Schlafstörungen im Alter – 6 Tipps für ruhigeren Schlaf

Schlafstörungen im Alter – 6 Tipps für ruhigeren Schlaf

Viele Senioren klagen im Alter zunehmend über Schlafstörungen. Das muss nicht sein. Schon kleine Veränderungen im Alltag können helfen, die Schlafprobleme zu überwinden.

Es ist mitten in der Nacht und man wälzt sich von einer Seite zur anderen. Die Hoffnung wieder einzuschlafen, schwindet von Minute zu Minute. Wie soll bloß der Tag werden, wenn man die halbe Nacht wach gelegen hat ohne eine Auge zuzumachen?! Das kann nur anstrengend werden.

Schlafstörungen im Alter sind keine Seltenheit. Nur leider werden sie oft als normale Begleiterscheinung des Älterwerdens gesehen. Das stimmt so aber nicht. Klar ist, dass ältere Menschen deutlich weniger Schlaf benötigen als Jüngere. Die Tiefschlafphase wird deutlich kürzer, der Schlaf insgesamt leichter. Fakt ist aber, dass die Tiefschlafphase für die Erholung von Körper und Geist wichtig ist. Ohne diese wird der kommende Tag von Müdigkeit geprägt sein.

Die meisten Senioren wissen nicht, dass die altersbedingten Schlafstörungen umgangen werden können. Dafür müssen Sie nicht mal viel machen, schon kleine Veränderungen im Alltag helfen besser in den Schlaf zu finden und vor allem auch durchzuschlafen.

Kleine Tipps für ruhigere Nächte im Alter

Einen entspannten und erholsamen Schlaf wünscht sich jeder. Das schlimme ist, wenn man erst einmal aus dem Schlafrhythmus gekommen ist, also nachts wach liegt und tagsüber viel schläft, ist es nur schwer wieder herauszufinden. Die folgenden Tipps sorgen dafür, dass Sie wieder in den normalen Schlaf hinein finden.

Tipp 1: Entspannt in die Nacht

Sie lieben wilde Actionfilme und mitfiebernde Krimis? Schön, aber nicht am Abend. Wer mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, sollte den Abend ruhig ausklingen lassen. Wer abends noch aufregende Filme guckt, der kann dies so ganz sicher nicht. Unser Geist speichert alle Eindrücke des Tages ab und verarbeitet sie in der Nacht. Bei viel Aufregung kommt der Körper so also nicht zur Ruhe.

Deswegen sagt man auch, man sollte abends nie nervenaufreibende oder unangenehme Gespräche führen und schon gar nicht im Streit ins Bett gehen.

Legen Sie abends eine Pause ein. Lassen Sie den Tag noch einmal Revue passieren und lassen sie den Körper herunter fahren.

Tipp 2: Körper fit halten

Nur weil man älter ist, muss man nicht gleichzeitig faul und träge werden. Halten Sie Ihren Körper dennoch fit. Studien haben bewiesen, dass eine gewisse körperliche Aktivität dazu beiträgt, besser in den Schlaf zu finden und dementsprechend auch besser zu schlafen. 90 Minuten Bewegung und geistige Aktivität am Tag, bestehend aus Spaziergang, Karten spielen, Fitness, Tanzen, etc., reichen aus, um die Schlafstörungen zu behandeln. (Lesetipp: Tipps um gesund alt zu werden)

Sie müssen sich nicht in einem Fitnessstudio anmelden, wenn sie es nicht möchten, aber gehen Sie täglich an die frische Luft und laufen Sie durch den Park oder durch Orte und Plätze, die Ihnen in schöner Erinnerung liegen.

Tipp 3: Gesunde Ernährung am Abend

Pizza, Pommes & Co. sind vielleicht schnell gemacht und lecker, ab bei Personen mit Schlafstörungen eher weniger zu empfehlen. Der Körper ist dann die halbe Nacht damit beschäftigt das Essen zu verdauen, statt sich auf den Erholungsschlaf zu konzentrieren.

Abends sollte nur leichte und fettreduzierte Nahrungsmittel auf dem Tisch landen. Geflügel, Reis, Salat und Gemüse sind garantiert die bessere Alternative zu fettem Essen und strapazieren den Magen nicht unnötig.

