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Plastikmüll vermeiden: Tipps um Plastikmüll im Alltag zu reduzieren

Plastikmüll vermeiden: Tipps um Plastikmüll im Alltag zu reduzieren

Verpackungen, Spielzeug, Kochutensilien – Plastik findet sich bestimmt auch in Ihren Haushalt. Der Kunststoff ist nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Warum auch nicht, das Material ist nützlich, flexibel und billig. Dabei vergessen wir jedoch allzu gern, dass Plastik schädlich für unsere Umwelt und unseren Organismus sein kann. Aus diesem Grund versuchen viele Menschen Kunststoff zu vermeiden und ihren Plastikkonsum zu senken. Um wirklich sinnvolle Maßnahmen im eigenen Alltag durchzusetzen, steht uns oft Unwissenheit und Bequemlichkeit im Weg. Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Plastikmüll vermeiden.

1. Plastikmüll ist ein globales Problem

Nicht nur Umweltaktivisten erkennen das Gefahrenpotenzial von Plastik. Renommierte Forscher und anerkannte Organisationen vermuteten schon länger die traurige Wahrheit, die sich immer mehr bewahrheitet: Plastikmüll lässt unseren Planeten sterben.

Da das Material praktisch unverwüstlich, wasserunlöslich und über mehrere Jahrhunderte hinweg haltbar ist, wird Kunststoff besonders in der Natur zum Problem. Die Abfälle werden durch Wasser und Wind abtransportiert und in unsere Gewässer getragen. Dadurch steigt die Menge an Mikroplastik und es entstehen große Müllstrudel, die Wasserlebewesen über kurz oder lang ihre Grundlagen zum Leben nehmen. Wenn wir nichts ändern, werden unsere Meere und Strände weiter verschmutzen, bis wir selbst keine saubere Lebensgrundlage mehr haben und auch unsere Nahrung wie Obst und Gemüse verseucht ist.

Alarmierend: Greenpeace fand 2018 Mikroplastik in Wasserproben, welche sie in der Antarktis entnommen haben.

2. Was können Sie dagegen tun?

Die einfachste Methode etwas zu unternehmen, ist den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl an Alternativen zum Plastik Sparen.

Plastikalternative Einsatzgebiet
Glas
  • Getränkeflaschen
  • Verpackungen, wie zum Beispiel für Milch
  • Strohhalme
Papier
  • Einkaufstaschen
  • Verpackungen, wie zum Beispiel für Müsli
Holz
  • Zahnbürsten
  • Kochutensilien
Edelstahl
  • Getränkeflaschen
  • Brotdosen
  • Coffee-To-Go Becher
Stoff
  • Einkaufstaschen
  • Verpackungen, wie zum Beispiel für Reis
  • Taschentücher
  • Windeln

3. Tipps um Plastik zu vermeiden

Wenn wir es wollen, können wir vieles erreichen. Dafür braucht es nützliche Lösungsansätze auf unterschiedlichen Ebenen. Eine Weiterentwicklung des Recyclingsystems, weniger Plastik in Lebensmittelverpackung und Co. und striktere Auflagen bei der Herstellung des Kunststoffs. Darüber hinaus können Sie als Verbraucher den Markt steuern, indem Sie vermehrt alternative Verpackungen einkaufen oder auf plastikfreie Produkte zurückgreifen, die Müll sparen.

plastikmuell zum recyclen

Plastikmüll zu vermeiden, ist gut für die Umwelt.

Es gibt eine Vielzahl an Tipps, wie man Plastik vermeiden kann. Die meisten davon sind einfach im Alltag umzusetzen und können bei konstanter Befolgung einen großen Teil bewirken und den Unterschied machen. Wir geben Ihnen Inspirationen und Ideen, für einen bewussteren Umgang mit Plastik.

3.1. Bei der Körperhygiene

Alltägliche Produkte, die einen hohen Anteil am Plastikmüll in jedem Haushalt ausmachen, können schnell und einfach durch praktische Alternativen ersetzt werden:

  • Seifenstück statt Plastikspender
  • Zahnbürsten aus Bambus oder Maisstärke
  • Duschseife oder Duschgel selbst herstellen
  • Menstruationstassen oder waschbare Binden statt Tampons

3.2. In der Küche

Gerade beim Kochen oder in der Küche ist es empfehlenswert, auf Plastik zu verzichten, da sich bei hohen Temperaturen kleine Plastikteilchen lösen können und somit in unsere Nahrung kommen.

