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Nasenbluten stoppen – 7 Tipps & Tricks

Nasenbluten stoppen – 7 Tipps & Tricks

Es ist schnell passiert: ein Ball oder anderer Gegenstand trifft aus Versehen die Nase und diese fängt an zu bluten. Was zunächst dramatisch aussieht, lässt sich meist ganz schnell wieder stoppen. Doch was tun gegen Nasenbluten bei Kindern oder Erwachsenen? Wie das genau funktioniert und welche Nasenbluten Ursachen es noch gibt, erfahren Sie hier.

Ursachen für Nasenbluten

Es gibt verschiedene Nasenbluten Ursachen und die meisten davon sind relativ harmlos. Ausgelöst wird es nicht nur durch einen akuten Stoß auf die Nase, sondern auch ein starkes Niesen oder Blut beim Nase putzen (z. B. Nasenbluten bei Erkältung) können schuld sein, dass die Nase blutet. Auch trockene Heizungsluft sowie Allergien können die Schleimhäute der Nase so austrocknen lassen, dass die Gefäße leichter einreißen und zu bluten beginnen. Was auch häufiger als Ursache für Nasenbluten auftritt, ist das Nasenbluten beim Kind oder Kleinkind. Das kann zum Beispiel nach zu heftigem Popeln passieren oder wenn sich aus Versehen etwas in die Nase gesteckt wurde. Aber auch wenn Kinder sehr schnell wachsen, zum Beispiel in der Pubertät, kann es häufiger zu Nasenbluten beim Kind kommen. Sie fragen sich nun, was tun bei Nasenbluten? Hier zeigen wir Ihnen einige Tipps und Hausmittel zum Blutung stoppen, mit denen Sie das Ganze schnell wieder in den Griff bekommen.

Tipp 1: Den Kopf nach vorne beugen

Hartnäckig hält sich die Meinung, dass man bei Nasenbluten den Kopf in den Nacken legen soll. Das stimmt aber nicht und führt nur dazu, dass das Blut den Rachen herunterläuft und es so auch zu Übelkeit und Erbrechen mit gleichzeitiger Gefahr des Einatmens kommen kann. Vielmehr sollte sich der Betroffene aufrecht hinsetzen und den Kopf leicht nach vorne beugen. Auch Taschentücher sollten nicht in die Nasenlöcher gestopft werden, da diese beim Herausziehen eine erneute Blutung verursachen können. Weiterhin sollten Sie das Blut nicht die ganze Zeit an der Nase abwischen, damit die Gerinnung nicht gestört wird.

Tipp 2: Ruhe bewahren

Wichtig ist, dass Sie Ruhe bewahren, wenn Sie das Nasenbluten stillen wollen. Denn wenn Sie aufregt sind, haben Sie einen höheren Blutdruck und es blutet noch mehr, als wenn Sie sich ruhig hinsetzen und sich Schritt für Schritt an die empfohlene Vorgehensweise halten. Wenn Sie selber verletzt sind, können Sie die Maßnahmen leicht selber durchführen. Allerdings ist es immer hilfreich, wenn eine zweite Person Sie dabei unterstützen kann, damit Sie mit der blutenden Nase nicht durch die ganze Wohnung laufen müssen. Hat ihr Kind, sollten Sie das komplett übernehmen, insbesondere bei Kleinkindern, die in solch einer Situation oft große Angst haben.

Tipp 3: Nasenflügel zusammendrücken

Sehr effektiv ist es, wenn Sie mit zwei Fingern die Nasenflügel zusammendrücken, um die Blutung zu stoppen. Setzen Sie sich dazu aufrecht hin, beugen Sie den Kopf nach vorne und drücken Sie mit dem Zeigefinger und Daumen direkt unterhalb der Nasenknochen für einige Minuten die Nasenflügel zusammen. So wird die Blutung in den meisten Fällen schnell gestoppt.

Wichtig
Wenn trotz aller Maßnahmen das Nasenbluten nicht aufhört, sollten Sie einen Arzt rufen!

