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Holz reinigen: Hausmittel für jede Holz- und Fleckenart

Holz reinigen: Hausmittel für jede Holz- und Fleckenart

Kann ich jedes Holz reinigen?

Grundlegend lässt sich jedes Holz reinigen. Es ist wichtig, auf das Material und die Fleckenart zu achten. Hitzeflecken lassen sich beispielsweise mit Mayonnaise behandeln, wohingegen Radiergummis bei lackierten Holzarten empfehlenswert sind.


Wie wird unbehandeltes Holz gereinigt und gepflegt?

Für die regelmäßige Reinigung kommen ein Mikrofasertuch sowie eine weiche Bürste zum Einsatz. Zwei bis dreimal jährlich ist dagegen eine intensive Pflege empfehlenswert, je nach Situation mit Haftgummi, Schmutzradierer oder Waschbenzin.


Wie wird lackiertes Holz behandelt?

Bei Verschmutzungen auf lackierten Materialien können Sie zum Holz reinigen einen Radiergummi einsetzen. Die regelmäßige Reinigung kann mit einem einfachen Neutralreiniger erfolgen.


Gepflegtes Holz wirkt sich positiv auf das Raumgefühl aus. Die Naturmaterialien sind zwar robust, benötigen aber eine spezielle Pflege. Besonders einfach ist das Ölen, was sich bei nahezu allen Holzmaterialien empfiehlt. Ist das Holz lackiert oder lasiert, hilft oft nur abschleifen. Wir verraten Ihnen außerdem, warum Leinöl reinigt und schützt, wie Sie mit Seife und Natronlauge arbeiten und wie Sie sogar Brandflecken im Holz retten können.


1. Beschichtungen abhängig von Holz- und Fleckenart reinigen

Beurteilen Sie zuerst, um welche Art von Holzgegenstand es sich handelt. Für unbehandeltes Holz empfiehlt sich beispielsweise der Einsatz weicher Bürsten sowie Mikrofasertüchern.

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Bei geöltem Holz arbeiten Sie dagegen mit einem höchstens nebelfeuchten Tuch, ebenso bei lackiertem Holz. Generell ist lackiertes Holz deutlich unempfindlicher gegenüber unbehandeltem Holz.

Holzart Womit reinigen und pflegen?
Unbehandeltes Holz
Geöltes Holz
  • nebelfeuchtes Tuch
  • Spezialreiniger oder Spülmittel
  • feines Schleifpapier
  • Öl (z.B. Leinöl)
  • Essig (z.B. Apfelessig)
Lackiertes Holz
  • nebelfeuchtes Tuch
  • Holzseife oder Schmierseife
  • Radiergummi
  • Neutralreiniger
  • Poliertuch

2. Unbehandeltes Holz mit einer weichen Bürste pflegen

Unbehandeltes Holz reinigen

Unbehandeltes Holz kann mit einer weichen Bürste oder mit einem Schmutzradierer behandelt werden.

Unbehandelte Möbel aus Holz weisen keine schützende Schicht oder einen Lack auf. Sie sind den Einflüssen in ihrer Umgebung vollkommen ausgeliefert und haben mit

  • Schmutz
  • Staub
  • Feuchtigkeit

zu kämpfen. Setzen Sie für die Pflege der unbehandelten Holzmöbel (beispielsweise Teakholz oder Eiche) stets eine weiche Bürste ein. Diese dringt auch in die Poren und kleinen Rillen der Oberfläche ein und kann kleinste Schmutzteile entfernen. Danach können Sie die losen Teile mit dem Staubsauger aufsaugen.

Für die regelmäßige Reinigung sind Mikrofasertücher gut geeignet. Sie verfügen über staubanziehende Eigenschaften und entfernen den Staub zumindest oberflächlich.

Wischen Sie immer in der gleichen Richtung der Maserung und achten Sie darauf, dass das verwendete Tuch stets sauber ist.

Eine wöchentliche Routine beim Holz reinigen ist bei unbehandeltem Material empfehlenswert, damit sich der Schmutz gar nicht erst festsetzt. Vergessen Sie auch die Seitenteile eines Gegenstandes nicht, da sich hier (im Vergleich zu lackierten Materialien) häufiger Staub ansammelt.

