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Hecke schneiden verboten? Das steckt hinter dem Verbot vom Heckenschnitt

Hecke schneiden verboten? Das steckt hinter dem Verbot vom Heckenschnitt

Viele Leute mögen einen gepflegten Garten. Neben einem ordentlichen Rasenschnitt gehört auch das Hecke schneiden dazu. Allerdings gibt es beim Heckenschnitt einiges zu beachten, sonst droht womöglich ein Bußgeld. Lesen Sie unseren Ratgebertext und erfahren Sie, wann das Hecke schneiden verboten ist und was Sie beim Rückschnitt einer Hecke weiterhin beachten sollten.

1. Das Bundesnaturschutzgesetz und sein Ziel

Jeder, der einen Garten besitzt, möchte diesen gern in Ordnung halten. So betreiben einige Gärtner das ganze Jahr über Gartenpflege. Andere hingegen beginnen erst im Frühling mit der Gartenarbeit. Einen großen Teil der gärtnerischen Tätigkeit nimmt oft die Pflege und der Rückschnitt von Hecken ein. Doch nur den wenigsten Gartenbesitzern ist bewusst, dass sie nicht zu jeder Jahreszeit ihre Hecke schneiden dürfen.

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Tatsächlich existiert aber ein Gesetz über Naturschutz und Landespflege, auch Bundesnaturschutzgesetz genannt, das ganz klar den Heckenschnitt regelt. Ziel des Gesetzes ist es, die Natur zu erhalten und den Lebensraum von wildlebenden Tieren zu schützen. Darunter fallen neben besonders streng geschützten Tierarten vor allem Vögel. Diese benötigen unbedingt dichte Hecken und Sträucher, damit sie ihre Nester dort bauen und ihren Nachwuchs großziehen können.

2. Vogelschutz: Deshalb ist Hecke schneiden verboten

Vogelnest im Sommer.

Dichte Heckenpflanzen schützen während der Brutzeit Vögel und ihren Nachwuchs.

Auch wenn sich viele Menschen nicht darüber bewusst sind, regelt das Bundesnaturschutzgesetz den Schutz wilder Tiere ganz eindeutig. Demnach dürfen keine natürlichen Lebensräume zerstört werden – und schon gar nicht ohne einen triftigen Grund. Vor allem Vögel suchen sich im Frühling geeignete Nistplätze. Diese finden sie häufig in dichtstehenden Büschen und blickdichten Hecken. Dort sind sie auch vor Fressfeinden wie Katzen, Raubvögeln und anderen jagenden Tieren geschützt.

Fallen Büsche und damit die Möglichkeiten zum Nestbau weg, besteht die Gefahr, dass immer mehr Vogelarten aussterben. Außerdem verschwindet mit Hecken und Sträuchern auch gleichzeitig ein wichtiger Teil der Nahrungsgrundlage. Unterhalb von Hecken ist die Erde oft leicht feucht und mit Laub bedeckt. Dort finden sich etliche Kleinstlebewesen, Raupen, Würmer und Spinnen, die Vögeln als Futter dienen.

3. Zum Zeitraum: Kein Heckenschnitt von Frühling bis Herbst

Gut zu wissen
Feldraine erfüllen eine wichtige ökologische Funktion. Sie beherbergen wichtige Brutplätze für viele Tierarten und ein breites Nahrungsangebot für Insekten.

Doch ab wann ist Hecke schneiden offiziell verboten? Ab dem ersten März beginnt die Brutzeit für Vögel, sodass ab diesem Zeitpunkt Hecke schneiden verboten ist. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Vogelarten darin, wie lange sie ihre Eier ausbrüten und wann der Vogelnachwuchs schließlich schlüpft. Nach dem Gesetz dürfen Hecken vom ersten März bis zum dreißigsten September nicht abgeholzt werden. Auch das Stutzen einer Hecke, das über einen reinen Pflegeschnitt hinausgeht, ist in diesem Zeitraum nicht erlaubt.

Damit ist ein Heckenschnitt im Sommer beispielsweise komplett verboten. Gartenbesitzer müssen mit dem Heckenschnitt bis zum Herbst warten und sollten rechtzeitig im Frühjahr damit fertig sein. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum dieser Zeitraum so lange dauert, auch das hat einen Grund: Viele Vögel wie Meisen, Amseln und Rotkehlchen brüten mehrmals im Jahr. Ein bis drei Gelege gefolgt von einer 14-tägigen Brutdauer plus die Aufzucht der Jungvögel benötigen insgesamt mehrere Monate Brutzeit.

