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Vinylboden kleben: Anleitung zum Verlegen von Vinyl

Vinylboden kleben: Anleitung zum Verlegen von Vinyl

Muss ich Vinylboden kleben?

Sie können Vinyl auch schwimmend verlegen. Um Unebenheiten auszugleichen, bietet sich diese Methode an.


Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Vinyl erhalten Sie in sehr unterschiedlichen Preislagen. Während hochwertige Designbeläge oftmals mehr als 50 € pro m² kosten, können Sie auch sehr einfaches Vinyl für unter 10 € pro m² erwerben.


Worauf sollte ich beim Kauf von Vinyl achten?

“Überlegen


Vinylböden haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Besonders hochwertige Produkte, die schadstofffrei sind und nicht mit einfachem PVC von früher gemein haben, sind gefragt.
In unserem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Verlegemethoden es gibt und welche Vor- und Nachteile dies mit sich bringt.
Zudem erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie Vinylboden kleben.


1. Vinylboden verlegen – diese Möglichkeiten haben Sie

Vinyl ist ein extrem belastbarer Bodenbelag, der deutlich robuster als Laminat ist. Je nach Härtegrad können Sie problemlos mit Stöckelschuhen laufen und den Bürostuhl ohne Matte hin- und herbewegen.
Bei Parkett sind Macken nahezu vorprogrammiert. Das Abschleifen ist zwar möglich, jedoch eine teure Angelegenheit, die Sie sich bei hochwertigem Vinyl ersparen.

Wenn Sie Vinyl verlegen, können Sie auf unterschiedliche Systeme setzen:

vinyl auf einer hdf-platte verlegen

Mit einer HDF-Platte können Sie Unebenheiten ausgleichen.

  • Vollvinyl mit Klicksystem: Diese Variante ist besonders günstig und lässt sich einfach umsetzen. Allerdings sind die leichten Platten, die schwimmend verlegt werden, auch leicht zu bewegen, sodass sich diese Art der Verlegung lediglich weniger für stark genutzte Bereiche anbietet.
  • Vinyl mit einer HDF-Trägerplatte: Im Gegensatz zum einfachen Vinyl wird das Vinyl bei dieser Variante auf Holz sowie eine Dämmschicht geklebt.
    Hochwertige Produkte erreichen so eine extrem gute Trittschalldämmung. Zudem liegt die dickere Platte besser auf und Sie können kleinere Unebenheiten des Untergrunds perfekt ausgleichen.
    Die Verlegung erfolgt ebenfalls schwimmend und ist damit relativ einfach zu bewerkstelligen.
  • Klebevinyl: Vinylboden zu kleben ist deutlich aufwendiger und erfordert ein gutes handwerkliches Geschick, da sich Fehler nur schlecht ausgleichen lassen.
    Mit einer guten Untergrundbehandlung erreichen Sie so jedoch ein sehr gutes und vor allem dauerhaftes Ergebnis. Es kann sich trotz der geringen Aufbauhöhe nichts verschieben. Zudem bietet sich diese Methode bestens an, wenn Sie eine Fußbodenheizung besitzen.

Achten Sie beim Kauf des Vinylbodens nicht nur auf die Verlegemethode, sondern auch auf die jeweilige Nutzungsklasse. Je höher diese ist, desto belastbarer ist der Boden.
Eine Übersicht der Nutzungsklassen finden Sie hier.

2. Vinylboden kleben – auch hier gibt es verschiedene Methoden

Je nachdem, für welchen Boden Sie sich entscheiden, können Sie diesen auf folgende Arten kleben:

