Richtig bohren – 4 Tipps & Tricks

Richtig bohren – 4 Tipps & Tricks

Sie sind gerade dabei, ein altes Haus zu renovieren oder Ihrem Heim einfach mal wieder einen Tapetenwechsel zu geben? Dann sind Sie vor Bohrarbeiten nicht gefeit. Die können unter Umständen allerdings gar nicht so ungefährlich sein. Worauf Sie also achten sollten, um bei einem Umbau richtig bohren und sicherer arbeiten zu können, verraten wir Ihnen in unseren Tipps.

Wenn die Renovierung ansteht

Ganz egal, ob eine große Sanierung ansteht oder Sie lediglich Ihr Badezimmer renovieren wollen. Eine der grundlegenden Aufgaben eines Heimwerkers sind Bohrarbeiten. So verschrauben Sie beispielsweise Rigips Platten, um diese später zu tapezieren oder nach dem Verspachteln die Wände streichen zu können. Und auch beim Anbringen von Hängeschränken oder Gardinenstangen sind Sie auf Bohrmaschine und Akkuschrauber angewiesen. Ein fachmännischer Umgang mit diesem Werkzeug ist daher von großer Wichtigkeit. Immerhin reicht ein unachtsamer Moment und der Arbeitsunfall ist vorprogrammiert.

Tipp
Stromleitungen sind in Installationszonen vertikal und horizontal an der Wand zu finden. Daher sollten Sie diese Bahnen besonders im Bereich der Steckdosen und 10 bis 45 cm oberhalb des Fußbodens, unterhalb der Decke und rundum Fenstern und Türrahmen außen vor lassen.

Auf Nummer Sicher gehen!

Damit beim Bauen, Bohren und Schrauben auch garantiert nichts passiert, ist es wichtig, immer konzentriert zu arbeiten und allen Fehlern schon im Voraus aus dem Weg zu gehen. Tragen Sie daher möglichst feste Arbeitskleidung. Gerade Frau sollten zudem darauf achten, dass keine langen Haare über das Werkzeug hängen und sich so möglicherweise im Bohrer verfangen. Die größten Unfallherde sind allerdings Rohre und Kabel, die hinter der Wand liegen und so für Ihr Auge versteckt sind. Treffen Sie diese mit der Bohrmaschine, kann es zu Beschädigungen der Rohre und lebensbedrohlichen Stromschlägen kommen.

Leitungen und Rohre orten mit dem Bosch Truvo

Um bei einem Umbau kein Stromkabel oder Wasserrohr zu treffen, ist es von Vorteil, vorab eine Ortung durchzuführen. Am besten funktioniert dies mit einem Leitungsfinder oder auch Metallsuchgerät. Viele Erfahrungsberichte und Kundenempfehlungen sind beispielsweise für das Bosch Ortungsgerät Truvo zu finden. Mit diesem Gerät können Sie ganz einfach die Wand scannen, die Sie bearbeiten wollen und so nicht nur Eisen, sondern auch Nichteisenmetalle und stromführende Leitungen aufspüren. Vor allem das leicht zu verstehende Ampelsystem mit entsprechenden Warntönen macht die Handhabung besonders einfach. So wissen Sie nach wenigen Sekunden, wo gebohrt werden darf und wo besser nicht. Dabei ist es nicht von Belang, wie dick Ihre Wandverkleidung ist. Bis zu 7 cm Tiefe kann Bosch Truvo nämlich Eisenmetalle orten. Bei Stromleitungen arbeitet das Gerät immerhin bis zu 5 cm. Rigips und dicke Tapetenschichten sind damit also leicht zu überwinden.

