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Sauna: Gesund für Körper und Geist

Sauna: Gesund für Körper und Geist

Welche positiven Auswirkungen hat das Saunieren auf die Gesundheit?

Auch wenn es noch zu wenige Studien bezüglich der gesundheitsfördernden Wirkung gibt, ist es beweisen, dass sich der regelmäßige Saunabesuch positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Zudem führt der Wechsel zwischen Hitze und Kälte zu Entspannung und Wohlbefinden.


Was muss ich beachten, damit die Sauna gesund ist?

Damit sich ein positiver Effekt zeigen kann, sollten Sie auf die richtige Temperatur und auf die Dauer des Saunagangs achten. Zudem sollten Sie sich im Anschluss abkühlen und eine Ruhephase einlegen.


Wann sollte ich nicht in die Sauna?

Wer unter einer Erkältung leidet, sollte die Sauna unbedingt meiden, um den Körper nicht noch mehr zu belasten. Auch bei Asthma, Rheuma oder Nierenerkrankungen, ist die Sauna nur mit Vorsicht zu genießen.


Der regelmäßige Gang in die Sauna ist nicht nur in Finnland, sondern auch hierzulande sehr beliebt. Die meisten Menschen gehen in die Sauna, um die wohlige Wärme zu genießen und Entspannung zu finden. Aber hat die Sauna auch einen positiven Effekt auf die Gesundheit?
In diesem Artikel erklären wir Ihnen, inwiefern die Sauna gesund ist und welche positiven Wirkungen mit dem Besuch einhergehen. Zudem geben wir Ihnen Tipps, was Sie beim Saunabesuch beachten sollten und wann Sie lieber darauf verzichten sollten.

1. Saunieren – das Wechselspiel zwischen Hitze und Kälte

Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter – durch die vier verschiedenen Jahreszeiten sind wir in Deutschland teilweise hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Durch den ständigen Wechsel von Wärme und Kälte wird dem menschlichen Organismus ordentlich was abverlangt.

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Der Besuch der Sauna ist im Grunde genommen nichts anderes. Bei einem Saunabesuch steigt die Körpertemperatur auf bis zu 41 Grad an, sodass ein künstliches Fieber herbeigeführt wird. Auf schweißtreibende Temperaturen von bis zu 100 Grad folgt ein Kälteschock im Schnee oder unter kaltem Wasser. Dies bringt den Kreislauf ordentlich in Schwung. Dem Wechsel wird eine positive Wirkung für den ganzen Körper nachgesagt.

Dass die Finnen ihre Sauna lieben, ist mittlerweile den meisten Menschen bekannt. Finnland gilt als das Heimatland der Sauna. Auf eine Einwohnerzahl von fünf Millionen Menschen kommen knapp drei Millionen Saunen. Das Saunieren ist für Finnen also bereits Tradition, der manche sogar jeden Tag nachgehen. Auch wenn viele Finnen eine eigene Sauna im Haus haben, nutzen sie auch regelmäßig öffentliche Saunen.

Aber auch die Deutschen finden mittlerweile großen Gefallen an dem gemeinsamen Schwitzen. Laut verschiedener Umfragen gehen etwa 30 Millionen Deutsche regelmäßig oder gelegentlich in die Sauna. Entspannung finden und dem Körper etwas Gutes tun, sind die häufigsten Gründe für den Besuch. Neben der Dampfsauna und der Infrarotsauna ist die finnische Sauna hierzulande besonders beliebt.

2. Die Auswirkungen des Saunierens auf Körper und Geist

frau entspannt in der sauna

Sauna trägt zur Entspannung bei und hilft bei Stress.

Immer wieder hört man, dass der regelmäßige Saunagang gesundheitsfördernd sei. Doch was ist dran an dieser Aussage? Ist die Sauna gesund? Und wie gut ist das Saunieren wirklich für den Körper und fürs Herz?

Es gibt bereits einige Studien, die die Wirkung des Saunierens untersucht haben. Leider ist die Studienlage dennoch sehr dünn, da es sich lediglich um kleinere Studien mit nur wenigen Teilnehmern handelt. Hinzu kommt, dass die meisten Studien von und an Finnen durchgeführt wurden. Dennoch gibt es einige Anhaltspunkte dafür, dass die Sauna eine positive Wirkung auf die Gesundheit hat.

Bei einem Saunabesuch ist der Körper großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Dies bringt den Kreislauf ordentlich in Schwung, sodass der Körper besser mit Sauerstoff versorgt wird. Laut einer Studie kann regelmäßiges Saunieren das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um bis zu 70% senken. Auch das Risiko eines Schlaganfalls ist deutlich geringer.

Eine weitere positive Wirkung hat das Schwitzen auf den Stoffwechsel und das Immunsystem. Aber auch wenn Giftstoffe ausgespült werden, hilft das Saunieren nicht beim Abnehmen. Zu einem kurzzeitigen Gewichtsverlust kommt es nur aufgrund der Flüssigkeitsausscheidung. Fett wird hingegen nicht verbrannt.

