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Seide waschen: Waschgang, Temperatur und Tipps

Seide waschen: Waschgang, Temperatur und Tipps

Kann ich Seide in der Waschmaschine waschen?

Inzwischen besteht kaum mehr ein Unterschied zwischen einer schonenden Wäsche in der Maschine im Vergleich zur Handwäsche, sodass Sie diese Option durchaus nutzen können.


Was muss ich beachten, wenn ich Seide in der Maschine wasche?

Stellen Sie ein Schonprogramm ein, verzichten Sie auf den Schleudergang und achten Sie auf eine niedrige Temperatureinstellung von nicht mehr als 30 °C.


Darf Seide in den Trockner?

Seide sollte nicht im Trockner getrocknet werden. Stattdessen empfiehlt sich das schonende Trocknen im Liegen.


Seide gehört seit jeder zu den elegantesten und schönsten Stoffen überhaupt. Leider ist es jedoch nicht ganz so einfach, Seide richtig zu reinigen.
In unserem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Seide waschen können, was Sie dabei beachten sollten und wie Sie Flecken auf Seide entfernen.


1. Seide waschen – mit diesen Grundregeln gelingt es

Zum Glück sind die meisten modernen Waschmaschinen dafür ausgelegt, auch mit empfindlichen Stoffen bestens zurechtzukommen. Handwäsche ist daher nur noch in den seltensten Fällen tatsächlich notwendig.

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Dennoch gibt es einige Aspekte, die Sie beachten sollten, wenn Sie Seide waschen. Die wichtigsten Punkte haben wir kurz für Sie zusammengefasst:

eine frau mit elegantem seidenkleid

Damit Seide so aussieht, bedarf es guter Pflege.

  • Stellen Sie bei Ihrer Waschmaschine ein Programm für Fein- oder Schonwäsche ein. Am besten eignen sich Kurzprogramme von nicht mehr als 30 Minuten.
  • Verzichten Sie am besten auf den Schleudergang oder stellen Sie die Drehzahl sehr niedrig ein. Mit 400 bis 600 Umdrehungen pro Minute sollten die meisten Kleidungsstücke aus Seide keine Probleme haben.
  • Die Temperatur liegt im Idealfall bei nicht mehr als 30 °C. Stellen Sie hingegen eine höhere Temperatur sein, so kann dies die empfindlichen Seidenfasern schädigen.
  • Verwenden Sie am besten ein Waschmittel für Seide oder zumindest ein Feinwaschmittel. Klassisches Vollwaschmittel ist indes nicht geeignet, da die Farbe schnell verblasst und zu starke Enzyme als Flecklöser zum Einsatz kommen, die bei Naturseide zur Auflösung der Eiweißverbindungen führen können.
  • Zum Schutz des Stoffs, nutzen Sie Wäschebeutel. So kommen die Fasern nicht mit der Trommel in Kontakt und können nicht an anderen Kleidungsstücken hängenbleiben. Bei Seidenbettwäsche können Sie aufgrund der Größe auf einen Wäschebeutel verzichten.
  • Verwenden Sie keine weiteren Zusätze. Die Nutzung von Weichspüler führt beispielsweise dazu, dass die Fasern verkleben.
  • Waschen Sie neue Kleidungsstücke aus Seide stets separat, um ein Abfärben auf den Rest der Wäsche zu verhindern.

Achtung: Einige Seidenstoffe reagieren empfindlich auf den Kontakt mit Wasser und bedürfen der chemischen Reinigung. Lesen Sie daher stets das Etikett auf der Kleidung.

Wie Sie eine Seidendecke waschen, sehen Sie kurz und knapp in diesem Video:

2. Handwäsche – bei manchen Kleidungsstücken eine Option

handwaesche

Reiben Sie Seide beim Waschen nicht.

Haben Sie ein besonders schönes Seidenkleid, bei welchem Ihnen die Reinigung in der Maschine zu stark erscheint, so können Sie Seide auch per Hand waschen.

Nehmen Sie dazu ein wenig Seidenwaschmittel und vermischen Sie es mit lauwarmem Wasser. Nun legen Sie das Kleidungsstück hinein und bewegen es vorsichtig hin und her.
Vermeiden Sie eine zu lange Einwirkzeit. Etwa 3 bis 5 Minuten in diesem Bad reichen völlig aus, um normale Verschmutzungen zu beseitigen.

Im Anschluss spülen Sie die Seide gründlich mit kaltem Wasser ab. Um die Farben aufzufrischen und die Fasern zu glätten, können Sie Seide auch kurz in ein Gemisch aus kaltem Wasser und Essig legen.
Auch dieser Vorgang sollte jedoch nicht länger als ein paar Minuten andauern. Zudem ist der Geruch von Essig relativ stark.

3. Seide trocknen – so gelingt es


Kommt die Seide tropfnass aus der Waschmaschine, bietet es sich an, die Kleidung zunächst vorsichtig in ein Handtuch einzurollen und sanft auszudrücken.
Wringen Sie Seide bitte nie direkt aus, da die Fasern in nassem Zustand sehr empfindlich sind. Im schlimmsten Fall brechen die Fasern.

Je nachdem, wie nass das Kleidungsstück ist, müssen Sie Seide nach dem Waschen in ein zweites Handtuch wickeln und den Schritt wiederholen.

Im Anschluss lassen Sie Seide am besten liegend trocknen oder verwenden Sie spezielle Formbügel.
Auf keinem Fall sollte Seide in der Sonne trocknen. So verblassen die Farben leicht.

Tipp: Wenn Sie Seide bügeln möchten, so achten Sie darauf, eine niedrige Temperatur einzustellen, stets von links zu bügeln und zusätzlich ein Trockentuch als Schutz zu verwenden.

4. Flecken aus Seide entfernen

Gut zu wissen
Aus einem Kilogramm Kokons werden ca. 250 g Seidenfäden gewonnen. Mehr zur interessanten Herstellung echter Seide erfahren Sie hier.

Verzichten Sie beim Reinigen von Seide auf typische Hausmittel. Am besten eignen sich Waschbenzin oder reiner Alkohol, um Flecken zu beseitigen.

Als Erstes tupfen Sie den Fleck trocken, sodass die Fasern der Seide nicht aufquellen können.
Erst in einem zweiten Schritt kommen Waschbenzin oder Alkohol zum Einsatz. Tupfen Sie dazu mit einem Tuch direkt über den Fleck. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu reiben. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Fleck zwar entfernt wird, die Fasern jedoch aufgeraut sind.

5. Wäschebeutel in verschiedenen Größen einfach online bestellen

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