Zigarette gegessen – Kann ein Kleinkind daran sterben?

Zigarette gegessen – Kann ein Kleinkind daran sterben?

Es ist schon öfter mal vorgekommen, dass ein Kind eine Zigarette gegessen bzw. verschluckt hat. Aber wie sehen die Folgen aus?

Angaben auf Zigarettenschachteln sind irreführend
Es ist unbestritten, dass Nikotin zu den giftigsten Substanzen überhaupt zählt, es ist sogar giftiger als Arsen. Die tödliche Dosis liegt bei rund einem Milligramm, bei Arsen sind es immerhin 1,4 Milligramm. Die Angaben auf den Zigarettenschachteln sind leider etwas irreführend, da die Angaben des Nikotingehaltes sich in der Regel auf den Rauch beziehen.

Kleinkinder sterben nicht daran
Auch wenn der Nikotingehalt im Rauch einer Zigarette unter einem Milligramm liegt, so gilt das natürlich nicht für die Zigarette an sich. Der Nikotingehalt in der Zigarette selbst liegt nämlich durchschnittlich bei etwa 15 Milligramm, was natürlich eine sehr stolze Zahl ist, wenn man die Gefahr betrachtet, die beim Verschlucken einer Zigarette für ein Kleinkind besteht. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass ein Kind nicht stirbt, wenn es bis zu zwei Zigaretten gegessen hat, da der Körper nicht das ganze Nikotin aufnimmt. In der Regel kommt es lediglich zu Übelkeit und Erbrechen als Reaktion auf das Nikotin.

Nikotinkaugummis und Kautabak
Schweizer Toxikologen haben herausgefunden, dass es viel gefährlicher ist, wenn Kinder aus einem Behälter Flüssigkeit trinken, in der einige Zigarettenkippen herumschwimmen. Eine Gefahr geht jedoch nicht nur von Zigaretten aus, sondern auch von Nikotinkaugummis und Kautabak. Solche Genussmittel sollten immer gut verwahrt werden, damit Kleinkinder gar nicht erst daran gelangen können.

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Bildnachweise: © Daniele Depascale - Fotolia.com

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