2.1. Unbehandeltes Holz mit Haftgummi reinigen

Auch die Pflege des empfindlichen Holzes gehört dazu, am besten zwei bis dreimal jährlich, für altes Holz erst recht.

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    • Haftgummi: Für unbehandeltes Holz ist Haftgummi ein kleiner Geheimtipp. Hierfür den Gummi auf der Oberfläche hin- und her rollen, damit sich Schmutz aus den Rillen und Poren auf dem Gummi sammelt. Ist der Gummi dunkel, einfach die obere Schicht entfernen.
    • Schmutzradierer: Für tiefen Schmutz ist diese Variante weniger effektiv, dafür aber empfehlenswert für hartnäckige und eher oberflächliche Verschmutzungen.
  • Waschbenzin: Diese Variante sollte nur mit Handschuhen und Mundschutz verwendet werden. Tragen Sie das Waschbenzin sehr sparsam auf das Material auf und verreiben Sie es zügig.

Unbehandeltes Holz darf nicht mit Wasser oder weiteren Flüssigkeiten (außer Waschbenzin, aber definitiv kein Spiritus) bearbeitet werden. Das Holz könnte sonst aufquellen, was nicht mehr reparierbar wäre.

3. Geöltes Holz mit feinem Schleifpapier bearbeiten

Ist die Holzoberfläche geölt, so setzt sich auch hier in den offenen Poren oft Schmutz ab. Generell ist geöltes Holz gegenüber lackiertem Holz empfindlicher.

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  • Regelmäßige Pflege: Geöltes Holz sollte regelmäßig mit einem maximal nebelfeuchten Tuch gereinigt werden. Ein Spezialreiniger oder ein kleiner Tropfen Spülmittel reichen zusätzlich aus.
  • Bei hartnäckigen Verschmutzungen: In diesem Fall sollten Sie das Holz säubern, mit einem feinen Schleifpapier schleifen, entstauben und anschließend eine neue Schicht Öl auftragen.

3.1. Geöltes Holz mit Leinöl behandeln

Achtung:
Lassen Sie den Lappen nach der Anwendung frei aushängen oder legen Sie ihn in ein geschlossenes Gefäß. Das Leinöl könnte sich sonst entzünden!
Um das geölte Holz nochmals zu ölen, ist Leinöl empfehlenswert. Dies wird vor allem eingesetzt, wenn Sie die geölte Oberfläche zuvor abgeschliffen haben.

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Benötigtes Material:

  • Leinöl-Firnis
  • fusselfreier Lappen

Vorgehensweise:

  1. Schmutz und Staub mit einem feinen Schleifpapier entfernen
  2. mit einem Lappen nachwischen
  3. Leinöl gleichmäßig und mit kreisenden Bewegungen in das Holz einreiben
  4. etwa zehn Minuten einziehen lassen, ist das Holz kalt, eventuell länger
  5. danach noch einmal glatt reiben und eventuelle Ölreste entfernen
  6. Vorgang zwei bis dreimal wiederholen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Abgesehen von Leinöl lassen sich bei geölten Materialien noch weitere Reiniger einsetzen. Preiswert ist Balsamico-Essig für dunkleres Holz, bei hellem Holz ist Apfelessig empfehlenswert.

4. Lackiertes Holz mit Radiergummi behandeln

Wurde das Holz lackiert, so ist es sehr robust gegenüber Schmutz und Wasser. Dennoch sollten Sie beim sauber machen darauf achten, dass sich keine Pfützen bilden und das Holz zügig getrocknet wird. Das gilt vor allem auch für Dielen oder die Holztreppe. Sie sind zwar meistens robuster, aber auch hier darf nur nebelfeucht gewischt werden. Hierfür eignen sich Holzseife oder Schmierseife.

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Bei lackiertem Holz dürfen keine ätzenden Substanzen, Lösemittel oder Scheuermittel eingesetzt werden.

