinigung Zeit.

7. Die Holzterrasse pflegen

Abgesehen von einer regelmäßigen Reinigung ist es wichtig, dass Sie Ihre Holzterrasse auch pflegen. Es ist beispielsweise sinnvoll, wenn Sie die Terrassendielen ölen, um Risse in der Oberfläche zu vermeiden. Gleichzeitig können Sie durch diesen Vorgang verhindern, dass sich eine graue Patina bildet. Sofern Sie die Farbe des Materials erhalten wollen, können Sie auf ein transparentes Öl zurückgreifen. Hat die Holzterrasse sichtbar gelitten, bieten sich hingegen farbige Produkte an. Die sorgen dafür, dass der ursprüngliche Holzton wieder kräftiger hervortritt.

Vorwiegend geht es beim Ölen darum, die Oberfläche zu glätten und die Dielen mit einer Schutzschicht zu umgeben. Letzteres hält Wasser und Schmutz ab. Um die Terrassenplatten zu versiegeln, ist es wichtig, einen windstillen und bewölkten Tag abzupassen. Diese Wetterlage ist die optimale Voraussetzung, dass die Produkte tief in das Holz eindringen. Bei intensiver Sonneneinstrahlung würde die Fläche viel zu schnell wieder austrocknen.

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