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Aluminium lackieren: Von der Vorbereitung bis zum neuen Lack

Aluminium lackieren: Von der Vorbereitung bis zum neuen Lack

Kann ich Aluminium lackieren, ohne es zu schleifen?

Grundsätzlich ist dies keine gute Option, da der Lack nicht richtig haftet. Bei einfachen Objekten stellt sich allerdings die Frage, ob Sie es nicht dennoch riskieren möchten.


Ist es möglich, eloxiertes Allminium zu lackieren?

Ja, der Aufwand ist jedoch nicht zu unterschätzen.
Das große Problem besteht darin, dass Sie zunächst eine sehr dicke Oxidschicht abschleifen müssen.


Warum gibt es so viele verschiedene Lacke für Aluminium?

Die Lacke unterscheiden sich hauptsächlich im Hinblick auf die jeweilige Verwendung. Insbesondere Aluminiumteile, die mit Lösungsmitteln in Kontakt kommen oder aber starken technischen Belastungen ausgesetzt werden, müssen hochwertige Lackbeschichtungen aufweisen.


Aluminium kommt in vielen Bereichen zum Einsatz und erweist sich als strapazierfähig und robust gegenüber Umwelteinflüssen. Eine Lackierung ist daher nicht unbedingt notwendig, sondern erfolgt sie vielfach aus rein optischen Gründen.
Bei starker Beanspruchung oder Kontakt mit Lösungsmitteln ist eine Lackierung hingegen zwingend nötig.
In unserem Text erhalten Sie Tipps, wie Sie beim Lackieren von Aluminium vorgehen sollten und welche Besonderheiten es je nach Einsatzzweck zu beachten gilt.


1. Schutz und Schönheit – die Gründe, um Aluminium zu lackieren

Im Gegensatz zu Eisen ist Aluminium korrosionsbeständig und zudem sehr leicht. Der beliebte Werkstoff findet daher in zahlreichen verschiedenen Bereichen Anwendung.

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So greifen beispielsweise die Auto- und Elektroindustrie in großem Stil auf Aluminium zurück. Jedoch nutzt auch die Verpackungsindustrie den Werkstoff, um Produkte zu beschichten und damit beständig gegenüber Wasser zu machen.

Da Aluminium eine schützende Schicht aus Aluminiumoxid bildet, ist es in vielen Fällen an sich unnötig, Aluminium zu lackieren.
Allerdings wirkt das Metall aufgrund der Schicht matt und stumpf. Besonders bei dekorativen Aluminiumelementen ist es daher fast unvermeidbar, die Oberfläche zu behandeln.

Neben den rein ästhetischen Gründen hilft Lack jedoch auch dabei, das Material robuster und langlebiger zu machen. Dies ist immer dann von entscheidender Bedeutung, wenn Aluminium mit anderen Metallen in Kontakt kommt, beständig gegenüber Benzin sein soll oder aber permanent im Wasser liegt.

Achtung: Die beste Art der Aluminiumbehandlung im Hinblick auf den Schutz besteht in der Pulverbeschichtung. Diese können Sie jedoch nicht zu Hause durchführen.

2. Aluminium erst reinigen und später lackieren

Gut zu wissen
Aluminium ist das häufigste in der Erdkruste vorkommende Metall. Dennoch fordert die Gewinnung sehr viel Energie, da Aluminium in der Natur nicht in Reinform zu finden ist.
Mehr zur Geschichte und Gewinnung des Metalls erfahren Sie hier.

Bevor Sie jedoch direkt zur Spraydose oder dem Pinsel greifen, sollte die richtige Vorbehandlung erfolgen.

Reinigen Sie die entsprechenden Teile zunächst, ganz gleich, ob es sich dabei um Alufelgen, eine Stoßstange oder aber um eine edle Dekoschale handelt.

Im nächsten Schritt sollten Sie die Aluminiumteile vorbereiten. Möchten Sie unbehandeltes Aluminium lackieren, so können Sie nun direkt mit dem Auftrag der Grundierung beginnen.

Ansonsten greifen Sie zunächst zum Schleifgerät und schleifen die Oberfläche schön glatt. Am besten starten Sie dazu mit einer Körnung von 180 bis 240 und tasten sich so langsam weiter bis hin zu einer sehr feinen Körnung von 1000.

Tipp: Bei einfachen Produkten aus einem Alublech lohnt sich Aufwand der umfassenden Vorbereitung nicht. Daher können Sie an dieser Stelle auch direkt nach der Grobreinigung mit dem Lackauftrag beginnen.

