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Können beim Schielen die Augen stehen bleiben?

Können beim Schielen die Augen stehen bleiben?

Möchte man jemanden aufheitern, dann zieht man meist Grimassen. Oftmals wird dabei auch geschielt. Bei vielen ist der Mythos verbreitet, dass die Augen beim Schielen stecken bleiben können. Doch stimmt das wirklich?

1. Können die Augen wirklich stehen bleiben? Es ist kein Fall bekannt

Sicher kennt fast jeder noch die Warnung seiner Eltern, dass die Augen stehen bleiben können, wenn man absichtlich schielt. Kinder machen sich ja oft einen Spaß daraus, Grimassen zu schneiden und dabei die Augen zu verdrehen. Schimpft man sie deswegen aus, machen sie es meist erst recht. Bisher ist jedoch in der Geschichte noch kein Fall bekannt, dass bei einem Menschen tatsächlich die Augen dabei stehen geblieben wären. Von daher ist nicht davon auszugehen, dass an dieser Behauptung etwas Wahres dran ist.

2. Augenmuskulatur kann sich nicht verkrampfen

Die Vermutung könnte natürlich daher stammen, dass vielen Eltern bei diesen Spielchen erst auffällt, dass ihr Kind tatsächlich ein wenig schielt. Das hat aber auf keinen Fall etwas damit zu tun, dass das Kind zuvor Grimassen geschnitten hat, denn die Augenmuskulatur kann sich nicht verkrampfen. Oftmals hört man auch noch Eltern sagen, dass die Augen stehen bleiben, wenn man schielt und sich dabei erschreckt. Das ist jedoch völliger Unsinn.

3. Was passiert beim Schielen?

Unfreiwilliges Schielen hingegen ist ein Krankheitsbild und wird in Fachkreisen Strabismus genannt. Normalerweise schauen beide Augen in die selbe Richtung oder auf dasselbe Objekt. Beide Bilder die dabei entstehen, werden vom Gehirn zu einem schlüssigen Bild zusammengesetzt. Beim Strabismus hingegen schielt meist ein Auge unfreiwillig. Manche Augen wandern sogar in eine andere Richtung, während die Person versucht, das Objekt oder den Punkt mit beiden Augen anzublicken und zu fokussieren.

Diese Sehbehinderung kann zu Einschränkungen im dreidimensionalen Sehen führen. Schielt ihr Kind nicht nur aus Spaß sondern unfreiwillig, sollten Sie daher einen Arzt aufsuchen.

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Bildnachweise: , M.Dörr & M.Frommherz/AdobeStock

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