» Hier köstliche Rezepte für ein gesundes Abendessen

Tipp 4: Regelmäßiger Tagesablauf das A und O

Jeden Morgen um 6 Uhr aufstehen und abends um 22 Uhr ins Bett – lassen Sie Ihre Zeiten zur Regelmäßigkeit werden. Es gehört aber längst nicht nur das Zubettgehen dazu, auch normale alltägliche Aufgaben wie Frühstück essen, Duschen, Wäsche waschen, Putzen, TV gucken und Sport sollten zu regelmäßigen Zeiten stattfinden. Lassen Sie es zur Gewohnheit werden, dass Sie nach dem Aufstehen zuerst ins Bad gehen, anschließend den Frühstückstisch decken und sich dann gemütlich an den Tisch setzen mit der aktuellen Zeitung in der Hand.

➤ WICHTIG

Beim unregelmäßigen Tagesablauf findet der Körper keine Ruhe und reagiert mit unruhigem Schlaf.

Auch den Fernseher sollten Sie erst einschalten, wenn Sie Ihre Lieblingssendung gucken möchten. Ein laufender Fernseher nebenbei kostet nicht nur unnütz Strom, sondern macht auch unruhig. Sie werden ständig von Ihren Arbeiten abgelenkt und konzentrieren sich auf zu viele Dinge gleichzeitig.

Wenn Sie gern ein Mittagsschläfchen halten, ist das völlig ok. Dieser sollte aber nicht länger als 20 Minuten gehalten werden. Wenn Sie sich mittags schon ausschlafen, ist es schließlich kein Wunder, dass Sie am Abend nicht einschlafen können.

➤ zusätzlich sehr lesenswert: Morgens leichter aufstehen – 11 Tipps

Tipp 5: Beruhigende Atmosphäre schaffen

Das Schlafzimmer sollte ein Ort sein, an dem Sie sich gern zurückziehen. Vermeiden Sie es im Schlafzimmer Dinge zu lagern, die Sie an liegen gebliebene Arbeiten erinnern, wie in etwa ein voller Wäschekorb oder nicht erledigter Papierkram. Das alles hat im Schlafzimmer nichts zu suchen. Hier sollen Sie zur Ruhe kommen und von allem Stress abschalten können.

  • Ein ganz wichtiges Kriterium für gesunden Schlaf ist ein ordentliches Bett mit einer Ihren Wünschen entsprechenden Matratze. Sehr empfehlenswert für Senioren sind beispielsweise so genannte Boxspringbetten. Boxspringbetten sind höher als Betten mit Lattentrost, der Einstieg ins Bett ist also deutlich einfacher (hier weitere Infos zum Boxspringbett).Außerdem zeichnen sich diese Betten durch ein angenehm weiches Liegegefühl aus. Gerade bei Älteren, die lieber etwas weicher liegen möchten, sehr empfehlenswert.
  • Auch sehr wichtig zum Schlafen ist frische Luft. Bevor Sie ins Bett gehen, sollten Sie Ihr Schlafzimmer noch einmal gut durchlüften. Bei Temperaturen um die 18 Grad schläft es sich am besten.
  • Obwohl Sie nachts nicht viel davon haben, aber dekorieren Sie Ihr Schlafzimmer ruhig frei nach Ihrem Geschmack. Ob Kerzen, Blumen oder Bilder – gestalten Sie das Zimmer so, dass Sie sich wohlfühlen.

Tipp 6: Natürliche Mittel gegen Schlafstörungen

Wer dauerhaft schlecht schläft, greift schnell und manchmal unüberlegt zu irgendwelchen Pillen, besonders in der Nacht, einfach aus Verzweiflung. Wenn die Schlafstörungen so gravierend sind, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren und das Problem ansprechen.

Statt zu Medikamenten, können Sie aber auch zu kleinen Hausmitteln greifen.

  • Sehr bekannt schon aus Kinderjahren ist das warme Glas mit Honig. Nicht nur, dass es unglaublich lecker ist, sondern es hilft obendrein müde zu werden. Einfach abends vor dem Schlafen ein Glas trinken und dann ins Bett.
  • Wer einen Garten besitzt und Lavendel gepflanzt hat, weiß um die Wirkung sicher Bescheid. Wer nämlich im Lavendelbeet sitzt und Unkraut entfernt, der wird schnell müde. Lavendel hilft also in den Schlaf zu finden.
  • Fertigen Sie sich ein kleines Lavendelkissen an, was Sie sich beim Schlafen mit auf das Kopfkissen legen. Durch die körpereigene Wärme entfaltet sich das ätherische Öl, was Sie zum Gähnen bringt. Eine Anleitung für das Lavendelkissen bekommen Sie » hier.
  • Auch ein warmes Bad am Abend kann helfen schläfrig zu werden. Die Müdigkeit wird verstärkt, wenn Sie dem Bad Melisse oder Baldrian zufügen. Beide haben eine entspannende und beruhigende Wirkung.
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