3. Den passenden Lack auswählen – diese Unterschiede gibt es

ein mann beim lackieren eines boots aus aluminium

Bootslack sollte sehr robust sein.

Wenn Sie Aluminium streichen möchten, stehen Sie schnell vor der Frage, welcher Lack denn der richtige ist. Angesichts der großen Preisunterschiede der einzelnen Produkte ist dies eine sehr wichtige Frage.

Generell gilt an dieser Stelle der Rat, dass das teurere Produkt im Zweifel immer dann nötig ist, wenn die Beanspruchung eher hoch ist.
Zudem ersparen Sie sich bei der Verwendung eines 2-Komponentenlacks die vorherige Grundierung. Allerdings müssen Sie den mitgelieferten Härter exakt mischen und das Gemisch rasch verarbeiten.

Ansonsten müssen Sie Aluminium stets mit einem Haftvermittler grundieren. Dieser Haftgrund sorgt für eine gute Verbindung zwischen Aluminium und Lack.

Ob Sie lieber eine Spraydose verwenden oder aber zum Pinsel greifen sollten, hängt entscheidend von den jeweiligen Komponenten ab. Bei vielen kleinen Streben, z.B. Speichen beim Fahrrad, lohnt sich der Einsatz der Spraydose.

4. Eloxiertes Aluminium – eine besondere Herausforderung

Werden Aluminiumteile eloxiert, so führt dies zu einer besonders robusten Oxidschicht auf der Oberfläche. Diese schützt das Material, macht es allerdings für alle Lackierwünsche deutlich komplizierter.

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Selbst eine Schicht Haftvermittler kann nur dann zum Einsatz kommen, wenn das Aluminium vorher gründlich abgeschliffen wurde. Die Oxidschicht muss also möglichst komplett entfernt werden, bevor Sie damit beginnen können, Alu zu lackieren.

Aufgrund der extrem harten Oberfläche stellt sich hier die Frage, ob Sie diese tatsächlich lackieren möchten. Im Zweifel bietet es sich an, die Arbeiten einem Fachbetrieb mit Spezialwerkzeug zu überlassen.
Einfache Schleifmaschinen können der robusten Oxidschicht hingegen nicht viel anhaben.

Wenn Sie pulverbeschichtetes Aluminium neu lackieren möchten, sollte die alte Pulverbeschichtung zunächst entfernt werden. Dies ist jedoch extrem aufwändig, sodass sich hier oft eine Neuanschaffung eher rechnet.

5. Aluminium lackieren – so gehen Sie Schritt für Schritt vor

ein mann lackiert aluminium

Halten Sie die Trocknungszeiten ein, wenn Sie Aluminium lackieren.

Haben Sie den passenden Lack ausgewählt, das Aluminium gereinigt, entfettet und die Oxidschicht entfernt, kann es losgehen.

Am besten verwenden Sie beim Streichen zunächst eine Lackierrolle. Dies gilt sowohl für die Grundierung als auch für den Lackauftrag, sofern Sie keinen 2K-Lack nutzen.
Verteilen Sie den Lack, indem Sie die Rolle in alle vier Himmelsrichtungen bewegen. So erreichen Sie einen gleichmäßigen Lackauftrag.

In der Regel werden Sie so einige feine Bläschen sehen. Damit sich diese legen und kein Hohlraum entsteht, der den Schutz beeinträchtigt, können Sie anschließend vorsichtig mit einem Pinsel darüberstreichen.
Ziehen Sie den Pinsel dabei jedoch nur sanft von einer zur anderen Seite.
Die dabei verbleibenden Pinselspuren verschwinden während der Trocknungsvorgangs von selbst, da sich der Lack noch zusammenzieht.

Sollten Sie mit dem Ergebnis noch nicht ganz zufrieden sein, so können Sie eine zweite Schicht auftragen.
Dazu nehmen Sie jedoch zunächst noch einmal das feine Schleifpapier zur Hand, rauen die Oberfläche kurz an, entfernen den Staub und wiederholen die obigen Schritte.

Zum Schluss können Sie die Oberfläche des Aluminiums mit Klarlack versiegeln. Dadurch erhöhen Sie die Beständigkeit noch weiter.

Wie Sie mit einer Sprühdose lackieren, sehen Sie noch einmal in diesem YouTube-Video:

Tipp: Verwenden Sie stets nur die Farben und Grundierungen einer Firma, da diese sehr gut aufeinander abgestimmt sind.

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