Bett reinigen – Tipps gegen Staub, Schmutz und Milben

Bett reinigen – Tipps gegen Staub, Schmutz und Milben

Wenn Sie regelmäßig Ihr Bett reinigen, vermeiden Sie unangenehme Gerüche und schützen sich so vor Hautkrankheiten. Beachten Sie dabei am besten unsere Tipps.

Unser Leben ist von Natur aus relativ klar eingeteilt: Eine gewisse Zeit des Tages sind wir wach, aber einen anderen Teil verschlafen wir schlicht. Anders könnten wir nicht überleben. Unser Bett dient dabei vornehmlich der Regeneration. Es sollte also rückenfreundlich und gut belüftet, hygienisch sauber und gemütlich sein.

Doch viele Menschen nehmen es mit dem rückenfreundlichen Bett und der notwendigen Hygiene nicht so genau. Aber das ist enorm wichtig, denn in einem Bett können sich mit der Zeit sehr viele Keime und Milben ansammeln, die nicht nur Hautkrankheiten, sondern auch andere gesundheitliche Folgeerscheinungen mit sich bringen können.

Krümel, Milben, Tierhaare und anderes

Nach und nach lagern sich im Bett Krümel vom Frühstückstablett, Staub und Milben, Hundehaare und Katzenhaare und manchmal sogar Schimmelsporen ab. Letzteres geschieht häufig bei Futonbetten oder einfach wattierten Sofas, die dauerhaft als Schlafsofas benutzt werden.

Die meisten Menschen betrachten ihr Bett als gemütliches Refugium und somit als Ort der Entspannung. Gelegentlich tobt man auch mal mit den Kindern darin herum und bei vielen Menschen schlummern ein Hund oder eine Katze am Fußende. Gerade das ist zum Beispiel ein Punkt, weshalb Sie Ihr Bett regelmäßig reinigen sollten.

Viele wechseln zwar regelmäßig das Bettzeug, aber das war es dann auch schon. Fragt man nach der Reinigung und Pflege von Matratzen, Bettwäsche und dem Bettrahmen, hört man oft Erstaunen aus der Stimme des Antwortenden. Er lüftet regelmäßig, aber auf die Idee, die Matratze regelmäßig zu wenden, abzusaugen oder auszuklopfen, kommt nicht jeder. Damit auch Sie in Zukunft keine wichtige Aufgabe vergessen, hier unsere Tipps, wie Sie Ihr Bett richtig reinigen.

Tipps gegen Staub, Schmutz und Milben

» Tipp 1 – Bettumrandung/Bettkasten reinigen:

Hygiene ist nicht nur zur Vermeidung von Hautkrankheiten und anderen gesundheitlichen Folgeerscheinungen notwendig, sondern auch zur längeren Werterhaltung der nicht ganz billigen Matratzen und Bettumrandung. Sie sollten die Matratze daher regelmäßig aus dem Bettrahmen nehmen und darunter Staub saugen.

Auch bei einem rundum geschlossenen Rahmen, beispielsweise einem pflegeleichten Holzbett, setzt sich Staub ab. In ihm leben obendrein auch Milben und Silberfische. Geschlossene Bettkästen sollten Sie also regelmäßig auswischen. Zudem müssen sie belüftbar sein. Sonst kann dieser praktische Stauraum die Belüftung der Matratze und des Bettzeugs behindern.

» Tipp 2 – Matratze abbürsten/absaugen/lüften:

Mindestens einmal in der Woche sollten Sie Ihre Matratze aus dem Bettrahmen nehmen, hochkant stellen, mit einer weichen Handbürste abbürsten und gründlich absaugen. Anschließend sollten Sie die Matratze dann noch auslüften.

Im Sommer können Sie diese auch in die Sonne stellen, damit die UV-Strahlen Keime abtöten können. Eine halbe Stunde Sonneneinwirkung genügt aber.
Siehe auch: Milben mürbe machen

» Tipp 3 – Matratze/Bettwäsche lüften:

Wichtig ist, dass Sie die Matratzen jeden Morgen lüften, indem Sie das komplette Bettzeug abnehmen. Das ist so wichtig, denn nachts schwitzen wir alle ein wenig. Diesem Schweiß müssen Sie durch das Lüften nun Zeit zum Trocknen geben.

