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Luftfeuchtigkeit senken: Tipps und Hausmittel für das optimale Raumklima

Luftfeuchtigkeit senken: Tipps und Hausmittel für das optimale Raumklima

Eine zu hohe Luftfeuchte in Räumen kann nicht unangenehm sein, sondern auch zu ernsten Problemen führen. Schimmel hat es besonders leicht sich festzusetzen und lässt sich nur schwer beseitigen, wenn die Raumfeuchte dauerhaft zu hoch ist. In unserem Artikel zeigen wir Ihnen daher, wie ein gutes Raumklima aussieht und mit welchen Hausmitteln Sie die Luftfeuchtigkeit senken können.

1. Das ideale Raumklima in der Wohnung

Als relative Luftfeuchtigkeit bezeichnen wir einen Wert, der bestimmt, wie viel Wasser die Luft aufgenommen hat. Dabei sind alle Werte zwischen 0 und 100 % denkbar. Beträgt die Luftfeuchtigkeit 100 %, so ist die Luft nicht mehr in der Lage, noch mehr Wasser aufzunehmen.
Das Wasser muss sich also an irgendeiner Stelle sammeln. Besonders häufig zeigt sich dies im Badezimmer kurz nach dem Duschen, wenn der Spiegel beschlagen ist.

Die optimale Luftfeuchte in Räumen liegt zwischen 45 und 55 %. Im Badezimmer werden meist etwas höhere Werte von bis zu 70 % erreicht, die noch in Ordnung sind.

Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser kann Sie absorbieren, ohne dass sich dieses an den Wänden oder den Fenstern wiederfindet. Dementsprechend kann bereits das ordentliche Heizen dabei helfen, die Luftfeuchtigkeit zu senken.

Gut zu wissen
Wenn Sie die Luftfeuchtigkeit in Räumen bestimmen möchten, nutzen Sie entweder ein einfaches Hygrometer oder aber eine moderne Wetterstation. Besonders gut eignen sich Geräte mit Innen- und Außenmessung, um Ihnen anzuzeigen, wann es am meisten Sinn macht, zu lüften.

Generell gelten folgende Temperaturempfehlungen in Wohnräumen:

  • Schlafzimmer: 16 bis 19 °C
  • Küche: 20 bis 21 °C
  • Wohn- und Esszimmer: 21 bis 22 °C
  • Arbeitszimmer: 21 bis 23 °C
  • Badezimmer: 22 bis 23 °C

Bereits eine Temperaturerhöhung von einem Grad kann deutlich dabei helfen, die relative Luftfeuchtigkeit zu senken, da die Umgebungsluft mehr Wasser aufnehmen kann.
Nähere Informationen zu diesem Phänomen finden Sie hier.

Wie das Klima in den verschiedenen Räumen aussehen sollte, sehen Sie auch noch einmal in diesem Video:

2. Luftfeuchtigkeit senken – so gelingt es

Wenn Sie die Luftfeuchtigkeit senken möchten, so stehen Ihnen verschiedene Hausmittel zur Verfügung, die wir Ihnen in den nächsten Abschnitten kurz vorstellen möchten.

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Bitte beachten Sie dabei, dass sich Feuchtigkeit auch an einigen Stellen in schlecht gedämmten Häusern oder im Bereich von Metallfenstern sammeln kann, obwohl die Luftfeuchtigkeit an sich stimmt. Dies liegt an Kältebrücken, bei denen der Taupunkt niedriger liegt, die lokale Temperatur also sehr gering ist, sodass es Feuchtigkeit und Schimmel leichter haben.

2.1. Die Luftfeuchtigkeit durchs Heizen senken

ein thermometer an einer beschlagenen scheibe

Kältebrücken entstehen an schlecht gedämmten Bereichen im Haus.

Viele Probleme entstehen, indem Energie gespart werden soll. So wird die Heizung beispielsweise nur aufgedreht, wenn wir zu Hause sind.

An sich ist dies durchaus eine mögliche Option, kann jedoch in eher feuchten Räumen schnell zum Problem werden.
Kühlen die Wände zu stark aus, so verringert dies die lokale Aufnahme von Feuchtigkeit und es kann zu Schimmel kommen.

Ganz nebenbei lässt sich auf diese Weise auch keine Energie sparen, da die Heizung in der Anwesenheitszeit sehr stark arbeiten muss. Eine eher gleichmäßige Temperatur sorgt hingegen für bessere Energiewerte.
Absenkungen sollten daher nicht mehr als 2 Grad betragen.

Zusätzlich macht es Sinn, wenn Schränke nicht direkt an der Wand stehen, sodass die Luft zirkulieren kann.

2.2. Regelmäßig lüften – so geht es richtig

Am besten lüften Sie einen Raum etwa zwei- bis viermal am Tag, je nachdem ob Sie sich viel in diesem Raum aufhalten oder nicht.
Lüften Sie lediglich für 5 bis 10 Minuten, jedoch mit weit geöffneten Fenstern oder Türen. Idealerweise lüften Sie den gesamten Wohnraum auf einmal, damit die Heizungen die Luft im Winter schnell wieder erwärmen können.

