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Sugaring selber machen: So gelingt die Selbstenthaarung

Sugaring selber machen: So gelingt die Selbstenthaarung

Wenn Sie auf der Suche nach einer dauerhaften, natürlichen Methode der Haarentfernung sind, sollten Sie die Body Sugaring Methode testen. Mittlerweile bieten immer mehr Enthaarungsstudios Sugaring an oder haben sich sogar gänzlich darauf spezialisiert. Auch Intim-Enthaarung wird häufig per Sugaring durchgeführt. Da es jedoch nicht jedermanns Sache ist, seine Intimzone im Studio behandeln zu lassen, bzw. eine Haarentfernung dort auch ihren Preis hat, heißt die Alternative Sugaring selbst machen! Wir zeigen Ihnen, wie es geht.


1. Sugaring – Schönheitszeremonie mit Tradition

Was bei uns innovativ und trendy klingt, wird in den Ländern des Orients bereits seit Jahrhunderten durchgeführt.

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In Marokko, Tunesien und Ägypten finden sich oftmals Frauen in einer Runde zusammen, welche die Sugaring Paste gemeinsam kochen und sich gegenseitig solchermaßen verschönern.

Gut zu wissen
Warum es ausgerechnet Zucker sein muss, hat auch einen speziellen Grund: Man weiß schon seit langer Zeit, dass Zucker eine antibaktierielle Wirkung hat, weshalb er in Zeiten der Knappheit auch zur Wunddesinfektion verwendet wurde. Auch heute gilt Zucker noch als Naturheilmittel.

Dokumentationen zufolge war sogar bereits Kleopatra diese Art der dauerhaften Haarentfernung bekannt. Auch damals bestand die Masse aus keinen anderen Zutaten außer Wasser, Zitronensaft und Zucker.

2. Sugaring selber machen – das Grundrezept

Für eine Anwendung benötigen Sie folgende Zutaten, die einfach miteinander vermischt werden:

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  • 2 EL Zitronensaft
  • eine Prise Salz
  • 2 EL Wasser
  • 8 EL Zucker

Nun gibt es noch verschiedene Möglichkeiten, die Masse zu verfeinern. Beispielsweise können die 2 EL Wasser durch Pfefferminztee ersetzt werden, was eine angenehme Frischewirkung der Haut und tollen Duft zur Folge hat.

Sugaring-Paste wird auf Bein aufgetragen

Schon vor tausenden Jahren galt Sugaring als effektive Haarentfernungsmethode.

Wenn Sie generell Duft in Ihrer Sugaring Paste mögen, können Sie auch einen Trofen Ihres Lieblingsduftöls zugeben, Kokos- oder Sandelholzöl wird hier gerne verwendet.

Nun erhitzen Sie einen Topf oder eine kleine Pfanne auf mittlerer Stufe und geben die Zutaten hinein.

Sie sollten gleich mit einem Holzschaber zu rühren beginnen, damit sich nichts am Boden festsetzt. Sollte die Zuckermasse zu brodeln beginnen und Blasen werfen, nehmen Sie sie für eine Minute von der Herdplatte.

Wenn die Masse sanft aufgekocht wurde und die Konsistenz an Honig erinnert, ist sie für die Verwendung bereit.

3. Sugaring bei empfindlicher Haut

Sugaring selbst machen für empfindliche Haut.

Auch bei empfindlicher Haut können Sie das Sugaring selbst machen.

Durch die biologischen, veganen Zutaten des Sugarings ist diese Methode der Haarentfernung auch für empfindliche Haut geeignet.

Wenn Sie ein Sugaring selber machen wollen, welches für empfindliche Haut geeignet ist, haben wir hier ein spezielles Rezept für Sie:

  • Kochen Sie 250 ml Wasser auf und lassen Sie es ein paar Minuten abkühlen.
  • Geben Sie einen EL Kamillenblüten hinzu, lassen es zehn Minuten ziehen und seihen dann die Blüten ab.
  • Nun fügen Sie 450 g Rohrzucker, 45 ml Bio-Zitronensaft und eine Prise Salz zu 45 ml Kamillensud hinzu. Lassen Sie die Paste wie oben beschrieben köcheln.

Testen Sie bei sensibler Haut Ihre Reaktion auf die Behandlung zuerst an einer kleinen Stelle.

Der restliche Kamillensud wird auf die frisch enthaarte Haut aufgebracht. Anschließend kann die Haut mit reinem Kokosöl gepflegt werden.

Sogar PatientenInnen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis brauchen nicht auf ein Sugaring zu verzichten, nur sollte es nicht während eines akuten Erkrankungsschubs durchgeführt werden. Bei den schuppenden und juckenden Stellen ist Sugaring die einzige Methode, um die Härchen sanft und ohne Chemie zu entfernen.

4. Wie wird das Sugaring angewendet?

Wie Sie zu Hause selbst die Masse für das Sugaring machen können, haben Sie anhand unserer Anleitung bereits erfahren. Nun geht es um das Vorgehen bei der Enthaarung der einzelnen Körperpartien.