4. Auch diese Pflanzen sollten Sie nicht zurückschneiden

Nicht nur Hecken, auch andere Gewächse unterliegen dem § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes. Für Bäume gilt zusätzlich eine besondere Baumschutzsatzung. Demnach dürfen auch folgende Pflanzen in dem oben genannten Zeitraum nicht komplett geschnitten oder gefällt werden:

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  • Bäume
  • Sträucher
  • Röhricht
  • Schilf

Auch in hohen Gräsern sowie an Wald- und Feldrändern sind während der Brut- und Setzzeit unzählige Tierarten bedroht. Deshalb herrscht ein Verbot, Unkrautbekämpfung oder andere landwirtschaftliche Maßnahmen in Gebieten wie Feldrainen, also den Randstreifen zwischen einem Acker und der üblichen Vegetation, vorzunehmen.

5. Ausnahmen: Wer ist von dem Verbot nicht betroffen?

Doch es gibt Ausnahmen von dem Verbot, im Sommer eine Hecke zu schneiden. Dazu gehört beispielsweise ein Heckenschnitt, der behördlich zugelassen ist. Das ist meistens der Fall, wenn Hecken zu stark auf die Fahrbahn einer Straße wuchern und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen.

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Hecke schneiden verboten.

Ein radikaler Heckenschnitt im Sommer ist per Gesetz verboten.

Auch Gartenbesitzer, deren Heckenpflanzen über den Gehweg wachsen, haben für die Sicherheit von Fußgängern und Autofahrern zu sorgen. Mit einer Heckenschere können überstehende Triebe problemlos gekürzt werden. Auch Äste von Sträuchern und Bäumen, die über dem Gehweg hängen und andere gefährden, gehören beseitigt.

6. Wo ist Hecke schneiden nur teilweise verboten?

Obwohl das Bundesnaturschutzgesetz zwar für das gesamte Bundesgebiet gilt, können die einzelnen Länder zusätzlich eigene Regeln aufstellen. Wir haben einmal beispielhaft einige Bundesländer tabellarisch aufgelistet.

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Bundesland Beschreibung
Baden-Württemberg
  • Heckenschnitt verboten vom 1. März bis 30. September
  • Bäume fällen im eigenen Garten ebenfalls verboten
  • Leichter Rückschnitt nur an Straßen erlaubt
Sachsen-Anhalt
  • Hecke schneiden verboten zwischen dem 1. März und 30. September
  • Fällen von Bäumen nur mit Genehmigung erlaubt
  • Kürzen von Heckenpflanzen an Straßen Pflicht
Nordrhein-Westfalen
  • Heckenschnitt zwischen dem 1. März und 30. September verboten
  • Auf den Stock setzen von Heckenpflanzen nicht erlaubt
  • Maßnahmen zur Pflege sowie Formschnitte zulässig

Je nachdem, in welchem Bundesgebiet Sie wohnen, sollten Sie im Zweifelsfalls unbedingt bei Ihrer Kommune nachfragen, welche Regel für Sie gilt und welche Ausnahmen es davon gibt.

7. Mit welchen Strafen muss man rechnen?

Hecke schneiden mit Heckenschere.

Mit einer Heckenschere ist ein leichter Formschnitt erlaubt.

Wer das Gesetz missachtet und trotz Verbot seine Hecke zurückschneidet, dem droht ein hohes Bußgeld. Da es sich bei einem Verstoß um eine Ordnungswidrigkeit handelt, sind oftmals die Ordnungsämter der Gemeinden dafür zuständig. Die Umwelt- und Grünflächenämter der Städte ahnden Zuwiderhandlungen und verhängen entsprechende Geldbußen. Wer gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstößt und seine Hecke im Zeitraum von März bis September zurückschneidet, der muss mit einer Strafe von bis zu 10.000 Euro rechnen.

8. Wann sollte man eine Hecke am besten schneiden?

Wer seine Hecke unbedingt noch im Sommer in Form bringen möchte, der sollte zunächst kontrollieren, dass sich in der Hecke keine Vögel eingenistet haben. Anschließend kann mit einem leichten Pflegeschnitt begonnen werden. Sollten sich womöglich Vogelnester in der Hecke befinden, ist es ratsam, die betroffenen Bereiche großflächig auszusparen. Wesentlich besser ist ein Heckenschnitt im Herbst oder Winter. Zu diesem Zeitpunkt haben viele Hecken ihr Laub verloren und es lassen sich auch radikale Rückschnitte vornehmen.

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9. Heckenscheren zum Stutzen und Kürzen der Hecke in der kalten Jahreszeit

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