Bei den Eltern ausziehen: Tipps für junge Menschen

Bei den Eltern ausziehen: Tipps für junge Menschen

Immer frische Wäsche im Schrank und ein warmes Essen auf dem Tisch. Hotel Mama hat schon seine Vorzüge. Wer sich loseisen will findet hier Tipps zu Auszug und Umzug.

Jugendliche werden immer selbstständiger. Bereits im jungen Alter gehen sie selbstständig zur Schule, erledigen alleine ihre Hausaufgaben und fangen an, für sich selbst zu sorgen. Andere Kinder dagegen genießen Hotel Mama bis ins späte Alter und lassen sich von den Eltern verwöhnen.

Statistiken belegen, dass Erwachsene immer häufiger mit ihren Eltern zusammenleben. Es gibt viele Gründe für diese Entwicklung, die wichtigste ist wahrscheinlich die gestiegene Ausbildungszeit der jungen Erwachsenen. Wer studiert, kann ohne einen guten Verdienst nicht eine eigene Wohnung bezahlen. Hinzu kommt die Tatsache, dass viele Schulabgänger erst Jahre nach dem Schulabschluss in die Berufswelt einsteigen.

Trautes Heim, Glück allein

Wie wir aus dem französischen Kinohit Tanguy wissen, ist nicht alles Gold, was glänzt. Selbes gilt für das Hotel Mama. Wenn ein junges Paar zu Hause wohnt, ist die Stimmung am Anfang locker und gelassen, man könnte sie durchaus als fröhlich bezeichnen. Das Paar findet morgens eine reichlich gedeckte Tafel vor und bedient sich großzügig. Anschließend gehen beide Familien getrennt ihre Wege. Die einen schlafen das Besäufnis von vergangener Nacht aus, die anderen werkeln im Garten.

Auf Dauer kann niemand die gute Stimmung erhalten. Eltern reagieren früher oder später genervt auf die faulen Kinder, die Stimmung sinkt und die Spannung wächst. Für beide Seiten wird das Zusammenleben schnell zum Dauerstress. Früher oder später folgt ein Streit sowie der Auszug der jungen Generation.

Auszug als Jugendlicher und Vergütungen

Gerade in der Pubertät trifft den einen oder anderen der Gedanke, sein Leben mit dem Partner alleine fortzuführen. Der Mut zur Unabhängigkeit ist durchaus als lobenswert zu bezeichnen, jedoch nicht ganz so einfach in die Tat umsetzbar. Grundsätzlich benötigen Jugendliche nämlich bis zur Volljährigkeit die Einwilligung ihrer Eltern, wenn sie eine eigene Wohnung oder WG beziehen möchten. Es spielt keine Rolle, ob das Kind bereits 17 ist und kurz vor der Volljährigkeit steht, bis zum 18. Lebensjahr besitzen die Eltern alleine das Aufenthaltsbestimmungsrecht und können entscheiden, wo ihr Nachwuchs wohnt.

Es gibt aber auch eine Ausnahme: Wer mit 16 oder 17 Jahren nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung beginnt, erhält dafür auch eine Vergütung. Je nach Höhe dieser Vergütung könnte sich der Jugendliche eine eigene Wohnung leisten und bräuchte nur noch das Einverständnis der Eltern. Zusätzlich zum Lohn erhalten die Kinder natürlich auch das Kindergeld. Weitere mögliche Förderungen:

Des Weiteren wäre die Finanzierung durch die Eltern möglich, da Kinder unterhaltsberechtigt, beziehungsweise Eltern in diesem Fall barunterhaltspflichtig, sind. Bei diesem Thema spielt allerdings die Moral eine große Rolle. Wenn die Eltern den Auszug nicht finanzieren wollen, ist diese Entscheidung nur vor dem Gericht zu klären. Diesen Streit möchten die meisten Kinder nicht verursachen.

8 Spartipps für den Auszug

Sollten Sie nun also den Schritt wagen wollen und bei Ihren Eltern ausziehen, dann haben wir hier nun einige Tipps für Sie, wie Sie dabei sogar noch etwas Geld sparen können.

» Tipp 1 – Second-Hand-Möbel:

Bei der Anschaffung von Möbeln lässt sich jede Menge Geld sparen. Für eine Erstwohnung müssen es ja nicht unbedingt neue Möbel sein, Second-Hand-Möbel gehen ebenfalls in Ordnung. Auch bei Einrichtungsgegenständen werden Nachbarn, die Eltern oder Freunde sicherlich etwas entbehren können.

» Tipp 2 – Umzugshelfer finden:

Beim Umzug können Freunde, Bekannte und Verwandte helfen: Sei es beim Kistenpacken und Kistentragen, dem Verleih eines Transporters oder beim Möbelabbauen.

» Tipp 3 – Handwerksarbeiten von Freunden/Bekannten erledigen lassen:

Simple handwerkliche Arbeiten, etwa Regale anbringen, Bilder aufhängen, usw., können Sie ja sicherlich selbst erledigen. Und wenn nicht, finden Sie mit Sicherheit einen Freund, der handwerklich begabt ist.

» Tipp 4 – Dinge im Internet verkaufen:

Dinge, die Sie zu Hause nicht mehr benötigen, sollten Sie wenn möglich im Internet verkaufen. Aus dem Erlös können Sie dann neue Sachen kaufen.

» Tipp 5 – Umzugsunternehmen engagieren:

Wenn Sie den Umzug einer Spedition überlassen möchten, dann sollten Sie frühzeitig Kostenvoranschläge einholen und die Angebote miteinander vergleichen. Die Preise sind von Anbieter zu Anbieter nämlich sehr verschieden. Wichtig ist es allerdings, nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Seriosität der Firma zu achten. Seriöse Unternehmen sind unter anderem auf www.immobilienscout24.de/de/umzug/index.jsp zu finden.

» Tipp 6 – Umzugstermin:

Beliebte Umzugstermine sind am Anfang oder Ende des Monats. Wenn möglich sollten Sie diese Zeit meiden, da Speditionsunternehmen mehr Geld für ihre Leistung verlangen. Am besten sind Tage in der Mitte des Monats, Wochenenden ausgenommen.

» Tipp 7 – Umzugskartons kaufen:

Viele Menschen nutzen beim Umzug alte Kartons vom Fernseher, der Spülmaschine oder anderen Geräten. Diese sind nicht für den Umzug geeignet, da die Kartons zu dünn, brüchig und häufig groß sind. Spezielle Umzugskartons können Sie im Internet sowie in Baumärkten kaufen beziehungsweise von Speditionsfirmen mieten.

» Tipp 8 – Umzug richtig organisieren:

Eine gute Organisation ist wichtig, weil sie Zeit und Geld spart. Vor dem Umzug sollten Sie daher Checklisten anlegen und diese der Reihe nach abarbeiten.

Nach dem Umzug sparen

Der Traum von der Unabhängigkeit kann für viele junge Paare schnell enden, wenn sie ihre Kosten nicht im Griff haben. Deshalb sollten Sie so früh wie möglich damit beginnen, Ihre Einnahmen und Ausgaben zu notieren. Dazu gibt es spezielle Programme, ein Excel Spreadsheet ist aber ebenfalls ausreichend.

In Verbindung mit dem Homebanking fällt die Führung eines Haushaltsbuchs noch einfacher. Jedoch sollten Sie sich nicht dazu verleiten lassen, die Kreditkarte zu oft zu nutzen. So verlieren viele Menschen den Überblick und landen später in der Schuldenfalle. Stattdessen lieber das Budget genau planen und mit Bargeld zahlen.

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