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Schimmelpilze – Auswirkungen auf die Gesundheit

Schimmelpilze – Auswirkungen auf die Gesundheit

Grundsätzlich gehören Schimmelpilze zu einem gesunden Umfeld dazu und bewirken auch keine Nachteile für den Organismus. Das ist aber eben leider nicht immer der Fall – manchmal haben Schimmelpilze Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden und beeinflussen den Alltag negativ.

1. Was ist Schimmel eigentlich?

Schimmelpilze gehören zu unserem Leben dazu und sind in der Umwelt praktisch überall vorhanden. Als natürlicher Bestandteil des Lebens haben sie wichtige Aufgaben. Kritisch wird der Schimmelpilz aber, wenn er eine bestimmte Konzentration überschreitet und dann gesundheitlich bedenkliche Mengen erreicht.

Immer dann, wenn der Schimmelpilz in ein Ungleichgewicht mit seiner Umgebung fällt, kann er die Gesundheit sehr negativ beeinträchtigen. Hier hilft oft nur ein Schimmeltest, um herauszufinden, ob beispielsweise der Schimmel an der Wand gesundheitsschädlich ist und damit eine Schimmelbeseitigung notwendig wird.

2. Schimmelpilze und die Gesundheit im Wohnumfeld

Das Thema Schimmelpilze und deren Auswirkungen auf die Gesundheit wird viel diskutiert, trotzdem aber häufig noch immer stark unterschätzt. Studien haben inzwischen belegt, dass Schimmelpilze Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. Ein intensiver Zusammenhang zwischen Schimmelpilzen in höheren Konzentrationen und Atemwegserkrankungen besteht eindeutig. Auch das gesteigerte Aufkommen von Allergien wird aufgrund von Studien mit erhöhten Konzentrationen, den Schimmelpilzen zugeschrieben. Wie Sie Schimmelpilz entfernen können, ist daher ein beliebtes Thema bei Ratgebersendungen und in Magazinen geworden. Wenn sich nun ein angeblicher Sachverständiger Schimmelexperte nennt, muss dieser aber nicht automatisch seriös sein und Sie sollten aufpassen, von wem Sie sich bei der Schimmelentfernung beraten lassen.

3. Veränderungen von Krankheitsbildern in der letzten Zeit

In den letzten Jahren haben Allergien und ähnliche Erkrankungen stark zugenommen. Auch wenn hier aufgrund von verbesserten medizinischen Möglichkeiten und neuen Erkenntnissen inzwischen Besserungen erreicht wurden und viel in Schimmelbekämpfung investiert wird, gehören die Allergien nach wie vor zu den Erkrankungen, die sich im Verlauf der letzen 10-15 Jahre in ihrer Anzahl verdoppelt haben und den Alltag vieler Menschen beeinflussen. In Deutschland sind inzwischen rund 30 Millionen Allergiker zu verzeichnen, von denen allein rund 30 Prozent eine Schimmelpilzallergie haben.

Hausstaub- und Milbenallergien folgen erst mit einem Anteil von 20 Prozent der Allergieerkrankungen.

4. Woher kommen steigende Erkrankungszahlen?

Nicht zuletzt ist das relativ neue Energiebewusstsein mit Schuld an der deutlich steigenden Zahl der Schimmelpilzallergiker. Weil moderne Fenster dichter schließen und die Wärmedämmung von Häusern stetig wird verbessert wird, steigt die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit der Wohnungen, was zu gesundheitsschädlichen Schimmelpilzen an Wand oder Decke führt.

Mediziner sehen die Innenräume, also auch den Arbeitsplatz, den Kindergarten etc., als wichtigen Einflussfaktoren bei den steigende Zahlen von Allergikern. Bei der Untersuchung von Allergien und ihren Ursachen standen lange Zeit nur chemische Einflüsse im Hauptaugenmerk der Forschung. Ausgasungen von Baustoffen waren zunächst im Blickpunkt der Studien. Hier wurden Formaldehyd, PDB oder auch PCP genauer unter die Lupe genommen. Erst allmählich entwickelte sich ein Bewusstsein für die biologischen Einflüsse, denen ein Mensch im Innenraum ausgesetzt ist.

Schimmelpilze gehören zu den Stoffen, mit denen der Mensch im Innenraum praktisch dauerhaft umgeben ist. Inzwischen weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Schimmelpilze eine wichtige Rolle bei Gesundheitsstörungen haben können und dass sie Erkrankungen ebenso auslösen wie auch verstärken können.

5. Schimmelpilze und was sie auslösen können

Es gibt ein breites Spektrum an Möglichkeiten, wie Schimmelpilze die Gesundheit beeinflussen können. Dabei ist es jedoch entscheidend, um welche Schimmelpilzart es sich handelt. Die Farbe des Schimmels liefert einen ersten Anhaltspunkt, allerdings ist mit ihr allein keine zweifelsfreie Bestimmung möglich.

