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BMI berechnen: So erfassen Sie Ihren Bodymaßindex

BMI berechnen: So erfassen Sie Ihren Bodymaßindex

Wann immer es um das körperliche Wohl und die perfekte Figur geht, fällt oft die Abkürzung BMI. Wir erklären Ihnen, was sich hinter dem Body Mass Index verbirgt, wie Sie Ihren BMI berechnen können und wieso Sie Ihrem Ergebnis nicht allzu viel Beachtung schenken sollten.


1. Body Mass Index – keine Formel zum Idealgewicht

Der Body Mass Index, bekannt unter der Abkürzung BMI, wird auch als Körpermasseindex, also KMI, oder Quetelet-Kaup-Index bezeichnet, benannt nach seinem Erfinder Adolphe Quetelet. Der BMI ist eine mathematische Formel mit deren Hilfe das Verhältnis des Körpergewichts zur Körpergröße berechnet wird.

Häufig wird der BMI missverstanden als die Formel zum Idealgewicht. Viel mehr als die Rolle eines groben Richtwertes sollte ihm jedoch nicht beigemessen werden, da lediglich Größe und Gewicht einbezogen werden und die Berechnung Statur und Sportlichkeit einer Person außer Acht lässt.

Gut zu wissen
Der Body Mass Index ist nicht das Maß aller Dinge. Fühlen Sie sich unwohl oder haben Bedenken bezüglich Ihres Körpergewichts, wenden Sie sich an den Arzt Ihres Vertrauens.

Dennoch kann das Ergebnis mit der Werte-Tabelle abgeglichen werden und Aufschluss darüber geben, wo man sich selbst einordnen kann. So ist ein BMI ab 30 nahezu immer bedenklich und kann den Weg für Probleme mit der Gesundheit ebnen.

2. BMI berechnen– das Verhältnis von Körpergröße zum Gewicht

Die Anleitung, um Ihren eigenen BMI zu berechnen, ist recht einfach. Teilen Sie Ihr Gewicht durch Ihre Größe im Quadrat.

BMI = Gewicht/Größe²

BMI = Gewicht / (Größe x Größe)

Arzt schreibt das Wort BMI

Wenn Sie Ihren BMI ausrechnen, sollten Sie nicht vergessen, dass es sich hierbei lediglich um einen Richtwert handelt.

Es gibt online zahlreiche, kostenlose BMI-Rechner, die Ihnen mit ein paar Klicks Ihren BMI berechnen. Auch zahlreiche Apps rund um das Thema Sport und Ernährung bieten die Option, Ihren BMI auszurechnen.

In den meisten Auswertungstabellen bekommen Sie nicht nur das Idealgewicht anhand Ihres BMIs angezeigt, sondern es gibt verschiedene Gewichtskategorien:

  • Untergewicht
  • Normalgewicht
  • Übergewicht
  • Adipositas

3. Mann vs. Frau – Unterschiede in Statur, Fett- und Muskelanteilen

Mann misst seinen Fettanteil.

Männer besitzen generell einen etwas höheren BMI als Frauen.

Männer besitzen von Natur aus einen höheren Anteil an Muskelmasse. Frauen haben hingegen normalerweise einen größeren Fettanteil. Es existieren jedoch keine spezifischen BMI-Rechner für Frauen oder Männer.

Dafür gibt es eine besondere Auswertungstabelle für die unterschiedlichen, biologischen Geschlechter. Dort wird das Untergewicht, Normalgewicht und Übergewicht für jedes Geschlecht separiert angegeben. Dafür wurden die BMI-Werte für die Frauen um einen Punkt gesenkt. So erreicht eine Frau bereits einen Punkt vor den Männern Untergewicht oder Übergewicht.

Bei den meisten BMI-Rechnern müssen Sie genau aus diesem Grund Ihr Geschlecht angeben. Der Rechner berechnet Ihren BMI nach der gleichen Formel, ordnet Ihr Ergebnis jedoch direkt der korrekten Tabelle zu.

Klassifikation Frau Mann
Starkes Untergewicht < 15,0 < 16,0
Mäßiges Untergewicht 15,0 – 15,9 16,0 – 16,9
Leichtes Untergewicht 16,0 – 17,4 17,0 – 18,4
Normalgewicht 17,5 – 23,9 18,5 – 24,9
Übergewicht / Präadipositas 24,0 – 28,9 25,0 – 29,9
Adipositas Grad I 29,0 – 33,9 30,0 – 34,9
Adipositas Grad II 34,0 – 38,9 35,0 – 39,9
Adipositas Grad III > 39,0 > 40,0

4. Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht – es gibt Spielraum bei den Normwerten

Eine andere Variante der Auswertung ist die Sortierung nach Alter, wofür der optimale BMI für einen jeweiligen Alterszeitraum angegeben wird. Nicht nur das Alter wird in zusammengefassten Kategorien angegeben, sondern auch die BMI-Werte. So gibt es für kein Alter nur eine feststehende Zahl, sondern immer ein paar Punkte Spielraum.

Alter Optimaler BMI
19 – 24 19 – 24
25 – 34 20 – 25
35 – 44 21 – 26
45 – 54 22 – 27
55 – 64 23 – 28
älter als 65 24 – 29

Zu berücksichtigen ist, dass besonders Kinder und Jugendliche in ihren Wachstumsstadien nicht korrekt mit dem BMI erfasst werden können. Erst ab dem erwachsenen Alter, sobald der Körper ausgewachsen ist, ist eine Zuordnung des BMIs sinnvoll.

4.1. Heißt ein niedriger BMI immer Magersucht und ein hoher BMI Adipositas?


Der BMI kann nur als Richtwert begriffen werden. Man selbst sollte stets individuelle Faktoren betrachten. Ein hoher BMI kann auch bei Sportlern mit viel Muskelmasse zustande kommen. Da Muskeln schwerer sind als Körperfett, kann eine schlanke, aber trainierte Person einen identischen BMI mit einer dickeren, untrainierten Person haben. Deswegen sollten immer die Umstände mit in die Auswertung einbezogen werden.

Auch ein niedriger BMI kann andere Gründe haben als eine Essstörung, beispielsweise eine organische Erkrankung. Ist nichts in diese Richtungen bekannt und Ihr BMI liegt in der Sparte Untergewicht, sollten Sie auf jeden Fall den Dialog mit Ihrem Arzt suchen.

5. Diese Alternativen zum BMI gibt es

Frau mit Maßband um den Bauch

Die WHR gilt als gängigste Alternative zum klassischen BMI.

Es gibt zahlreiche Alternativen zum BMI. So können Sie Ihre WHR, die Waist-to-Hip-Ratio, berechnen – das Verhältnis Ihrer Taille zu Ihrer Hüfte:

WHR = Taillenumfang/Hüftumfang

Auf eine fast identische Art messen Sie Ihre WHtR, die Waist-to-Height-Ratio – das Verhältnis Ihrer Taille zu Ihrer Größe:

WHtR = Taillenumfang/Größe

Wie auch für den BMI gibt es bei diesen Formeln Rechner, die Ihnen die Berechnung erleichtern, und Ergebnistabellen, in denen Sie Ihren Wert einordnen können.

Neben WHR und WHtR gibt es noch etliche andere Berechnungsformeln, wobei die meisten die gleichen Makel aufweisen wie der BMI: Menschliche Körper sind sehr individuell und das Aufwiegen einer Handvoll Zahlen kann maximal als Richtwert, aber nie als in Stein gemeißeltes Ideal betrachtet werden.

Lassen Sie Ihre eigenen Umstände also bei der Nutzung solcher Formeln nie außer Acht.

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