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Decke abhängen: Kosten und Anleitung zum Zimmerdecke abhängen

Decke abhängen: Kosten und Anleitung zum Zimmerdecke abhängen

Im Zuge eines Hauskaufs oder einer Wohnungsrenovierung lassen sich nicht nur Wände und Böden gestalten, sondern auch die Zimmerdecken. So kann es in einigen Fällen von Vorteil sein, die Decke abzuhängen. Andere Gründen für eine abgehängte Zimmerdecke sind rein optischer Natur. Lesen Sie dazu in unserem ausführlichen Ratgeber wertvolle Tipps, wie Sie am besten eine Decke abhängen.

1. Warum eine abgehängte Zimmerdecke Sinn macht

Es gibt mehrere gute Gründe, um eine Zimmerdecke abzuhängen. So lassen sich mit einer abgehängten Zimmerdecke beispielsweise Rohre, die unterhalb der Decke verlaufen, kaschieren. Gerade in einem Altbau verlaufen Versorgungsleitungen und Stromkabel oftmals auf Putz.

Das heißt, dass die Rohre, Leitungen und Kabel sichtbar auf der Wand oder unter der Decke verlegt sind. Dabei werden die Wasser- und Elektroinstallationen meistens mit Schellen und Klemmen befestigt. Weil das natürlich nicht immer besonders schön aussieht, ist eine abgehängte Decke in vielen Fällen die einfachste Lösung.

Möchten Sie die Decke zusätzlich dämmen, klemmen Sie das Dämmmaterial zwischen die Deckenbalken bzw. die Unterkonstruktion der neuen Zimmerdecke.

2. Weitere Gründe, eine Decke zu renovieren

Gut zu wissen
Es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten für eine neue Zimmerdecke. Inspirationen dazu finden Sie genügend im Internet.

Es gibt allerdings noch weitere Gründe dafür, warum es sich lohnt, eine Decke abzuhängen. So spielen in vielen Häusern vor allem die enormen Heizkosten eine große Rolle. Besonders in älteren Häusern mit hohen Decken bzw. in Altbauten sind riesige Heizkosten oftmals ein großes Problem.

Eine abgehängte Zimmerdecke kann in so einem Fall Abhilfe schaffen. Durch ein geringeres Raumvolumen bzw. eine niedrigere Decke wärmt sich der Raum schneller auf. Auch hält sich auf diese Art und Weise die Wärme sehr viel länger im Zimmer.

Lesen Sie noch mehr Ideen, wozu Sie eine Decke abhängen können:

  • Beleuchtung in Zimmerdecke integrieren
  • Stuckdecke gestalten
  • abgehängte Teilbereiche zur besseren Raumstrukturierung

3. So hängen Sie eine Zimmerdecke richtig ab

Deckenplatte aus Gipskarton.

Gipskartonplatten eignen sich sehr gut für eine abgehängte Decke.

Eine Decke abhängen ist in der Regel nicht schwer. Mit etwas handwerklichem Geschick und dem richtigen Material zaubern Sie im Handumdrehen eine neue Zimmerdecke. Lesen Sie nachfolgend in unserer Anleitung, wie Sie beim Renovieren am besten vorgehen und worauf Sie achten sollten.

3.1. Entscheiden Sie sich für ein System

Zur Gestaltung einer neuen Zimmerdecke können Sie zwischen verschiedenen Systemen wählen. So gibt es beispielsweise fertige Paneele zu kaufen, die sich mit einem einfachen Klicksystem unter die Decke anbringen lassen.

Angebracht werden die Paneele dabei an eine zuvor angeschraubte Unterkonstruktion, die fest mit der ursprünglichen Zimmerdecke verbunden ist. Mit Hilfe von Klemmen oder einem speziellen Tacker lassen sich die Paneele dabei problemlos zu einer neuen Zimmerdecke verarbeiten.

Alternativ besteht die Möglichkeit, die alte Decke mit Gipskartonplatten zu verkleiden. Bei einer Decke aus Gips ist der Arbeitsaufwand etwas höher. So schrauben Sie die Gipskartonplatten ebenfalls an eine Unterkonstruktion aus Holz oder Metall.

Danach müssen Sie die Fugen zwischen den einzelnen Platten in der Regel noch spachteln und zum Schluss die ganze Decke streichen.

3.2. Wählen Sie das richtige Material aus

Je nachdem, für welches System Sie sich entscheiden, gibt es das passende Material. So brauchen Sie neben den Paneelen oder Rigipsplatten entweder Holzlatten oder Trockenbauprofile für die Decke.

