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Trauermücken bekämpfen: So werden Sie die Schädlinge los

Trauermücken bekämpfen: So werden Sie die Schädlinge los

Was sind Trauermücken?

Trauermücken sind 1 bis 7 mm kleine, schwarze Insekten, die der Familie der Mücken angehören. Ihre Larven ernähren sich von organischem Material und finden sich in feuchter Erde.


Welches sind die wirksamsten Hausmittel, um Trauermücken zu bekämpfen?

Um Trauermücken loszuwerden, können Sie Quarzsand, Kaffee oder Backpulver verwenden.


Wie kann man einem Befall vorbeugen?

Sie könnten die Erde sterilisieren, indem Sie sie backen.


Trauermücken sind kleine Insekten, die ihre Larven in feuchtem Boden nisten. Der Natur sind sie eher nützlich: So zersetzen sie Laub und andere Organismen. Befallen Sie jedoch eine Zimmerpflanze oder Pflanzen im Garten, z. B. Tomaten, werden sie schnell lästig. Und das liegt nicht nur an den Schwärmen von kleinen Fliegen, die um Ihre Pflanzen kreisen, wenn Sie diese gießen – die Larven der Fliegen in der Blumenerde fressen die Wurzeln und können Sie schlimmstenfalls Ihre Pflanzen kosten.

1. Trauermücken schaden Pflanzen

Trauermücken sind zwar mit den Stechmücken entfernt verwandt, haben aber wenig mit ihnen zu tun. Tatsächlich handelt es sich bei Trauermücken um Fliegen, die in Blumenerde nisten. So werden viele, die einen Garten besitzen mit den Schädlingen konfrontiert. Doch auch Zimmerpflanzen werden häufig befallen. Sie erkennen einen Befall daran, dass kleine Insekten um Ihre Pflanze herum fliegen bzw. ausschwärmen, wenn Sie die Pflanze gießen.

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Die Trauermücken mögen feuchte Erde und so treten sie häufig auch im Kompost auf. Eingeschleppt werden können Sie mit minderwertiger Erde, in der bereits Eier oder Larven nisten. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass die Schädlinge durch das Fenster hineingelangen. Einmal in die feuchte Erde gelangt, legen Weibchen dort bis zu 200 Eier am Tag. Den größten Schaden verursachen die Larven der Trauermücke: Diese fressen die Wurzeln und abgestorbene Pflanzenteile.

2. Trauermücken loswerden: wirksame Hausmittel

Trauermücken weltweit
Nur einige Trauermücken-Arten befallen Pflanzen und können Schaden anrichten. Tatsächlich existieren weltweit etwa 1.800 (bekannte) Arten. Fossile Funde deuten an, dass es bereits vor 130 Millionen Jahren Trauermücken gab.

Leiden Sie unter einem Befall von Trauermücken, sollten Sie vorerst für einige Zeit das Gießen der Pflanze unterlassen, um den Boden auszutrocknen. Im Anschluss können Sie folgende Mittel und Hausmittel anwenden:

        • Gelbtafeln: sind im Baumarkt erhältlich. Diese klebrigen Tafeln dienen dazu, die erwachsenen Insekten einzufangen.
        • Kaffee: Gießen Sie eine halbe Tasse Kaffee, halb/halb gemischt mit Wasser, in die Erde. Dieser tötet die Larven ab. Eine Schicht Kaffeesatz auf der Erde hindert die Weibchen zusätzlich daran, neue Eier zu legen.
        • Legen Sie eine etwa 1 cm dicke Schicht Quarzsand auf die Erde. Das hindert die Insekten daran, neue Eier in die Erde zu legen.
        • Backpulver: bzw. Natron ist ein Allrounder und erfüllt viele Zwecke. Streuen Sie eine dünne Schicht auf die Erde: Die Larven werden sterben, wenn Sie das Backpulver fressen.
        • Streichhölzer: Brennen Sie drei bis vier Streichhölzer an und stecken diese den Kopf voran in die Erde. Der Schwefel bekommt den Larven nicht gut.
        • Ein wirksames Mittel erhalten Sie auch, wenn Sie 4 EL Essig mit 2 EL Wasser und einem Schuss Spülmittel in einer Schüssel mischen. Stellen Sie das Mittel neben Ihre Pflanze – die Insekten werden vom Duft angelockt und fliegen geradewegs in die Falle.

        3. Trauermücken bekämpfen mit Nematoden

        Als besonders wirksames biologisches Mittel, um Trauermücken loszuwerden, hat sich auch der Einsatz von Nematoden erwiesen. Bei Nematoden handelt es sich um Fadenwürmer, die in der Erde leben. Auch Nematoden können Schädlinge sein – bestimmte Arten können Obst oder Gemüse, wie z. B. Tomaten, befallen. In der Regel dringen sie über die Wurzeln in die Pflanze ein und schädigen diese.

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        Die SF-Nematoden (Steinernema feltiae) können jedoch als Nützlinge verwendet werden, um Trauermücken zu bekämpfen. Diese Art tötet die Larven der Trauermücke. Dafür müssen Sie lediglich das Nematoden-Pulver in Wasser auflösen und Ihre Pflanze damit gießen. Innerhalb von zwei bis drei Wochen sollte die Anwendung spätestens Früchte tragen.

        Für den Einsatz von Nematoden ist eine Bodentemperatur von 12 °C erforderlich. Um dauerhaft von Trauermücken verschont zu bleiben, empfiehlt es sich, Nematoden zwei bis drei Jahre hintereinander auszubringen. Da Nematoden lichtempfindlich sind, sollte die Anwendung an einem bedeckten Tag oder abends erfolgen.

        4. So können Sie dem Befall vorbeugen

        Um dem Befall von Trauermücken bzw. Fliegen in der Blumenerde vorzubeugen, können Sie die Erde vorab sterilisieren, indem Sie die Erde backen. Verteilen Sie die Erde auf einem Backblech und backen Sie diese für 20 Minuten bei 200 °C.

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        Vermeiden Sie außerdem Staunässe und gießen Sie nicht mehr als notwendig. Eine Schicht Quarzsand oder feiner Kiesel kann ebenfalls vorbeugend in den Blumentopf gelegt werden.

        5. Biologische Mittel um Trauermücken zu bekämpfen

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        • Die Nematoden werden einfach mit dem Gießwasser ausgebracht und sind auch mit anderen biologischen Pflanzenschutzmaßnahmen kombinierbar.
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        • Die Anwendung ist ganzjährig möglich. Eine Bodentemperatur von 8-28 °C ist erforderlich. Die Anwendung von nemaplus SF Nematoden zur biologischen Schädlingsbekämpfung ist für Menschen, Haustiere und Pflanzen ungefährlich.
        • Die Nematoden sollten am Besten kurz vor der Ausbringung bestellt und kühl gelagert werden (2-8 °C). Haltbarkeitsdatum beachten.


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