Bedingt durch ihre Stoffwechselprodukte können Schimmelpilze auf den Körper des Menschen eine toxische Wirkung ausüben. Auch das Immunsystem kann eine Schwächung erfahren, besonders dann, wenn ein Mensch ohnehin schon immungeschwächt ist. Neben den gesundheitlichen Beeinträchtigungen bewirken Schimmelpilze in der Umgebung des Menschen aber auch eine mehr oder weniger intensive Geruchsbelästigung.

Info
Auch Wasserschäden und bauliche Probleme am Mauerwerk können Schimmelpilzen perfekte Grundlagen zur Entstehung und Verbreitung bieten.

6. Wie entsteht Schimmel?

Nachgewiesen ist inzwischen, dass starke Zusammenhänge zwischen Infektionskrankheiten, Augen- und Atemwegsreizungen, Allergien, Müdigkeit und Gelenkschmerzen und der Schimmelpilzbelastung bestehen. Gefährlich ist, dass Schimmelpilze sich zunächst unsichtbar verbreiten, Schimmel Wand und Decke befällt und in dieser Zeit schon gesundheitliche Beeinträchtigungen bewirkt. Oft werden zunächst andere Ursachen für Erkrankungen gesucht, da man noch kein Schimmelproblem in den eigenen Wohnräumen festgestellt hat.

Frau entfernt einen Schimmelpilz mit Bürste

Langfristig können Sie den Schimmel nur mit konsequentem Lüften bekämpfen.

Sobald Sie ihn allerdings entdeckt haben, sollten Sie ihn schnellstmöglich beseitigen. Wenn Sie nun Schimmelflecken entfernen kann es passieren, dass der Organismus unter der Oberfläche weiterhin aktiv ist und sich weiter ausbreitet. Das einzige langfristige Gegenmittel ist das regelmäßige Lüften. Da die Innenraumluft generell wärmer ist als die Außenluft, kann sie mehr Wasser aufnehmen. Somit wird gerade in weniger belüfteten Räumen Schimmel in der Wohnung schon fast Tür und Tor geöffnet. Sowohl Raumecken als auch Schlafzimmerdecken und Rückseiten von Schränken bieten bedingt durch Kondenswasser, das nicht ausreichend abziehen kann, perfekte Lebensbedingungen .

Feuchte Wände sind aber nicht nur falschem Lüften oder zu nahe an der Wand stehenden Möbelstücken geschuldet, auch Tapeten können bedingt durch die Isolierung einen idealen Lebensraum für Schimmelpilze bilden und sollten beim Schimmel entfernen besonders im Fokus stehen. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit sollten Sie zudem über einen Entfeuchter nachdenken, um Schimmel auf Holz oder allgemeine Schimmelbildung zu vermeiden.

7. Schimmel im Haus

Wohl am häufigsten tritt die gesundheitsgefährdende Wirkung von Schimmel zutage, wenn sich Schimmel im Schlafzimmer, im Bad, im Keller oder am Fenster befindet. In einer solchen Schimmel Wohnung möchte man auf keinen Fall leben. Wenn von Schimmel Wand und Decke betroffen sind, müssen Sie zu Schimmelentferner oder Anti Schimmel Farbe greifen und feuchte Wände trockenlegen, um durch Schimmel verursachte Krankheiten zu vermeiden. Ein klassische Hausmittel zum Schimmel bekämpfen ist neben der speziellen Farbe gegen Schimmel ein Wasserstoffperoxid Schimmelentferner.

Etwas schwieriger wird es, wenn Schimmel in Mietwohnungen auftritt und Sie sich deshalb mit dem Vermieter über die Ursachen und Gegenmaßnahmen auseinandersetzen müssen.

In einigen Fällen kann nur ein Gutachter Schimmeltests durchführen und mit Sicherheit sagen, ob der Schimmel im Keller oder der Schimmel an der Wand eigenständig mit klassischen Schimmelentfernern wie Schimmelspray oder Anti Schimmel Farbe beseitigt werden kann oder eine komplette Schimmelsanierung notwendig ist.

8. Schimmelpilze in Lebensmitteln und ihre Auswirkungen

Auch Lebensmittel können durch ungünstige oder zu lange Lagerung von Schimmelbefall betroffen sein. Vom Verzehr solcher Lebensmittel ist in jedem Fall abzuraten. Im schlimmsten Fall kann es nämlich zu Vergiftungen und Allergien kommen. Weiter Informationen zu Schimmelpilzen auf Lebensmitteln finden Sie hier. Letztendliche Gewissheit, ob für Sie der Schimmel gesundheitsschädlich ist, kann jedoch nur ein Schimmelexperte herausfinden, indem er den Schimmelpilz testet und Ihnen sagt, ob er toxische Vergiftungen oder eine Allergie auslösen kann.

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