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Sparen in der Küche: Stromverbrauch beim Kochen verstehen und senken

Sparen in der Küche: Stromverbrauch beim Kochen verstehen und senken

Welche Herdart verbraucht beim Kochen am wenigsten Strom?

Induktionsherde gelten als besonders effizient, da sie die Energie direkt im Topfboden in Wärme umwandeln und kaum Verluste entstehen.


Warum ist das Kochen mit Deckel stromsparender?

Ein passender Deckel hält die Wärme im Topf, verkürzt die Garzeit und senkt so den Stromverbrauch beim Kochen deutlich.


Lässt sich der Stromverbrauch beim Kochen auch ohne neue Geräte senken?

Durch angepasstes Kochverhalten, kürzere Kochzeiten und das Nutzen von Restwärme kann der Stromverbrauch spürbar reduziert werden.


Kochen gehört im Alltag zu den unverzichtbaren Tätigkeiten in jedem Haushalt. Zugleich ist der Energiebedarf in der Küche nicht zu unterschätzen, insbesondere wenn regelmäßig mit dem Herd gekocht wird. Der Stromverbrauch beim Kochen hängt nicht nur von der Herdart ab, sondern auch vom Kochverhalten, den verwendeten Töpfen und der Art der Speisen.

Im Folgenden werden die verschiedenen Herdarten und ihre Effizienz betrachtet, praktische Tipps zur Reduzierung des Stromverbrauchs gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich langfristig Energie sparen lässt.

1. Wie effizient sind die verschiedenen Herdarten?

Der Stromverbrauch beim Kochen variiert stark je nach Herdtechnik. Induktionskochfelder arbeiten besonders effizient, weil sie die Wärme direkt im Kochgeschirr erzeugen.

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Über 80 Prozent der zugeführten Energie wird dabei tatsächlich zum Erhitzen des Topfinhalts genutzt, während bei herkömmlichen elektrischen Kochfeldern nur etwa 65 bis 75 Prozent der Energie in der Kochzone genutzt werden und der Rest als Abwärme verloren geht.

Hinweis: Bei Induktionsgeräten wird mittels eines magnetischen Wechselfelds elektrische Energie direkt in Wärme im Boden des Kochgeschirrs umgewandelt. Dadurch entfällt die Vorheizung der Kochplatte und der Energieverlust durch Abstrahlung wird reduziert. Das Kochgeschirr muss hierfür jedoch ebenfalls magnetisch sein. Töpfe aus Aluminium oder Kupfer sind ohne ferromagnetischen Boden nicht für Induktionskochfelder ausgelegt.

Gasherde weisen dagegen im Vergleich eine geringere Energieeffizienz auf, da ein großer Teil der erzeugten Energie ungenutzt als Strahlungswärme in der Umgebung verloren geht. Der Wirkungsgrad von Gasherden fällt mit durchschnittlich 44 Prozent und maximal 55 Prozent deutlich geringer aus als der von Induktionsherden.

Elektrische Glaskeramikfelder wiederum benötigen zunächst Energie, um die Oberfläche zu erhitzen, bevor diese die Wärme an den Topfboden weitergibt. Dies kann zu

  • längeren Heizzeiten
  • und einem höheren Verbrauch

führen. Damit ist die Energieeffizienz elektrischer Glaskeramikkochfelder geringer als die von Induktionskochfeldern.

Ein Stromzähler zeigt den Stromverbrauch eines Haushalts an.

Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr durchschnittlich 2.000 bis 3.500 kWh Strom.

Doch nicht nur die Energieeffizienz Ihrer Endgeräte, sondern auch die Wahl des Stromtarifs beeinflusst Ihre Kosten. Ein auf Ihren tatsächlichen Verbrauch zugeschnittener Tarif bietet oft schon ohne großen Aufwand ein erhebliches Sparpotenzial.

Ihren tatsächlichen Jahresverbrauch können Sie Ihrer letzten Jahresabrechnung entnehmen oder die allgemeinen Durchschnittswerte vergleichbarer Haushalte als erste Orientierung heranziehen.

2. Welchen Einfluss hat Ihr Kochverhalten auf den Stromverbrauch?

Das individuelle Kochverhalten beeinflusst den Stromverbrauch beim Kochen erheblich. Zentrale Aspekte sind dabei, wie lange und bei welcher Temperatur gekocht wird. Das Aufkochen von Wasser ist beim Kochen besonders energieintensiv. Sobald das Wasser kocht, kann die Leistung gesenkt werden, ohne dass die Garzeit darunter leidet.

Auch die Nutzung von Restwärme spart Energie. Kochfelder, insbesondere Glaskeramikplatten, geben nach dem Abschalten weiterhin Wärme ab, die zum Warmhalten oder Weitergaren genutzt werden kann. Das reduziert den tatsächlichen Stromverbrauch, weil die Netzenergie früher abgeschaltet werden kann.