Nutzen Sie bei hartnäckigen Flecken auf lackiertem Holz stattdessen einen Radiergummi. Neutralreiniger ist ebenfalls geeignet, wohingegen Spezialreiniger für lackiertes Holz nur selten wirklich benötigt wird. Nach der Reinigung polieren Sie die lackierte Fläche, um auch kleine Kratzer optisch zu entfernen. Wichtig ist, nur wenig Politur zu verwenden und diese Anwendung höchstens jährlich vorzunehmen.

Falls Sie bei lackiertem Holz zu oft oder aggressiv pflegen, kann es sein, dass das Material irgendwann klebt. Klebriges Holz können Sie reinigen, sollten es aber mit Lack oder Wachs neu behandeln.

5. Lichtflecken, Hitzeflecken und Brandflecken mit Hausmittel behandeln

Auf Holzoberflächen entstehen häufig Lichtflecken, Brandflecken oder Wasserflecken. Diese drei Fleckenarten können Sie mit Natronlauge, Seife, Mayonnaise, Zahnpasta oder Zigarettenasche behandeln. Tricks dieser Art können auf der Holzterrasse im Garten helfen, aber auch bei der vergilbten Tür, die mit Nikotinlöser behandelt wird.

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5.1. Lichtflecken mit Natronlauge und Seife vorbeugen

Achtung
Natronlauge ist ätzend, sodass Sie unbedingt mit Gummihandschuhen arbeiten müssen! Lesen Sie aufmerksam die Gebrauchsanleitung, um Haut und Augen zu schützen, sowie die Rückstände der Lauge korrekt zu entsorgen.
Holz reagiert empfindlich auf Licht, sodass sich die Färbung verändern kann. Rötliches Holz wird blass oder bräunlich. Empfehlenswert ist es, überhaupt nichts auf das Holz zu stellen (beispielsweise keine Vase auf den Tisch), damit das Holz gleichmäßig und ohne unschöne Flecken ausbleichen kann. Mit etwas Zeit ist das auch ein Notfall-Tipp, um bereits existierende Lichtflecken wieder langsam gleichmäßig ausbleichen zu lassen.

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Vorbeugen können Sie Lichtflecken mit einer Natron/Soda-Lauge und Seife. Behandeln Sie das Holz mit der Lauge aus Natron, damit sich die Poren öffnen. Beim Seifen werden Schmutzpartikel auf der Holzoberfläche ausgewaschen.

5.2. Hitzeflecken mit Mayonnaise behandeln

Gegen Verfärbungen, die durch Hitze entstanden sind, hilft Mayonnaise. Tragen Sie diese großzügig auf die Fläche auf und lassen Sie die Masse etwa 30 Minuten einwirken.

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Entfernen Sie die Reste und polieren Sie das Holz anschließend. Wichtig ist, dass Sie abhängig der vorherigen Behandlung Öl oder Wachs einsetzen.

Dieser Trick, um Brandflecken im Holz zu entfernen, klappt nur, solange es noch nicht zu einer Verkohlung kam!

5.3. Wasserflecken mit Zahnpasta entfernen

Stand ein Wasserglas auf Ihrem Holztisch und hat einen unschönen Wasserfleck hinterlassen, werden Sie diesen zügig wieder los. Zum Einsatz kommen bei geölten, lasierten und lackierten Holzarten wahlweise

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  • Zahnpasta
  • oder Zigarettenasche.

Tragen Sie das Material auf die Holzoberfläche auf, verreiben Sie es und lassen es ebenfalls etwa 30 Minuten einwirken. Wichtig ist hierbei das gründliche Reinigen. Bei gewachsten und geölten Flächen müssen Sie das Holz danach auffrischen und polieren.

Ist es gerade erst passiert, können Sie die Flüssigkeit noch mit einem Tuch aufsaugen und das Holz danach mit einem weichen Tuch polieren. Missgeschicke lassen sich außerdem durch Öl- oder Wachspflege kaschieren, allerdings muss hierfür die gesamte Oberfläche behandelt werden.

6. Spezialreiniger für Holzoberflächen

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