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Körperpartie Vorgehen bei der Enthaarung
Entfernen von Gesichtshaaren
  • benötigt werden gutes Licht, Vergrößerungsspiegel, Sugaringpaste, Wattepads, Kosmetiktücher, Wasser
  • Gesicht muss gründlich gereinigt sein
  • der zu enthaarende Hautbereich muss mit zwei Fingern gut gespannt werden
  • zwischen den Fingern Paste gegen die Haarwuchsrichtung auftragen
  • Paste mit der Haarwuchsrichtung ruckartig abziehen
  • Finger auf die enthaarte Stelle drücken verhindert Schmerz und zu starke Durchblutung
  • zum Schluss Gesicht mit Wasser reinigen und hautberuhigende Lotion auftragen
Enthaaren der Bikinizone
  • benötigt werden gutes Licht, ein Handtuch, die Zuckerpaste, ein Spatel, Desinfektionsmittel für die Haut, Hautpuder, beruhigendes Pflegeöl
  • Härchen sollten mindestens 3 mm lang sein
  • zu enthaarende Körperstellen desinfizieren
  • Körperpuder gegen das Schwitzen verwenden, sonst hält die Paste nicht
  • auf einen zwei Finger breiten Bereich eine rund 3 cm große Menge Zuckerpaste auftragen
  • nach zehn Sekunden abziehen wie ein Pflaster
  • sofort die Finger auf die betroffene Stelle drücken
  • nach der Anwendung unbedingt mit Pflegeöl, Aloe Vera Creme etc. nachbehandeln
Entfernen der Beinhaare
  • benötigt werden gutes Licht, ein Handtuch, die Zuckerpaste, einen Wattebausch, Hautdesinfektionsmittel, Pflegeöl etc. zur Nachbehandlung
  • am Schienbein beginnen, ein 3 cm großes Stück Paste entnehmen, leicht durchkneten
  • Paste gegen die Wuchsrichtung aufbringen, wenn nötig mehrmals über eine Stelle streichen
  • beim Abziehen darauf achten, dass die Haut gespannt ist
  • wenn beide Beine enthaart sind, mit Pflegeöl nachbehandeln

5. Sugaring vs. Wachs: Sugaring ist schonender und leicht selbst herzustellen


Beide Methoden eignen sich zur dauerhaften Haarentfernung von mehreren Wochen. Das Wachs haftet besser an den Härchen als die Zuckerpaste, dadurch lassen sich die Härchen besser ablösen. Gebrauchsfertige Kaltwachsstreifen sind einfacher in der Anwendung als die Zuckerpaste.

Die gebrauchsfertige Zuckerpaste ist beim Kauf teurer, allerdings kann sie leicht selbst hergestellt werden. Sugaring kann schon bei 1 bis 2 mm langen Härchen durchgeführt werden, während beim Waxing eine Haarlänge von 5 mm nötig ist. Auch Entzündungsreaktionen kommen beim Sugaring weniger häufig vor, da die Haare in Wuchsrichtung abgezogen werden.

6. FAQ zum Thema Sugaring

Lohnt es sich, das Sugaring selbst zu machen?

Wenn man die Haarentfernung professionell in einem Studio durchführen lässt, muss die Behandlung rund ein Mal monatlich gemacht werden. Die Kosten variieren je nach Studio, in etwa ist bei Enthaarung beider Beine mit einem Preis zwischen 50 und 60 Euro zu rechnen, bei der Bikinizone je nachdem, wie groß die zu behandelnde Körperstelle ist, zwischen 25 und 45 Euro.

Haarentfernung bei einer Frau mittels Sugaring

Professionelle Kosmetikstudios sind sehr komfortabel, dafür dauerhaft aber auch recht kostspielig.

Sie profitieren im Studio von der Erfahrung professioneller Depiladoras. Aufgrund der Kosten rentiert es sich auf Dauer das Sugaring selber zu machen.

Welche Sugaring Paste ist empfehlenswert zu kaufen?

Die Firma Süßwax bietet verschiedene Pasten für verschiedene Ansprüche an, das Produkt ist auch für Anfänger mit wenig Erfahrung im Sugaring geeignet.

Speziell für den Intimbereich empfiehlt sich die Paste von Hairexpil für dickere Härchen. Die Firma Beauty Sugar Strong unterscheidet Zuckerpasten in der Intensität strong und soft, sowie eine Paste mit Kamille speziell für empfindliche Haut.

Funktioniert ein Sugaring auch ohne Zitrone?

Die Zitrone wirkt beim Sugaring entzündungshemmend und beruhigend. Bei einer Allergie gegen Zitrusfrüchte etc. kann aber auch darauf verzichtet werden. Zu kaufen gibt es Zuckerpasten mit anderen organischen Säuren. Von Sugaring mit Essig etc. ist abzuraten, da die scharfe Essigsäure die Haut reizen kann.

7. Zum Ausprobieren: Sugaring-Set online kaufen

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