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Fassade dämmen: Möglichkeiten der Fassadendämmung

Fassade dämmen: Möglichkeiten der Fassadendämmung

Warum ist es sinnvoll eine Fassade zu dämmen?

Auf diese Weise lassen sich Wärmeverluste minimieren. Besonders groß ist der Effekt bei älteren Gebäuden.


Wie teuer ist es, wenn ich meine Fassade dämmen lassen?

Da es verschiedene Methoden zur Außenwanddämmung gibt, lässt sich dies nicht pauschal beantworten.
Bei einem typischerweise verwendeten Wärmedämmverbundsystem können Sie mit Kosten zwischen 100 und 150 € pro qm rechnen.


Lohnt es sich, die Fassade selbst zu dämmen?

Auf diese Weise ergibt sich zwar ein hohes Einsparpotenzial. Jedoch sollten Sie sich diesen Schritt genau überlegen, da dies nicht nur eine Menge Arbeit bedeutet, sondern auch ein hohes Risiko für Fehler birgt.


Moderne Häuser verfügen in der Regel über eine exzellente Wärmedämmung, sodass nur noch wenig Energie verloren geht. Ganz anders sieht dies hingegen bei älteren Gebäuden aus, die bereits in den 1960er oder 1980er Jahren erbaut worden sind.
Auf Dämmstoffe wurde nicht immer viel Wert gelegt, sodass es im Nachhinein notwendig werden kann, eine Fassade zu dämmen.
Wie dies gelingt und welche unterschiedlichen Möglichkeiten Sie dabei haben, erfahren Sie in unserem Artikel.

1. Eine Fassade dämmen – eine Wärmebildkamera macht die Energieverschwendung sichtbar

Wenn Sie sich die Frage stellen, ob eine neue Dämmung bei einem Altbau Sinn macht, so bietet es sich an, zunächst eine Aufnahme mit der Wärmebildkamera zu machen. Auf diese Weise lässt sich relativ leicht feststellen, wie hoch der Wärmeverlust tatsächlich ist.
Besonders deutlich wird dabei häufig, dass ein Großteil der Energie im Bereich der Türen und Fenster verloren geht. Bei einem älteren Haus kann es allerdings auch vorkommen, dass das Dach neu gedämmt werden sollte oder aber die Außenfassade selbst ein Problem darstellt.

Neben dem reinen Energiegewinn hilft eine moderne Wärmedämmung dabei, dass es nicht zu Kältebrücken kommt, in denen sich Kondenswasser bilden kann. Im schlimmsten Fall führt dies zur Feuchtigkeit im Mauerwerk, sodass sich Schimmel bilden kann.

Achtung: Ist es nicht möglich, die Außenfassade zu dämmen, so können Sie auch die Innenwand dämmen. Leider führt dies jedoch dazu, dass die Räume etwas kleiner werden.
Zudem werden Sie nie die gleiche Dämmwirkung erreichen als wenn Sie das Haus von außen dämmen.

2. Die passende Dämmung auswählen – diese Möglichkeiten bieten sich für die Fassadendämmung an

Es existieren viele verschiedene Dämmmethoden, mit denen Sie je nach vorherigem Bauzustand 40 % oder sogar mehr Energie einsparen können.

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Typischerweise kommen folgende Dämmvarianten zur Anwendung:

querschnitt der waermedaemmung einer aussenwand

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie eine Fassade dämmen können.

    • Wärmedämmverbundsysteme: Diese Variante ist sehr kostengünstig, da sie direkt außen auf der Wand angebracht wird. Die bereits bestehende Fassade wird überklebt und anschließend neu verputzt.
      Im Schnitt liegen die Kosten bei ca. 100 bis 150 € pro qm.
    • Vorgehängte Fassaden: Bei dieser Wärmedämmvariante erfolgt zunächst das Errichten einer Konstruktion aus Holz oder Aluminiumprofilen, welche auf die Fassade aufgesetzt wird. Anschließend wird der Zwischenraum mit passenden Dämmstoffen gefüllt.
      Diese Möglichkeit ist wesentlich teurer und schlägt mit ca. 150 bis 300 € pro qm zu Buche.
      Der Vorteil besteht darin, dass eine Hinterlüftung möglich ist, um den Feuchtigkeitsgehalt d es Hauses besser regeln zu können.

  • Kerndämmung: Je nachdem, wie bei Ihrem Haus gebaut wurde, kommt auch eine kostengünstige Möglichkeit in Betracht, wenn Sie Ihre Fassade dämmen möchten. Fachbetriebe berechnen im Schnitt zwischen 40 und 70 € pro qm.
    Befindet sich Luft zwischen zwei Außenwänden, kann dieser Bereich mit Dämmstoffen aufgefüllt werden.
    Dazu erfolgt eine Bohrung von außen. Anschließend werden feine Dämmpartikel in die Wand eingeblasen. Die Dicke ist jedoch beschränkt, sodass die Dämmwirkung nicht so hoch ist wie bei den beiden anderen Möglichkeiten. Der Vorteil liegt, abgesehen von den deutlich geringeren Kosten, darin, dass Sie Ihr Eigenheim nicht neu verputzen müssen.