Darüber hinaus spielt das verwendete Kochgeschirr eine große Rolle. Hierbei sollten Sie vor allem auf die Größe der Töpfe und Pfannen achten und diese passend zu Ihren Herdplatten auswählen.

Ein zu kleiner Topf auf einer großen Platte oder umgekehrt führt dazu, dass Energie um den Topf herum verloren geht. Dies lässt sich leicht vermeiden, indem Kochgeschirr und Plattengröße gut aufeinander abgestimmt werden.

Achtung: Besonders bei Gas- und Ceranfeldern besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko, wenn Sie einen kleinen Topf auf einer großen Herdplatte nutzen. Da die Griffe des Topfes der Wärme direkt ausgesetzt sind, erhitzen sie sich deutlich stärker und können beim Berühren ohne Topflappen zu Verbrennungen führen.

Auch die Beschaffenheit des Kochgeschirrs kann einen großen Unterschied in Ihrem Stromverbrauch beim Kochen ausmachen. Utensilien wie Schnellkochtöpfe können beispielsweise die Kochzeit und damit die benötigte Energie deutlich reduzieren, da sie unter Druck arbeiten und dadurch Gerichte schneller garen.

3. Praxisnahe Tipps zum Stromsparen beim Kochen

Eine Person hält den Deckel eines Kochtopfs, in dem Wasser erhitzt wird, in der Hand.

Deckel mit Silikondichtungen lassen weniger Energie aus dem Topf aussteigen als Metall-Elemente, da sie dichter an diesem anliegen.

Es gibt einige konkrete Maßnahmen, mit denen Sie den Stromverbrauch beim Kochen nachhaltig senken können. Zum einen hilft das Abdecken von Töpfen mit passenden Deckeln, die Wärme im Inneren zu halten. Dadurch kann der Energiebedarf um einen erheblichen Prozentsatz reduziert werden, weil weniger Wärme an die Umgebung verloren geht.

Beim Kochen kleiner Mengen oder beim Erwärmen von Speisen lohnt sich der Einsatz alternativer Geräte wie Mikrowellen oder Wasserkocher, die in vielen Fällen energieeffizienter arbeiten als der Herd.

Besonders für das Erhitzen von Wasser sind Wasserkocher in der Regel schneller und benötigen weniger Energie als das Erhitzen auf dem Herd, weil sie nur die Flüssigkeit und nicht die umgebenden Elemente erwärmen. Zudem sollte immer nur so viel Wasser erhitzt werden, wie tatsächlich benötigt wird, da ansonsten überflüssige Energie für unnötige Wassermengen verschwendet wird.

Hinweis: Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ zeichnet besonders energieeffiziente Wasserkocher aus. Diese zertifizierten Modelle müssen einen Wirkungsgrad von mindestens 85 Prozent aufweisen. Achten Sie bei der Wahl eines neuen Wasserkochers daher auch auf diese Auszeichnung.

Eine Person mit einem grünen Handschuh reinigt ein Ceranfeld.

Nutzen Sie bei Bedarf auch einen milden Reiniger, um Ihr Kochfeld zu säubern.

Reinigen Sie darüber hinaus die Herdplatten und das Kochfeld regelmäßig, um Ihren Herd in einem guten Zustand zu halten. Rückstände oder Verkrustungen können die Wärmeübertragung behindern und dadurch den Stromverbrauch beim Kochen erhöhen, weil mehr Energie für die gleiche Kochleistung benötigt wird.

Durch eine regelmäßige Reinigung und Pflege lässt sich die Effizienz der Herdoberflächen erhalten und der Energiebedarf im Alltag reduzieren.

Um eine gründliche und schonende Reinigung Ihres Kochfeldes zu ermöglichen, können Sie die folgenden Tipps heranziehen:

  • Wischen Sie das Kochfeld nach jedem Gebrauch mit einem feuchten Tuch und gegebenenfalls Spülmittel ab.
  • Vermischen Sie Backpulver mit Wasser, tragen Sie es auf stark verschmutzte Stellen auf und lassen Sie es ca. 15 bis 60 Minuten einwirken. Wischen Sie das Kochfeld anschließend gründlich ab.
  • Bei leichten Verschmutzungen tragen Sie Backpulver auf die Herdplatte und reiben Sie es mit einer halben Zitrone ein. Wischen Sie auch hier anschließend mit einem feuchten Tuch über das Kochfeld.

Achtung: Verwenden Sie vor allem auf Ceranfeldern keine kratzenden Schwämme, da diese das Kochfeld beschädigen können.


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