Worauf Sie beim Bohren achten sollten

Bevor Sie nach dem Orten möglicher Wasserrohre oder Kabel nun die Bohrmaschine schwingen, sollten Sie allerdings zu erst sicherstellen, dass Sie auch wirklich richtig bohren. Es ist nämlich ganz egal, ob Sie mit einem Holzbohrer oder Metallbohrer arbeiten – Arbeitsschutz und fachmännische Werkzeugführung sollten immer an erster Stelle stehen, damit nichts daneben geht. Unsere 4 Tipps helfen Ihnen dabei, Sanierung oder Umbau zu meistern und sicherer zu arbeiten.

Tipp 1: Bohrloch markieren

Nachdem Sie die Wand auf Eisenmetalle und ähnliches untersucht haben, sollten Sie nun an einer passenden Stelle das gewünschte Bohrloch mit einem Bleistift anzeichnen. Bei glatteren Untergründen, wie beispielsweise Fliesen, kann sich dies unter Umständen etwas schwierig gestaltet. Helfen kann hier ein Stück Kreppband.  Kleben Sie es einfach auf die Stelle und setzen die Markierung darauf. Das verhindert zudem gerade beim Badezimmer renovieren das Abrutschen des Bohrers, wenn Sie mit dem Bohren beginnen.

Tipp 2: Bohrer auswählen und Bohrlochtiefe markieren

Haben Sie das Bohrloch markiert, ist es nun an der Zeit, den richtigen Bohrer auszuwählen. Dabei ist nicht nur die jeweilige Stärke wichtig, sondern auch, durch welches Material Sie eigentlich bohren wollen. So können Sie unter anderem zwischen Stein-, Holz- und Metallbohrer wählen.

Wollen Sie eine mit Rigips verkleidete Wand durchbohren, um dort zum Beispiel einen Spiegel oder Hängeschrank anzubringen, eignet sich ein Metallbohrer der Stärke 5 oder 6 am besten.

Um beim Bohren sicherer zu gehen, dass Sie auch wirklich die gewünschte Tiefe erreicht haben, sollten Sie vorab den ausgewählten Bohrer abmessen und die passende Stelle markieren. So können Sie bereits während des Bohrvorgangs kontrollieren, ob das Loch schon tief genug ist oder nicht.

Tipp 3: Im 90 Grad Winkel bohren

Nun geht es endlich ans Bohren! Dafür nehmen Sie eine stabile Position mit festem Stand ein und bringen den Bohrer mit Bohrmaschine im 90 Grad Winkel an die Wand. Nur so können Sich gewährleisten, dass das Loch auch wirklich gerade in die Wand gebohrt wird und nicht nach oben oder unten abdriftet. Bohren Sie nun gerade und ohne zu großen Druck so lange, bis Sie die gewünschte Bohrtiefe erreicht haben.

Tipp 4: Bohrloch reinigen und prüfen

Ist das Bohrloch tief genug, saugen Sie es mit einem Staubsauger aus. So können Sie verbliebenen Bohrstaub und kleine Steinchen entfernen und damit Dübel und Schraube den besten Halt garantieren. Schieben Sie nun einen passenden Dübel in die Wand und kontrollieren, ob das Bohrloch groß und tief genug ist. Ist dies nicht der Fall, korrigieren Sie es mit einem erneuten Bohren einfach ein wenig nach.

Wie Sie sehen, ist es gar nicht so schwer, mit Bohrmaschine und Akkuschrauber umzugehen. Wenn Sie richtig bohren wollen und unnötigen Fehlern und Unfällen aus dem Weg gehen wollen, sollten Sie allerdings auf einige kleine Punkte achten. So ist beispielsweise vorab das Orten von möglichen Rohren und Leitungen von großer Wichtigkeit. Außerdem sollten Sie auf angemessene Kleidung und einen sicheren Stand achten, damit Ihnen nichts passieren kann. Unsere 4 Tipps sollten Ihnen zudem dabei helfen, auf Anhieb richtig bohren zu können, ohne spätere Korrekturen vornehmen zu müssen. Probieren Sie es aus. Auch für Heimwerker Anfänger müssen Dübel und Schrauben keine Hindernisse sein.

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