Aber auch das Bettzeug selbst sollten Sie jeden Morgen gründlich lüften, denn Milben lieben keine Temperaturen unter 21 Grad. Deswegen sollten Sie Betten immer aufschütteln, gut lüften (am besten über einen Stuhl hängen und an das Fenster stellen) und aufgedeckt lassen.

» Tipp 4 – Matratze drehen:

Die Matratze wird meistens vom Hersteller mit Pflegehinweisen versehen. Das Minimum ist regelmäßiges Drehen der Matratze, was besonders bei Billigbetten und Futons zwecks Schimmelverhütung in den Watteschichten nötig ist. Das Wenden beugt aber auch einer Kuhlenbildung vor, die Ihrem Rücken mit der Zeit sonst sehr zu schaffen machen kann.

» Tipp 5 – Matratze auswechseln:

Nach circa acht bis zehn Jahren sollten Sie die Matratze dann auch mal auswechseln.

» Tipp 6 – Encasings aufziehen:

Nicht nur das Bettzeug, auch die Matratzen können mit Bettmilben belastet sein. Sie stellen sich unweigerlich ein, nichts kann sie verhindern. Ihren aggressiven Kot aber sollten Sie meiden. Mit waschbaren Encasings oder einer Auflage können Sie die Matratze zum Beispiel vor Verunreinigung schützen. Encasings auf eine schon jahrelang benutzte Matratze aufzuziehen, ist allerdings wenig sinnvoll. Am besten ziehen Sie diese auf, wenn die Matratze neu ist.

» Tipp 7 – Bettwäsche/Nachtwäsche waschen:

Betten sollten etwa alle zwei bis vier Wochen frisch bezogen werden. Im Sommer sogar lieber früher als später. Die Bettwäsche und die Nachtwäsche sollten Sie dann bei 60 Grad Celsius waschen.

» Tipp 8 – Bettdecken/Kissen reinigen:

Früher brachte man Federbetten regelmäßig zur Reinigung. Heute nutzt man hygienische Steppdecken und Allergikerbettdecken, die wesentlich leichter zu reinigen sind. Sollten Sie aber dennoch Federbetten im Haus haben, so sollten Sie diese bei 60 Grad im Feinwaschprogramm waschen. Benutzen Sie dabei am besten ein Vollwaschmittel. Aber geben Sie keinen Weichspüler in die Maschine, denn dadurch können die Federn verklumpen.

Auf die gleiche Art und Weise lassen sich meist auch alle herkömmlichen Steppdecken reinigen. Nur können Sie hier obendrein auch noch Weichspüler in die Maschine geben.

Professionelle Matratzenreinigung – Ist sie empfehlenswert?

Es finden sich auch kommerzielle Anbieter für eine Matratzenreinigung. Versprochen wird dabei eine chemiefreie Tiefenreinigung. Das Verfahren ist aber durchaus kritisch zu sehen. Nach einer Probereinigung und einem Test , der die Belastung der Matratze ermittelt, erfolgt der eigentliche Reinigungsvorgang. Er setzt beispielsweise UVC-Strahler ein, die über hochfrequente Schwingungen Keimfreiheit herstellen. Die Milbennester zerfallen und können anschließend ebenso wie vorhandene Schimmelsporen und Staub ganz einfach abgesaugt werden.

Das alles ist ja gar nicht weiter schlimm. Kritisch ist aber die anschließende Sprühbehandlung mit Isopropylalkohol und Orangenterpenöl, die die Matratze zwar desinfizieren, aber auch erhebliches sensibilisierendes Potential haben. Wenn Sie also Ihre Matratze professionell reinigen lassen möchten, dann schauen Sie sich um, welche Anbieter weitestgehend auf Chemie verzichten.

Fazit:

Sie können selbst sehr viel tun, um eine gute Hygiene im Bett herzustellen. Belastungen mit Staub, Schmutz und Milben müssen bei guter Reinigung und regelmäßigen Pflegemaßnahmen nämlich nicht sein. Beherzigen Sie einfach unsere Tipps und fühlen Sie sich in Ihrem Bett rundum wohl.

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Julian am 25.03.2014

Vielen Dank für den Hinweis mit der verwendeten Chemie bei professionellen Matratzenreinigungen. Chemie hat im Schlafzimmer wirklich nichts verloren! Vor allem, da man in der Nacht seinen Kopf ja sehr nahe an der Matratze hat und so die Chemie direkt einatmet... das muss wirklich nicht sein.

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