Während Holzlatten oftmals direkt unter die Zimmerdecke montiert werden können, sind Trockenbauprofile für die Decke in zwei Ausführungen notwendig: Als UD-Profil und als CD-Profil. UD-Profile werden dabei rundherum an die Wände geschraubt, CD-Profile werden hingegen an sogenannte Direktabhänger montiert.

Auf diese Weise halten die Materialen dann später die abgehängte Zimmerdecke. Informieren Sie sich im Fach- oder Baustoffhandel, wie viele Profile, Schrauben und Direktabhänger Sie pro qm benötigen.

3.3. So hängen Sie die Decke ab

Um eine Zimmerdecke richtig abzuhängen, gehen Sie am besten wie folgt vor: Bestimmen Sie zunächst, auf welcher Höhe sich die neue Decke befinden soll.Markieren Sie die Stelle am besten mit einem Stift.

Nehmen Sie dann eine Wasserwaage zur Hand und zeichnen Sie auf der Wand rundherum eine waagerechte Linie. Auf dieser Höhe werden dann die UD-Profile angeschraubt, die Sie zuvor in der richtigen Länge passend zuschneiden müssen.

Mann spachtelt Zimmerdecke.

Verspachteln Sie zum Schluss die Fugen und Bohrlöcher der neuen Zimmerdecke.

Anschließend werden die Direktabhänger unter die ursprüngliche Zimmerdecke montiert. Wählen Sie dazu einen gleichmäßigen Abstand und beachten Sie auch die maximale Belastbarkeit. Generell sollten Sie die Tragfähigkeit der gesamten Unterkonstruktion immer im Auge behalten, damit es am Ende nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Danach werden die CD-Profile an die Direktabhänger geschraubt. Sollten die Profile zu kurz sein, können Sie auch zwei Profile mit einem speziellen Verbindungsstück miteinander verbinden.

Beachten Sie auch hier, dass diese Konstruktion unbedingt waagerecht sein muss, damit die Zimmerdecke am Ende kein Gefälle aufweist. Schrauben Sie zum Schluss die Gipskartonplatten unter die Träger. Vermeiden Sie dabei auf jeden Fall Kreuzfugen, denn diese können später zu Rissen in der Decke führen.

4. So geht es nach der Montage der neuen Zimmerdecke weiter

Haben Sie die Unterkonstruktion fertig, geht es für Sie mit diesen Arbeitsschritten weiter:

Schritt Beschreibung
Spachteln und Streichen
  • Verspachteln Sie alle Fugen und Bohrlöcher.
  • Grundieren Sie die gesamte Zimmerdecke.
  • Streichen Sie die neue Decke in der gewünschten Farbe.
Verzieren und Beleuchtung
  • Kleben Sie bei Bedarf Stuckelemente unter die Decke.
  • Installieren Sie eine Beleuchtung mittels LED Lampen.
  • Malen oder Kleben Sie weitere Dekorationselemente unter die Decke.

5. Welche Kosten Sie zu erwarten haben

Mann streicht Zimmerdecke.

Am Ende fehlt nur noch ein passender Farbanstrich.

Wenn Sie es als Heimwerker selbst schaffen, die Decke abzuhängen, sparen Sie natürlich Kosten. Neben dem Zeitaufwand haben Sie nur noch die reinen Materialkosten.

So sparen Sie bei einer normalen Zimmergröße von 20qm² etwa ein Drittel der Kosten. Wenn Sie hingegen einen Trockenbauer beauftragen und zusätzlich noch eine Beleuchtung installieren und einen Maler engagieren wollen, sollten Sie mit ca. 1500 € rechnen.

Dieser Preis gilt aber nur ungefähr, da er vom verwendeten Material und Ihren persönlichen Zusatzwünschen abhängig ist.

6. FAQ zum Thema Decke abhängen

Lässt sich jede Decke abhängen?

Theoretisch kann man jede Decke abhängen. Trotzdem gibt es bei einigen Deckenkonstruktionen möglicherweise Probleme. So ist eine Decke, die schon einmal abgehängt wurde, nur noch bedingt tragfähig.

Auch bei Decken in alten Häusern sollte zuerst deren Tragfähigkeit überprüft werden, bevor eine neue Unterkonstruktion installiert wird.

Was kann man tun, wenn die Decke nicht tragfähig ist?

Ist eine Decke nicht tragfähig für eine Abhängung mittels Platten und Paneelen, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit, die Decke mit Stoff abzuhängen.

Dazu gibt es sogenannte Spanndecken, die ausschließlich an Randleisten befestigt werden. Die ursprüngliche Decke wird dadurch nicht weiter belastet.

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