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Bad lüften: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Badezimmer richtig lüften

Bad lüften: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Badezimmer richtig lüften

Wirkt Ihr Badezimmer nach dem Duschen wie eine Dampfsauna? Dann ist regelmäßiges Lüften das A und O. Zudem sollten Sie stets die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum im Auge behalten. Denn wenn die Wände dauerhaft feucht bleiben, kann dies zu Schimmelbildung führen. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Bad richtig lüften und was es sonst noch zu beachten gibt.

1. Schimmel gefährdet Gesundheit und Materialien

In jedem Raum Ihrer Wohnung herrscht eine gewisse Luftfeuchtigkeit, denn wir reichern die Luft durch unseren Atem und durch Schwitzen an. So manche Ausstattung kann ebenfalls Ihre Raumluft belasten, beispielsweise Farben oder Teppiche. Im Badezimmer kommt noch das Baden und Duschen hinzu und gegebenenfalls das Wäschetrocknen. Auch wenn sich mehrere Personen die Zähne putzen, am Waschbecken waschen oder die Haare stylen, erhöht das die Feuchtigkeit in der Luft.

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Tipp: Für ein gesundes Raumklima sollte die Temperatur in Ihrem Badezimmer zwischen 20 und 23 Grad liegen und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent haben, die nur kurzzeitig überschritten wird.

badezimmer lüften

Je intensiver ein Badezimmer von mehreren Personen genutzt wird, desto höher steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum an.

Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollten Sie deshalb im Bad auf einen regelmäßigen Luftaustausch achten. Wenn Sie Ihr Bad lüften, wandert feuchte und verbrauchte Luft nach draußen und frische Luft gelangt in den Raum. Tun Sie dies nicht oder zu selten, riskieren Sie Probleme:

  • Gesundheit: Vor allem bei empfindlichen Menschen, Allergikern und Kindern kann eine hohe Konzentration an Schimmelsporen in der Luft Reizhusten oder Atembeschwerden und sogar Asthma oder Infektionen auslösen.
  • Baumängel: Die Bildung von Schimmel kann zudem dazu führen, dass sich Tapeten wellen, Türen und Fenster aufquellen oder die Wände verschimmeln. Das verursacht teilweise teure Renovierungsarbeiten bzw. Ärger mit dem Vermieter.

2. Lüftung im Bad: Geöffnetes Fenster und dezentrale Lüftung

Wie Sie am besten Ihr Badezimmer lüften, hängt natürlich von den Verhältnissen vor Ort ab. Wir geben Ihnen Tipps zu den unterschiedlichen Möglichkeiten.

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Luftfeuchtigkeit messen: Mit einem Hygrometer sind Sie stets über die relative Raumluftfeuchte in Ihrem Badezimmer informiert.

2.1. Erst Stoßlüften, dann Durchzug

stoßlüften zur lüftung im bad

Zum Stoßlüften ist das Badfenster für einige Minuten weit offen und zum sogenannten Querlüften öffnen Sie die Badtür sowie ein gegenüberliegendes Fenster.

Die beste Maßnahme für eine optimale Feuchtigkeit der Badezimmerluft ist eine regelmäßige Grundlüftung. Dazu öffnen Sie das Fenster im Bad für etwa 15 Minuten sperrangelweit. Zum effektiven Luftaustausch sollten auch die Badezimmertür und das Fenster eines gegenüberliegenden Raumes während dieser Zeit offen sein. Nach dem Duschen oder Baden ändert sich das Lüftverhalten ein wenig:

  1. Zuerst stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster – und dies etwa 5 bis 10 Minuten lang, bis Spiegel und Glasflächen nicht mehr beschlagen sind. Lassen Sie die Tür aber so lange geschlossen, damit der Wasserdampf nicht in die anderen Räumen gelangt.
  2. Danach erst erfolgt das Querlüften. Dazu öffnen Sie die Badtür sowie ein gegenüberliegendes Fenster. Der nun entstehende Durchzug befördert die restliche Feuchtigkeit zügig nach draußen.