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Gut zu wissen
Bevor Sie sich für einen Boden entscheiden, nehmen Sie sich einige Muster mit nach Hause bzw. lassen sich diese zuschicken, um sie im Raum auslegen zu können.
Das Licht beeinflusst die Wirkung ungemein, sodass der Boden an einer anderen Stelle wesentlich dunkler oder heller wirken kann.
  • selbstklebender Vinylboden: Bei dieser Variante benötigen Sie keinen zusätzlichen Kleber. Stattdessen ziehen Sie lediglich eine Schutzfolie ab und befestigen die Platte direkt auf dem Boden.
  • Vinyl auf doppelseitig klebender Folie verlegen: Zunächst kleben Sie eine Folie auf dem Boden fest. Im Anschluss ziehen Sie die obere Schutzfolie ab, sodass Sie das Vinyl automatisch festkleben, indem Sie es verlegen.
  • Vinylboden auf die Dämmung kleben: Bei dieser Variante verbinden Sie die Dämmung mit dem Vinyl, jedoch nicht mit dem Boden. So erreichen Sie eine mittelmäßige Verbindung, die sich allerdings leicht entfernen lässt.
    Die bessere Idee an dieser Stelle wäre der Griff zur HDF-Platte.
  • Vinylboden in ein Kleberbett legen: Die klassische und bewährte Methode stellen wir Ihnen im nächsten Abschnitt noch näher vor.

3. Vinylboden kleben – mit dieser Anleitung gelingt es

Wenn Sie Vinylboden kleben möchten, sollten Sie bereits ein wenig handwerkliche Erfahrung mitbringen, da Sie nur dann wirklich gute Ergebnisse erreichen, wenn Sie sich sehr genau an die Anleitung halten.

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Sind Sie sich unsicher, so können Sie entweder einen Fachbetrieb mit dem Verkleben beauftragen oder Vinyl schwimmend verlegen.

Nun wollen wir Sie jedoch nicht länger davon abhalten und starten mit der Anleitung.

3.1. Den Untergrund vorbereiten – der wichtigste Schritt

Leider geschieht es besonders häufig, dass sich Heimwerker an nahezu alle Verarbeitungsschritte sehr genau halten, jedoch den Boden nur unzureichend vorbereiten.

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Da Vinylboden zum Kleben extrem dünn ist, machen sich bereits kleinste Unebenheiten deutlich bemerkbar. Der Untergrund muss daher glatt und staubfrei sein.

Gleichen Sie den Boden daher vorab aus und spachteln Sie die Fläche. Sie können Vinylboden direkt auf Estrich legen. Allerdings müssen Sie hier die Trocknungszeiten beachten.
Beginnen Sie zu früh mit der Verklebung, staut sich Feuchtigkeit, die zu schweren Schäden führen kann.

Tipp: Wenn Sie Vinyl auf Fliesen verlegen möchten, greifen Sie besser zur HDF-Trägerplatte, da sich so Unebenheiten wie Fugen überbrücken lassen.
Ansonsten müssen Sie den Untergrund zunächst komplett ausgleichen, bevor Sie Vinyl kleben können.

3.2. Das Material – diese Utensilien benötigen Sie, um einen Vinylboden zu kleben

Bevor Sie Sie mit dem Auftragen des Klebers beginnen, legen Sie sich alle Utensilien parat, um nicht später wertvolle Zeit zu verlieren.
Sie benötigen:

vinyl zuschneiden

Arbeiten Sie exakt.

  • einen passenden Klebstoffspachtel
  • geeigneten Kleber (achten Sie insbesondere darauf, ob dieser für eine Fußbodenheizung geeignet ist)
  • Winkel (um exakt gerade arbeiten zu können)
  • eine Schlagschnur (zum Ausrichten des Vinyls)
  • ein Metalllineal
  • ein Cuttermesser (zum Zuschneiden des Vinyls)
  • eine Walze (mit einem Gewicht von mindestens 50 kg)

Bevor Sie beginnen, sollte der Vinylboden mindestens 2 Tage Zeit haben, sich an die Temperatur zu gewöhnen. Verlegen Sie den Boden also nicht sofort, nachdem dieser geliefert wurde.

Wählen Sie die Zahngröße des Spachtels passend zum gewähltem Vinylboden. In der Regel gibt der Hersteller eine Empfehlung ab.

3.3. Ausmessen und anzeichnen

Am besten verlegen Sie Vinyl von der Tür aus. Natürlich können Sie auch anders beginnen. Diese Methode bietet sich jedoch an, da Sie so entlang der Hauptblickrichtung arbeiten.

