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Farbe entsorgen: Dort gehören alte Farben und Lacke hin

Farbe entsorgen: Dort gehören alte Farben und Lacke hin


Darf ich Farbe im Restmüll entsorgen?

Ist die Farbe bereits eingetrocknet, handelt es sich um Restmüll. Flüssige Farbreste hingegen werden als Sondermüll behandelt.


Wo kann ich flüssige Farben und Lacke abgeben?

Je nach Region stehen Ihnen Wertstoffhöfe oder Schadstoffmobile zur Verfügung.


Muss ich für die Entsorgung etwas bezahlen?

Die Abgabe von Farben und Lacken ist auf Wertstoffhöfen oftmals kostenlos möglich.
An Schadstoffmobilen zahlen Sie für die Entsorgung hingegen meist Gebühren, die sich von Ort zu Ort unterscheiden.



Ist die Renovierung abgeschlossen, können wir uns im Idealfall über perfekt gestrichene Wände und eine harmonisch auseinander abgestimmte Farbgestaltung freuen.
Doch was passiert anschließend mit den übriggebliebenen Utensilien? In unserem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Lacke und Farbreste entsorgen.
Zudem erhalten Sie Tipps, wie Sie Wandfarbe am besten lagern, um diese nicht gleich wegwerfen zu müssen.

1. Lacke und Farbe entsorgen – so geht es richtig

Bleiben nach der Neugestaltung der eigenen vier Wände noch Reste der Wandfarbe oder Lacke übrig, die Sie für den Neuanstrich der Treppe verwendet haben, so stellt sich schnell die Frage der Entsorgung.
Sie können Farbe, ganz gleich, ob es sich dabei um Kreidefarbe, Dispersionsfarbe oder aber stark lösemittelhaltige Lacke handelt, nicht einfach im Hausmüll entsorgen.
Haben Sie noch flüssige Farbreste, so handelt es sich dabei um Sondermüll.
Je nach Wohnort können Sie Ihre Farbe entweder

  • auf dem örtlichen Wertstoffhof abgeben
  • oder an einem Schadstoffmobil entsorgen.
alte farbeimer

Alte Farbe können Sie nicht in der Mülltonne entsorgen.

In aller Regel ist die Entsorgung auf dem Wertstoffhof für Sie kostenlos. Bei der Abgabe alter Farben an einem Schadstoffmobil können jedoch teils hohe Kosten auf Sie zukommen.
Leider gibt es diesbezüglich keine einheitlichen Regeln, da die Müllversorgung in den Bereich der Kommunen fällt.

Für eingetrocknete Farbreste gilt indes eine Ausnahme, da diese keine flüchtigen Stoffe mehr enthalten. Komplett eingetrocknete Farbeimer können Sie daher im Restmüll entsorgen.

Handelt es sich bei Ihnen nur um kleine Reste, so bietet es sich unter Umständen an, die Farbreste auf Zeitungspapier zu verteilen und trocknen zu lassen oder aber den Farbeimer im Freien zu öffnen und mit etwas Sand abzubinden, sodass keine flüchtigen Stoffe mehr vorhanden sind.

Alte Farbreste können Sie leider in aller Regel nicht spenden, da es sich um gefährliche Substanzen handelt.

2. Materialien zum Streichen entsorgen

Gut zu wissen
Entsorgen Sie alte Farbreste einfach im Hausmüll müssen Sie mit teils sehr hohen Bußgeldern rechnen.
Die aktuellen Sätze der einzelnen Bundesländer können Sie hier nachlesen.

Beim Streichen und Lackieren bleiben meist nicht nur Farbreste übrig. Auch Pinsel, Abdeckfolien sowie Eimer sind nicht unbedingt mehr zur weiteren Verwendung geeignet.
Möchten Sie diese entsorgen, können Sie dies über die Restmülltonne tun. Ebenso wie bei eingetrockneten Farbresten kommt es nicht mehr zur Verflüchtigung von Dämpfen, da die Farbe bereits getrocknet ist.

Um Pinsel zumindest während der Renovierungsphase nutzen zu können und nicht sofort entsorgen zu müssen, waschen Sie diese stets gründlich mit Wasser aus.
Verwenden Sie Lack, so ist in der Regel ein Verdünnungsmittel notwendig, um die Pinsel sauber zu bekommen.

3. Farbreste richtig lagern – so bleiben Lacke und Farben lange haltbar


Wenn Sie streichen, müssen Sie die Farbreste im Anschluss nicht gleich wegwerfen. Haben Sie aktuell keinen weiteren Verwendungszweck für die Farben, so bewahren Sie sie einfach auf.
Gut verschlossen und richtig gelagert sind hochwertige Farben über mindestens 2 Jahre, meist sogar deutlich länger haltbar. Haben Sie die Farbe jedoch bereits verdünnt, sinkt die Haltbarkeit rapide.
Gleiches gilt, wenn Verunreinigungen in den Farbeimer gelangen.
Bewahren Sie die Farbe am besten im Keller auf. Dort herrschen das gesamte Jahr über ähnliche Temperaturen und die Farbe ist vor Frost geschützt.

Tipp: Setzen Sie am besten nicht auf sehr günstige Baumakt-Farbe, sondern bevorzugen Sie mittel- bis hochpreisige Farben.
Die Farben überzeugen nicht nur in puncto Deckkraft, sondern sind meist auch deutlich länger haltbar.

4. Alte Farbreste verwenden – in diesem Fällen ist es möglich

verschiedene farbeimer

Manch eine Wandfarbe können Sie auch nach ein paar Jahren noch verwenden.

Haben Sie noch ein paar Farbreste auf dem Dachboden entdeckt, die ausreichen könnten, um Ihr Projekt zu realisieren, so prüfen Sie zunächst, ob die Farbe noch gut ist.
Mit der Zeit setzen sich Löse- und Bindemittel auf der Oberfläche ab und bilden einen Film auf der Farbe. Dies beeinträchtigt die Qualität jedoch nicht. Vielmehr lässt sich die dickflüssige Konsistenz durch kräftiges Umrühren schnell wiederherstellen.

In diesen Fällen sollten Sie alte Farbe jedoch besser entsorgen und nicht mehr verwenden:

  • Die Farbe stinkt: Auch wenn Farbe stets einen recht starken Eigengeruch hat, so riecht schlechte Farbe meist faulig oder modrig. Solch eine Farbe sollten Sie direkt entsorgen, um Schimmelbildung beim Streichen vorzubeugen.
  • Die Farbe ist zähflüssig oder klumpig: Ist der Eimer nicht optimal verschlossen, so kann Feuchtigkeit leicht entweichen. Trocknet die Farbe bereits an, so bilden sich Klümpchen, die sich auch beim Streichen an der Wand zeigen.
    Setzen Sie also besser auf neue und ensorgen Sie die alte Farbe.

Woran Sie schlechte Farbe erkennen, sehen Sie noch einmal in diesem Video:

5. Mit hochwertigen Farben und Farbrollen fällt die Renovierung leichter

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