Im Sommer ist es hingegen deutlich leichter, da sich die Feuchtigkeit aufgrund der höheren Temperaturen nur selten zum Problem entwickelt.
Dennoch sollten Sie auch in der warmen Jahreszeit auf regelmäßiges Lüften achten. Dies gilt insbesondere nach dem Duschen oder baden.

Viele Wetterstationen verfügen über eine Empfehlung zum Lüften, die in Abhängigkeit zu der innen und außen gemessenen Temperatur sowie Luftfeuchte ausgesprochen wird.

2.3. Feuchtigkeitsquellen minimieren

pflanzen in einem wohnraum

Nicht alle Zimmerpflanzen benötigen viel Wasser.

Nicht nur Menschen und Tiere erhöhen die Luftfeuchtigkeit in einem Raum. Auch Zierbrunnen, Aquarien sowie Pflanzen kommen als Feuchtigkeitsspender in Betracht.

Während sich ein Brunnen noch leicht beiseitestellen lässt, so möchte kaum jemand auf seine geliebten Pflanzen verzichten.
Dennoch kann es durchaus sinnvoll sein, über einen Wechsel nachzudenken.

So können Sie beispielsweise auf Pflanzen zurückgreifen, die relativ wenig Feuchtigkeit an die Umgebung abgeben und die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause nur minimal erhöhen. In Betracht kommen sämtliche Pflanzen, die selbst wenig Wasser benötigen.

So eignen sich vor allem:

Ein weiteres großes Problem stellt das Wäschetrocknen dar. Wird die Wäsche nach dem Waschen in der Wohnung aufgehängt, erhöht dies massiv den Feuchtigkeitsgehalt.
Wenn es möglich ist, trocknen Sie Ihre Wäsche daher im Freien oder aber einem separaten Kellerraum.
Alternativ erhöhen Sie die Zimmertemperatur kurzfristig ein wenig und lüften Sie zusätzlich ein paar Mal.
Auf Kipp sollte das Fenster allerdings nie stehen.

Auch beim Kochen entsteht sehr viel Wasserdampf. Eine Dunstabzugshaube, die ins Freie geht, kann hier Abhilfe schaffen. Die klassische Umlufthaube filtert hingegen nur Gerüche, sodass zusätzliches Lüften unbedingt nötig ist.

2.4. Typische Hausmittel, um die Luftfeuchtigkeit zu senken

Möchten Sie die Luftfeuchtigkeit weiter senken oder reichen die bisherigen Tipps nicht aus, können Sie auch zu einem der folgenden Hausmittel greifen:

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  • Salz: Verteilen Sie Salzschalen an verschiedenen Stellen im Haus. Es bindet Feuchtigkeit und kann so lokal dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit zu senken. Besonders gut eignet es sich daher im Bereich typischer Flüssigkeitsansammlungen.
  • Reis: Eine Reisschale sieht zwar weniger dekorativ aus. Auf diese Weise lassen sich allerdings sehr gute Ergebnisse erzielen.
  • Katzenstreu: Auch wenn Sie keine Katze besitzen, können Sie das Mittel verwenden, um Feuchtigkeit zu binden. Je nach Sorte kann diese durchaus als Dekoartikel durchgehen und fällt somit kaum auf.

Bei allen drei Mitteln müssen Sie darauf achten, diese regelmäßig auszutauschen, da die Speicherfähigkeit begrenzt ist und der Effekt der Reduzierung des Feuchtigkeitsgehalts in der Wohnung ansonsten verlorengeht.

Wollen Sie die Luftfeuchte in Räumen lieber erhöhen, informieren wir Sie in unserem separaten Artikel über die vielfältigen Möglichkeiten.

3. Die Luftfeuchtigkeit im Keller senken

blauer bautrockner vor einem weissen hintergrund

Je nach Größe des Kellers kommen unterschiedliche Trocknungsgeräte in Betracht.

In vielen älteren Häusern ist der Keller nur unzureichend gedämmt, sodass es Feuchtigkeit relativ leicht hat, dort einzudringen.
Zusätzlich stellt die geringe Temperatur ein großes Problem dar.

Idealerweise lüften Sie daher nur dann, wenn es draußen kälter als im Keller ist. Im Sommer eignen sich die frühen Morgenstunden am besten.

Zudem können Sie zu einem professionellen Luftentfeuchter greifen. Da ein solches Gerät Lärm verursacht, kommt es in Wohnräumen nur in Ausnahmefällen zum Einsatz.
Im Keller hingegen dürfte Sie dieser Aspekt nicht weiter stören.

Leider benötigen gute Luftentfeuchter viel Energie. Auf der anderen Seite kann ein dauerhaft feuchter Keller die Tragfähigkeit des gesamten Gebäudes beeinträchtigen, sodass Sie sich genau überlegen sollten, ob es an dieser Stelle Sinn macht, ein wenig Geld einzusparen.

4. Mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit immer im Blick

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