Sie können den Durchzug in der kalten Jahreszeit verkürzen oder auch ganz weglassen, sollten aber in jedem Fall während des Lüftens die Heizung herunterdrehen – es sei denn, es handelt sich um eine Fußbodenheizung.

Allgemein wird empfohlen, zwei- bis dreimal täglich das Bad zu lüften. Bei heißen Außentemperaturen empfiehlt sich eine Lüftung früh am Morgen und spät am Abend. Im Winter sollten Sie mindestens zweimal täglich für fünf Minuten das Fenster öffnen.

2.2. Dezentral lüften – mit und ohne Fenster

duschen innenliegendes bad

Wenn Sie vor dem Duschen oder Baden die Heizung etwas höher stellen, nimmt die warme Luft mehr Feuchtigkeit auf.

Die Lüftung für ein Bad ohne Fenster erfolgt in der Regel über einen Wandlüfter. In den meisten Fällen wird dabei die feuchte Abluft im Bad herausgesaugt und frische Luft strömt über einen zweiten Zugang nach. Für ein innenliegendes Bad ist es empfehlenswert, das Gerät bereits zu aktivieren, bevor Sie in die Wanne steigen oder unter die Dusche gehen. Auch danach lassen Sie den Lüfter noch so lange laufen, bis sich kein Wasserdampf mehr im Raum befindet.

Im Winter ist es zudem ratsam, während des Duschens oder Badens stärker zu heizen. Denn warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Aber denken Sie dabei an Ihre Heizkosten. Auch ein Luftentfeuchter für die Dusche kann nützlich sein:

Möglicherweise denken Sie darüber nach, Ihr Bad dezentral zu belüften, obwohl es ein Fenster hat. Das kann Vor- und Nachteile mit sich bringen:

Vorteile:

  • senkt im Winter die Heizkosten
  • kein Straßenlärm durch geöffnetes Fenster
  • Lufttemperatur wird schneller reguliert
  • Filter sorgt für allergikerfreundliches Lüften

Nachteile:

Achtung: In einem Vier-Personen-Haushalt können täglich 12 bis 15 Liter Wasser die Luft als Wasserdampf anreichern und sich an Wänden und Decken niederschlagen.

3. Worauf Sie sonst noch beim Badezimmer lüften achten sollten

feuchtigkeit in der wohnung

Trocknen Sie Ihre Wäsche möglichst nicht in der Wohnung, weil dadurch die Luftfeuchtigkeit zunimmt.

Es gibt noch weitere Aspekte zu beachten, wenn es darum Ihr geht, wie Sie Ihr Bad lüften und für eine optimale Luftfeuchtigkeit sorgen:

  1. Je moderner das Haus ist, desto häufiger sollten Sie lüften. Das hängt damit zusammen, dass Neubauten heutzutage regelrecht hermetisch abgedichtet sind und so kein automatischer Luftaustausch mehr erfolgt.
  2. Halten Sie möglichst die Außenwände frei von Möbeln. Denn dahinter kann die Luft nur schwer zirkulieren und die Stellen bleiben lange feucht. Eine Alternative ist, die Möbel mit fünf bis zehn Zentimetern Abstand aufzustellen.
  3. Trocknen Sie Ihre Wäsche möglichst nicht im Badezimmer oder in anderen Wohnräumen. Falls dies unumgänglich ist, sollten Sie mehr als drei Mal täglich stoßlüften.
  4. Sollte Ihr Bad weder über Fenster noch über Wandlüfter verfügen, müssen Sie notgedrungen die Badezimmertür weit öffnen, um den Raum zu lüften. Sorgen Sie in diesem Fall für einen guten Durchzug im Rest der Wohnung.
  5. Entfernen Sie nach Dusche oder Bad das Kondenswasser von Spiegel, Duschwand und Fenster. Damit sorgen Sie für einen schnelleren und effektiveren Luftaustausch und sparen zusätzliche Heizkosten.

Tipp: Es wird davon abgeraten, das Fenster im Bad nur zu kippen. Denn bei schwülen Außentemperaturen kann sich die Luftfeuchtigkeit im Raum sogar erhöhen. Gleichzeitig geht der Luftaustausch in Kippstellung viel zu langsam vonstatten und erhöht im Winter zudem die Heizkosten.

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