Tipp: Der perfekte Zeitpunkt eine Fassade zu dämmen ist dann, wenn Sie ohnehin eine umfassende Sanierung planen. Auf diese Weise lassen sich die Kosten deutlich senken, da ein Gerüst beispielsweise nur einmal aufgestellt werden muss.

3. Das Dämmmaterial – hier gibt es große Preisunterschiede

Neben der jeweiligen Dämmmethode können Sie zusätzlich überlegen, ob Sie Wert auf eine ökologische Fassadendämmung legen oder aber Ihr Haus sehr günstig dämmen möchten.

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Besonders preiswert ist der eher in Verruf geratene Dämmstoff Styropor. In puncto Effizienz gibt es jedoch kaum bessere Alternativen. Allerdings können giftige Dämpfe entstehen, wenn es zu einem Brand im Haus kommen sollte.

Auch sehr beliebt und recht preisgünstig ist die Fassadendämmung mit Steinwolle oder Glaswolle.
Teurer, jedoch ökologisch unbedenklich ist die Dämmung mit nachwachsenden Rohstoffen. Hier kommen besonders Hanf-, Baumwoll- und Zellulosefasern zum Einsatz. Auch spezielle Holzfaserplatten oder Korkdämmplatten sind möglich. Diese sprengen allerdings das Budget der meisten Verbraucher.

Eine neue Fassade können Sie sowohl kleben als auch dübeln. In welchen Fällen welches Verfahren Sinn macht, sehen Sie in diesem Video:

4. Die Pflicht zur Einhaltung der Energiesparverordnung

waermebild eines hauses

Mit einer Wärmebildkamera lassen sich Wärmeverluste sichtbar machen.

Wenn Sie darüber nachdenken, die Fassade Ihres Hauses zu dämmen, so sollten Sie zunächst einen Blick in die aktuelle Fassung der Energiesparverordnung werfen.

Zusätzlich bietet eine umfassende energetische Sanierung eines Wohngebäudes Ihnen die Möglichkeit, einen Teil der Kosten von der KFW ersetzt zu bekommen.
Beachten Sie allerdings die speziellen Anforderungen, wie beispielsweise zu Zusammenarbeit mit einem Energieberater.

Je nach Ergebnis können Sie sich so eine neue Heizung sparen.

5. Eine Anleitung in Kurzform – so können Sie Ihre Fassade selbst dämmen

Wenn Sie Ihre Fassade selbst dämmen möchten, können Sie sehr viel Geld einsparen. Allerdings sollten Sie bedenken, dass dies keine einfache Aufgabe ist. Entstehen später durch Unachtsamkeiten Kältebrücken, so war die gesamte Arbeit umsonst.

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Wie Sie Fassadenplatten mit Dämmung anbringen, erfahren Sie in der folgenden Anleitung:

details einer gedaemmten fassade

Arbeiten Sie sehr exakt und vorsichtig.

  • Reinigen Sie Fassade zunächst gründlich.
  • Prüfen Sie dabei, ob der Putz richtig hält oder bröckelig ist und bessern Sie problematische Stellen aus.
  • Grundieren Sie die Außenwand.
  • Legen Sie den Verlauf des Sockelprofils fest, an dem sich alle weiteren Schritte orientieren. Befestigen Sie dieses mit Spezialdübeln in der Wand.
  • Schneiden Sie die Dämmplatten passend zu.
  • Verrühren Sie den passenden Klebespachtel und tragen Sie diesen auf.
  • Kleben Sie die Platten fest, indem Sie an einer Hausecke beginnen.
  • Arbeiten Sie exakt und stets im Versatz, sodass sich das Gewicht der Platten auf der gesamten Wand verteilen kann.
  • Ist das Gebäude fertig, bringen Sie Armierungsgewebe auf und grundieren Sie die Fläche.
  • Nun folgt der Putz, sodass das Gebäude wieder optisch schön aussieht. Anschließendes Streichen ist in diesem Fall nicht notwendig.

Im Zweifel beauftragen Sie einen Fachbetrieb mit der Außenwanddämmung.

6. Weiterführende Literatur zum Thema

Energie sparen: Wasser und Strom sparen - Dämmen und isolieren
  • 80 Seiten - 14.03.2014 (Veröffentlichungsdatum) - Dähne Verlag (Herausgeber)

Ökologie und Ökonomie des Dämmens: Analyse und Bewertung von Dämmmaßnahmen in der Altbausanierung.
  • 306 Seiten - 23.05.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Fraunhofer IRB Verlag (Herausgeber)

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