Auch auf die Haut und die Haare wirkt sich der regelmäßige Saunagang positiv aus. Dadurch, dass die Gefäße besser durchblutet werden, kann sich das Hautbild deutlich verbessern. Auch bei Hautkrankheiten kann der Besuch der Sauna nützlich sein. Leiden Sie jedoch unter Hautkrebs, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt um Rat fragen.

Sicher ist jedoch: Saunieren wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Durch den Temperaturwechsel finden nicht nur die Muskeln, sondern auch der Geist Entspannung. Auf diese Weise kann auf ganz natürliche Weise Stress abgebaut werden.

Damit sich ein positiver Effekt auf die Gesundheit zeigen kann, müssen Sie die Sauna regelmäßig besuchen. Ein bis zwei Saunatage pro Woche mit jeweils zwei bis drei Saunagängen sind optimal. Möchten Sie jeden Tag in die Sauna gehen, sollten Sie jeweils nur einen Saunagang durchführen.

Inwiefern das Saunieren das Immunsystem stärken kann, sehen Sie auch in diesem Video:

3. Tipps, für einen gesunden Saunabesuch

zwei frauen entspannen gemeinsam in der sauna

Je höher Sie sitzen bzw. liegen, desto höher sind die Temperaturen.

Ein Saunagang ist jedoch nur gesund, wenn Sie ein paar wichtige Regeln beachten. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen:

  • Eine angenehme Temperatur auswählen: Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Temperaturempfinden. Während es manchen Menschen nicht warm genug sein kann, reagieren wiederum andere bei hohen Temperaturen mit Kreislaufproblemen. Probieren Sie daher unbedingt aus, bei wie viel Grad Sie sich noch wohlfühlen. Bei einem Aufguss steigt die Luftfeuchtigkeit an, sodass das Hitzeempfinden höher ist.
  • Auf die Zeit achten: Beim Saunagang weiten sich die Blutgefäße, sodass das Herz mehr arbeiten muss. Um das Herz nicht zu überfordern, sollten Sie beim ersten Saunagang nur etwa 10 Minuten in der Hitze bleiben. Bei den weiteren Gängen können Sie die Dauer bis auf etwa 15 Minuten ausdehnen.
  • Abkühlung nicht vergessen: Damit sich das Saunieren positiv auf die Gesundheit auswirken kann, müssen Sie Ihren Körper nach dem Saunagang unbedingt abkühlen. Durch einen Kälteschock werden die Blutgefäße schlagartig zusammengezogen, sodass es zur Ausschüttung von Adrenalin und anderen Hormonen kommt.
  • Dem Körper Ruhe gönnen: Im Anschluss an die Abkühlungsphase sollten Sie Ihrem Körper etwas Ruhe gönnen. In dieser Zeit schlägt das Herz langsam und kräftig, sodass sich der Körper erholen kann. Packen Sie sich unbedingt gut ein, sodass Sie nicht auskühlen.
  • Auf einen Flüssigkeitsausgleich achten: Beim Saunieren verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit. Um den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen, sollten Sie während und nach der Sauna viel Wasser oder Saftschorlen zu sich nehmen.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie weder mit leerem noch mit vollem Magen in die Sauna gehen. Die letzte große Mahlzeit sollte mindestens zwei Stunden her sein.

4. Bei grippalen Infekten unbedingt auf den Saunagang verzichten

frau mit einer erkaeltung auf der couch

Bei Erkältungen sollten Sie Ihrem Körper Ruhe gönnen und auf die Sauna verzichten.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Sauna gesund ist und sich positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Allerdings gilt dies nur, wenn wir auch gesund sind und uns gut fühlen. Bei einer Erkältung kann das Saunieren hingegen gesundheitsschädlich sein.

Dies gilt besonders dann, wenn der grippale Infekt mit Fieber oder einer erhöhten Temperatur einhergeht. Im schlimmsten Fall ist der Körper so überfordert, dass es zu einem Kreislaufkollaps kommt.

Auch wer unter Asthma, Rheuma oder Nierenerkrankungen leidet, sollte beim Besuch der Sauna äußerst vorsichtig sein. Bei einer Herzschwäche ist es sinnvoller, eine Infrarotsauna, statt einer finnischen Sauna aufzusuchen, da die Temperaturen dort geringer sind.

Tipp: Leiden Sie unter einem hohen Blutdruck, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, inwiefern die Sauna gesund für Sie ist. Grundsätzlich sollten Sie eine geringere Temperatur wählen und sich langsam abkühlen.

5. Weiterführende Literatur zum Thema

Das Saunabuch: Wellness-Oase zur Entspannung
  • 120 Seiten - 10.09.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Kneipp Verlag (Herausgeber)


Sauna: Planung, Ausführung, Zubehör
  • 204 Seiten - 01.01.2007 (Veröffentlichungsdatum) - Beuth (Herausgeber)

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Sauna: Gesund für Körper und Geist
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