  • Leitungswasser statt Mineralwasser in Plastikflaschen
  • Kochutensilien aus Holz statt Kunststoff
  • Vorratsgläser statt Plastikdosen, Frischhalte- oder Alufolie
  • Frisch kochen anstatt Fertiggerichte in Plastikverpackungen

3.3. Beim Einkauf

Die Nachfrage bestimmt das Angebot: Wenn wir umweltschonende Alternativen kaufen, wird auch der Handel mit dem Umdenken anfangen.

  • Gemüse und Obst ohne Plastikverpackung

    glasflasche und wasser

    Ersetzen Sie Plastikprodukte z. B. mit Gegenständen aus Glas, Holz oder Edelstahl.

  • Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle, Leinen oder Hanf
  • Auf alternative Verpackungen achten
  • Einkaufen im Unverpackt-Laden

Inzwischen gibt es in vielen Supermärkten auch waschbare Gemüse- und Obstnetze, wodurch Sie die Plastiktüte hunderprozentig ersetzen können.

4. FAQ zum Thema Plastikmüll vermeiden

 Ist ein Leben ohne Plastik möglich?

Bisher noch nicht. Sie können versuchen, weitestgehend auf Plastik zu verzichten, leider wird es Ihnen unsere Gesellschaft schwermachen. Doch bereits ein Reduzieren des Kunststoffs im Alltag ist ein wertvoller Beitrag zu weniger Plastikmüll im Meer. Da viele Händler immer noch in Plastikverpackungen oder teilweise kunststoffverpackt verkaufen, ist es sehr schwierig, gänzlich auf das Material zu verzichten. Jedoch kommen aufgrund der hohen Nachfrage immer mehr Alternativen auf den Markt.

2020 soll ein Verbot für Plastiktüten umgesetzt werden. Nach der Einführung der freiwilligen Selbstverpflichtung des Handels 2016, die keine kostenlosen Plastiktüten mehr vorsieht, sank der Verbrauch von Kunststofftüten signifikant. Mit dem Verbot will das Umweltministerium nun die endgültige Abschaffung der Plastiktüten erreichen.

Wie gefährlich ist Mikroplastik?

Da Mikroplastik in unseren Gewässern treibt, wird es von Fischen, Würmern und anderen Tieren gefressen. Die Folge: Das Tier hat einen vollen Magen, kann das Plastik jedoch nicht verdauen und muss verhungern, obwohl es gefressen hat.

plastikflasche wird weggeschmissen

Denken Sie daran, Ihren Plastikmüll richtig zu entsorgen, damit er recycled werden kann.

Diese Fische werden dann von Fischerbooten gefangen und landen somit auf unseren Tellern, was wiederum ein direktes gesundheitliches Risiko für uns bedeutet.

Auch andere gesundheitsschädliche Stoffe wie organische Schadstoffe und Metalle gelangen auf diesen Weg in unser Verdauungssystem oder über unsere Schleimhäute in unsere Körper. Diese Stoffe entstehen vor allem bei der Verarbeitung und Herstellung des Kunststoffes. Somit können leicht Gefahrenstoffe wie giftige Farbstoffe, Flammschutzmittel, Weichmacher und UV-Stabilisatoren in die Natur und unsere unmittelbare Umwelt gelangen. Das Mikroplastik ist schwer zu erkennen, da es meist einen Durchmesser von weniger als 5 mm hat und in mehr alltäglichen Produkten wie Waschmittel und Co. versteckt ist, als man denkt.

Vergessen Sie nicht das richtige Recyclen von Plastik. Manchmal kann Kunststoff wiederverwertet werden. Außerdem gelten Recycling und Verwertung als naturschonendste Möglichkeiten, Kunststoffabfälle zu beseitigen. Sammeln Sie aus diesem Grund Ihren Plastikmüll separat und entsorgen Sie diesen in den dafür festgelegten Mülltonnen. Werfen Sie Kunststoff nicht in die Restmülltonne.

5. Weiterführende Literatur zum Plastikmüll vermeiden



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