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Keramikmesser selber schärfen / schleifen: Eine Anleitung

Keramikmesser selber schärfen / schleifen: Eine Anleitung


Kann ich Keramikmesser schleifen?

Ja, allerdings erfordert dies passendes Werkzeug, da Keramikmesser sehr hart sind.


Kann ich ein Keramikmesser selber schärfen?

Sofern Sie vorsichtig vorgehen und gute Werkzeuge verwenden, spricht nichts dagegen, ein Keramikmesser selber zu schärfen.
Bei hochwertigen Messern bieten die Hersteller Ihnen jedoch teils einen kostenlosen Nachschleifservice an.


Kann ich Stahlmesser auch mit einem Keramikschleifstein schärfen?

Ja, denn das Material ist hart genug. Umgekehrt funktioniert dies hingegen nicht.



Die Welt der Messer ist groß und vielfältig. Immer mehr Hobbyköche nutzen in der Küche nicht mehr länger nur klassische Messer aus mehreren Stahllagen, sondern auch Keramikmesser.
Doch ob Stahl oder Keramik, irgendwann wird jede noch so scharfe Klinge einmal stumpf.
Damit dies jedoch nicht so bleibt, geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Keramikmesser richtig schärfen und zeigen, welche Fehler Sie vermeiden sollten.

1. Der Mythos der immer scharf bleibenden Keramikklinge

Im Gegensatz zu Stahl bleibt eine gute Keramikklinge sehr viel länger scharf, sodass Sie lange Zeit auf Ihr Küchenmesser zurückgreifen können, ohne sich über eine stumpfe Klinge ärgern zu müssen.

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Auch wenn Keramik sehr hart ist und es problemlos mit Profimessern aus Damaszenerstahl aufnehmen kann, so brauchen auch Keramikmesser ab und an einen Feinschliff.

Mit üblichen Schleifmitteln haben Sie allerdings keine Chance, sodass Sie auf spezielle Schärfgeräte zurückgreifen müssen.

Achtung: Günstige Keramikmesser sind weniger scharf. Sie besitzen einen Stahlkern, der lediglich von einer Keramikschicht ummantelt wird.

Der größte Vorteil, die Härte des Keramikmessers, ist gleichzeitig auch ein Nachteil, denn die Bruchgefahr ist gegenüber Stahl deutlich höher.

Lieben Sie Geschichten? Dann finden Sie hier einen schönen Artikel über das Geheimnis des Damaszener Stahls.

2. Keramikmesser schärfen – diese Schleifmittel eignen sich

Aufgrund der Härte sollte das gewählte Schleifmittel besonders robust sein. Am besten eignen sich daher Diamantschärfer. Die künstlichen Diamantschleifblätter erlauben es, auch härteste Materialien abzutragen und die Klinge wieder rasiermesserscharf zu machen.

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Im Wesentlichen können Sie ein Keramikmesser auf drei unterschiedliche Arten schärfen:

  • Diamantschärfer: Bei diesem kleinen Gerät können Sie nicht viel falsch machen, sofern Sie mit wenig Druck arbeiten und die Klinge stets gerade halten.
  • Diamant-Schleifsteine oder Schleifwinkel: Hier müssen Sie selbst etwas mehr Führung beweisen und das Keramikmesser erst in einem ca. 20 Grad Winkel anlegen und zu sich ziehen.
    Am besten befeuchten Sie den Schleifstein ein wenig, um die feinen Schleifpartikel zu binden.
    Nach mehrfachem Wiederholen wechseln Sie zur anderen Messerseite und wetzen das Messer dort mit einem Winkel von ca. 60 Grad.
    Arbeiten Sie dabei unbedingt ohne Druck, jedoch in schnellen fließenden Bewegungen.
  • Klassischer Wetzstahl: Auch die altbekannten Wetzstäbe können Sie mit einer speziellen Diamantbeschichtung erwerben. Im Gegensatz zum Schleifstein arbeiten Sie hier mit beiden Händen gleichzeitig.
    So können Sie das Keramikmesser schneller schärfen, müssen jedoch sehr vorsichtig sein, um sich nicht zu verletzen.

3. Keramikmesser schärfen – eine einfache Schritt für Schritt Anleitung

Um die Schärfe Ihres Keramikmessers zu erhalten, zeigen wir Ihnen in dieser kurzen Anleitung, wie Sie mit einem Schleifstein vorgehen.

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verschiedene bunte keramikmesser

Keramikmesser gibt es in sehr unterschiedlicher Qualität.

Als Erstes legen Sie den Stein auf eine feste Unterlage, sodass dieser nicht verrutschen kann. Nehmen Sie nun das Messer in die rechte Hand. Indem Sie den Daumen leicht auf die Klinge drücken, erleichtern Sie sich die Führung.
Im nächsten Schritt legen Sie das Messer in einem Winkel von 20 Grad auf den Schleifstein und ziehen das Messer dabei zu sich hin.
Die Klinge sollte dabei stets von Ihnen abgewandt sein, sodass Sie sich nicht verletzen können.
Führen Sie beim Ziehen eine leichte Drehbewegung aus, sodass die Spitze des Messers eher zum Schleifstein geneigt wird.
Merken Sie sich die Anzahl der Wiederholungen und wechseln Sie zur anderen Messerseite. Dabei ist ein Winkel von 60 Grad optimal. Achten Sie wiederum darauf, dass die scharfe Messerklinge von Ihnen wegzeigt.
Führen Sie nun die gleiche Anzahl an Bewegungen durch, um das Keramikmesser gleichmäßig zu schärfen.
Wischen Sie das Messer zum Schluss mit einem Tuch ab, um Schleifpartikel zu entfernen.

Viele Schleifsteine verfügen übrigens über eine grobe und eine feine Seite. Wählen Sie die glattere Fläche mit hoher Körnung, wenn Sie das Messer regelmäßig schärfen.

Wie Sie ein stumpfes Keramikmesser ohne Schleifstein schleifen können, sehen Sie in diesem kurzen YouTube-Video:

Tipp: Deutlich einfacher gelingt das Schärfen des Keramikmessers, indem Sie mit einem Diamantschärfer arbeiten.

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Bildnachweise: © pitrs – stock.adobe.com, © Tombaky – stock.adobe.com

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