Tipp 4: Nacken kühlen

Zusätzlich können Sie noch einen Kühlakku oder auch einen kalten Lappen in den Nacken legen, um dem Nasenbluten Herr zu werden. Dadurch wird ein Reflex in der Nase ausgelöst, durch den sich die Gefäße in der Nase zusammenziehen und die Blutung so noch schneller gestoppt werden kann. Es sollte Ihnen dadurch also schnell wieder besser gehen.

Tipp 5: Einer Nasenblutung vorbeugen

Damit Sie erst gar kein Nasenbluten bekommen, können Sie verschiedene Dinge vorbeugend tun. Wichtig ist, dass Sie immer Ihre Schleimhäute schön feucht halten, damit die Gefäße nicht so leicht einreißen können. Das gilt insbesondere, wenn Sie erkältet sind oder unter einer akuten Allergie leiden. Geeignete Mittel sind hier zum Beispiel spezielle Nasensalben, aber auch Luftbefeuchter sorgen dafür, dass Ihre Schleimhäute geschmeidig bleiben. Manche bevorzugen auch regelmäßige Nasenduschen oder das Inhalieren mit Kochsalzlösung. Was sonst noch hilfreich ist, ist viel trinken, das Vermeiden von zu häufigem Nase putzen und eine vitaminreiche Ernährung. Besonders das Vitamin K sorgt für eine gut funktionierende Blutgerinnung. Enthalten ist das Vitamin zum Beispiel in grünem Gemüse wie Brokkoli oder Spinat.

Tipp 6: Oft Nasenbluten oder Nasenbluten ohne Grund?

Nicht immer lässt sich eine konkrete Ursache für das Nasenbluten finden. Wenn plötzliches Nasenbluten ohne erkennbaren Grund auftritt oder Sie regelmäßig häufiges Nasenbluten haben (z. B. Nasenbluten bei Stress, Nasenbluten in der Nacht), sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, was die Ursache für Ihr ständiges Nasenbluten ist und die entsprechende Therapie einleiten. Denn starkes Nasenbluten bzw. ständiges Nasenbluten ist nicht normal und kann auf Dauer auch zu einer Blutarmut führen. Wenn Sie unter Nasenbluten in der Schwangerschaft leiden, sollten Sie das natürlich auch sofort Ihrem Frauenarzt sagen, damit die Gesundheit des Ungeborenen durch den Blutverlust nicht beeinträchtigt wird. Häufig ist Nasenbluten in der Schwangerschaft jedoch normal, da sich die Blutgerinnung durch die Hormone verändern kann. In schweren Fällen kann auch eine Therapie (z. B. Nasenbluten Medikamente oder Nase veröden) nötig sein, wenn immer wieder starkes Nasenbluten vorkommt. Das gilt insbesondere dann, wenn als Ursache Blutgerinnungsstörungen, Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen festgestellt wurden.

Tipp 7: Nach dem Nasenbluten stoppen – richtig verhalten

Wichtig ist, dass Sie sich nach dem Nasenbluten schonen. Etwa zwei Tage besteht hier noch die Gefahr, dass die Blutgefäße in der Nase erneut einreißen. Deshalb sollten Sie auf das Nase putzen und festes Reiben an der Nase verzichten. Tragen Sie möglichst eine pflegende Salbe auf die Nasenschleimhaut auf, damit diese schön feucht und weich gehalten wird. Das funktioniert am besten mit einem Wattestäbchen, mit dem Sie die Nasensalbe ganz vorsichtig in der Nase auftragen können. Regelmäßiges Lüften sowie das Aufstellen eine Luftbefeuchters unterstützt den Heilungsprozess.

Fazit

Ob Nasenbluten bei Erkältung, durch einen Unfall, Stress oder ohne erkennbare Ursache – wichtig ist, dass Sie richtig reagieren und das Nasenbluten stoppen. Wenn Sie Ruhe bewahren und die hier vorgestellten Maßnahmen für plötzliches Nasenbluten oder häufiges Nasenbluten durchführen, lässt sich dieses in den meisten Fällen schnell in den Griff bekommen. Erst wenn es gar nicht aufhört zu bluten, ist der Gang zum Arzt zu empfehlen. Beim Nasenbluten bei Kindern sollten Sie noch schneller handeln und bei einer nicht zu stoppenden Blutung den Notarzt alarmieren.

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Bildnachweise: © Robert Kneschke - Fotolia.com

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