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Die erste Reihe ist die schwierigste. Sie muss exakt gerade sein, unabhängig davon, ob die Wände schief sind.

Verwenden Sie daher zum exakten Ausmessen und Anzeichnen des Raums ein Lineal, Winkel sowie eine Schlagschnur.

Legen Sie die Schlagschnur exakt gerade zur Tür an und spannen Sie sie zur anderen Seite des Raums.
Diese Linie dient Ihnen als Basis für alle weiteren Hilfslinien.

Achten Sie beim Anzeichnen darauf, dass Sie die Dielen zwar nah an die Wand legen, jedoch keine Spannung entsteht. Ein Abstand von etwa 2 mm ist ideal. Auch ein wenig größere Lücken lassen sich später mit einer Wandabschlussleiste überbrücken.

3.4. Vinylboden kleben – jetzt wird es ernst

ein grosser raum mit vinylboden

Vinylboden können Sie sehr gut großflächig kleben.

Ist die Referenzlinie gezeichnet, tragen Sie den Kleber auf und verteilen diesen mit dem Zahnspachtel dünn und gleichmäßig auf dem Boden.

Nun legen Sie die erste Diele ins Kleberbrett und drücken sie vorsichtig an. Die nächste Bahn sollte etwa ein Drittel kürzer beginnen. Schneiden Sie die Diele daher entsprechend ab. Gehen Sie ebenso bei der dritten Reihe vor, bevor Sie wieder mit einer ganzen Diele beginnen.

Am besten verlegen Sie nicht mehr als 3 Reihen auf einmal, bevor die Walze zum Einsatz kommt.

Rollen Sie damit über die ersten 3 Reihen, damit sich der Kleber mit dem Vinylboden verbinden kann und keine Hohlräume entstehen.

Widmen Sie sich nun den nächsten 3 Reihen und schon bald ist der ganze Raum fertig.

Tipp: Sie können Vinyl übrigens nicht nur auf dem Boden verlegen, sondern auch eine alte Treppe damit in neuem Glanz erstrahlen lassen.

4. Typische Fehler, die Sie beim Verkleben vermeiden sollten

In den folgenden Zeilen stellen wir Ihnen einige Fehler vor, die dazu führen, dass der Boden Schaden nimmt und nicht so belastbar ist, wie es geplant war:

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  • Der Untergrund ist nicht eben.
  • Die Dehnungsfugen wurden nicht beachtet.
  • Der Kleber ist bereits vor dem Verlegen eingetrocknet.
  • Der Boden hatte nicht genügend Zeit, sich vor dem Verlegen zu akklimatisieren.
  • Die Komponenten passen nicht zusammen (der Kleber verbindet sich beispielsweise nicht mit dem Estrich).
  • Der Untergrund ist beim Verlegen noch feucht bzw. nicht komplett durchgetrocknet (frischer Estrich muss mindestens 4 Wochen durchtrocknen).
  • Der Raum wird zu früh normal genutzt, sodass der Kleber noch nicht restlos getrocknet ist.

Die einzelnen Schritte, die Sie beim Vorbereiten und anschließenden Kleben eines Vinylbodens beachten müssen, sehen Sie auch noch einmal anschaulich in diesem Video:

5. Klebstoff zum Verlegen von Vinyl günstig kaufen

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  • Einfache Anwendung – Der gebrauchsfertige Klebstoff ist für den Innenbereich vorgesehen und wird mit Rolle oder Zahnspachtel auf den sauberen Untergrund aufgetragen.
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  • Geeignete Untergründe: Beton, Zement- und Heizestrich, zementgebundene Spachtel- und Nivelliermassen, Steinholz, Gips- und Anhyrit-Fließestrich, Spanplatten (V 100) und andere feuchtigkeitsbeständige Untergründe
  • Besonderheiten: Geeignet für Räume mit Fußbodenheizung und für die Belastung mit Stuhlrollen
  • Einsatzort: Innenbereich


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