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Korkboden verlegen: Anleitung für verschiedene Untergründe

Korkboden verlegen: Anleitung für verschiedene Untergründe

Ist es kompliziert, Korkboden selbst zu verlegen?

Bei Klick-Kork, Korkparkett oder Korklaminat ist die Verlegung relativ einfach. Ein gewisses handwerkliches Geschick ist jedoch dennoch nötig.


Kann ich Korkboden auch über einer Fußbodenheizung verlegen?

Ja, allerdings sollten Sie Kork bei einer Fußbodenheizung besser kleben, da der Wärmedurchlass ansonsten relativ zäh vonstattengeht.


Benötige ich eine Dampfsperre unter dem Korkboden?

Generell ist eine solche bei jedem mineralischen Untergrund nötig, um Staunässe zu verhindern.
Zusätzlich können Sie auf diese Weise kleinere Unebenheiten des Untergrunds leicht ausgleichen.


Kork fristete lange Zeit ein Schattendasein, ist jedoch zunehmend beliebter. Der Naturstoff verfügt nicht nur um eine angenehme Wärme, sondern kann zudem durch eine erstklassige Ökobilanz punkten.
In unserem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Korkboden verlegen und welche Tipps Sie dabei beachten sollten.


1. Die richtige Vorbereitung, um Korkboden zu verlegen

Haben Sie bereits in einem spezialisierten Online Shop für Bodenbeläge schönen und hochwertigen Korkboden gefunden und möchten diese Bodenart auf Holzdielen verlegen, so sollten Sie vor dem Kauf zunächst die Quadratmeterzahl berechnen. Bitte beachten Sie dabei, dass Sie etwa 5, bei verwinkelten kleinen Räumen 10 % an Verschnitt hinzurechnen.

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Zusätzlich benötigen Sie eine Unterlegfolie, eine sog. Dampfsperre, die den bisherigen Bodenbelag von dem Korkboden abtrennt. Auf diese Weise kann sich dort keine Feuchtigkeit sammeln.
Am besten wählen Sie (sofern es die baulichen Voraussetzungen zulassen) eine dickere Dampfsperre, da Sie auf diese Weise kleinere Unebenheiten im Untergrund von wenigen Millimetern sehr gut ausgleichen können.
Zusätzlich verbessert sich die Trittschalldämmung, die allerdings bei Dielen aus Kork ohnehin sehr gut ausfällt.

Für einen sauberen Abschluss sollten Sie passende Fußleisten mitbestellen.

Bevor Sie mit dem Verlegen des Korkbodens beginnen, lassen Sie den Boden für zwei bis drei Tage in dem jeweiligen Zimmer liegen. Auf diese Weise kann sich der Boden akklimatisieren und es kommt nicht zu später sichtbaren Fugen.

Tipp: Alternativ können Sie Kork auch kleben. Dies erfordert allerdings etwas mehr handwerkliche Vorerfahrung. Zudem lassen sich Fehler nachträglich nicht mehr ausgleichen.

2. Dieses Werkzeug benötigen Sie, um Korkboden zu verlegen

boden verlegen

Im Prinzip unterscheidet sich das Verlegen von Kork nicht von der Laminat- oder Vinylverlegung.

Wenn Sie Korkboden schwimmend verlegen möchten, so benötigen nur relativ wenig Werkzeug. Um jedoch sauber schneiden zu können, sollten Ihnen folgende Dinge Utensilien zur Verfügung stehen:

  • ein Laminatschneider: Mit diesem können Sie einzelne Dielen sauber und vor allem sehr schnell abschneiden.
  • eine Stichsäge: Mithilfe einer Stichsäge können Sie einzelne Bretter passgenau zuschneiden. Dies ist besonders an Ecken, der Wand sowie Türen wichtig.
  • eine Feinsäge: Mit einer Feinsäge können Sie Türzargen aus Holz kürzen, sofern sich die Bodenhöhe durch die Verlegung verändert.
  • die Kapp- und Gehrungssäge: Diese spezielle Säge benötigen Sie erst für den Abschluss mit Fußleisten. So schneiden Sie Fußleisten in exaktem 45 ° Winkel, um Ecken sauber abzuschließen.

3. Korkboden verlegen – mit dieser Anleitung gelingt es

Liegt alles bereit, kann es endlich losgehen. Zunächst verlegen Sie die Folie vollflächig im gesamten Zimmer.

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Beginnen Sie anschließend in einer Ecke des Raums und achten Sie darauf, dass Sie eine Dehnungsfuge zur Wand hin freilassen. Der Dehnungsstreifen sollte etwa 5 bis 10 Millimeter breit sein.
Um einen gleichmäßigen Abstand zur Wand einzuhalten, können Sie mit entsprechenden Streifen arbeiten und die Wandfläche komplett abkleben oder aber lediglich einige Keile verwenden.

Arbeiten Sie sich immer in Reihen voran. Legen Sie dazu bei der ersten Reihe zunächst alle Korkdielen aus. Auf diese Weise lässt sich leicht erkennen, ob am Ende der Reihe ein schmaler Streifen verbleiben würde. Ist dies der Fall, so schneiden Sie das erste Brett mittig ab, um mit der Verlegung zu starten.
Zum Rand hin sollte das kleinste Brett stets mindestes 15 cm aufliegen. Ansonsten wird die schwimmende Verlegung in diesem Bereich zu instabil.

Klicken Sie die Dielen nun ineinander, kürzen Sie das letzte Brett der Reihe und begeben Sie sich an die nächste Reihe.
Arbeiten Sie am besten mit einem Versatz von 1/3. Auf diese Weise sorgen Sie für genügend Stabilität und können die letzte Diele stets in der nächsten Reihe ansetzen.

Klicken Sie bei der nächsten Reihe zunächst alle Bretter ineinander, bevor Sie sie in die erste Reihe einklicken.

So arbeiten Sie sich Schritt für Schritt durch den gesamten Raum.

Wenn Sie Kork selbst kleben, können Sie ohne Folie arbeiten. Eventuelle Unebenheiten im Boden müssen Sie daher vorab unbedingt ausgleichen.

4. Der Feinschliff folgt am Ende

Gut zu wissen
Beim Abschälen einer Korkeiche müssen die Bäume nicht gefällt werden. Ganz nebenbei bindet eine regelmäßig abgeschälte Korkeiche deutlich mehr CO².
Mehr zur erstaunlich positiven Ökobilanz von Kork erfahren Sie hier.

Sind Sie der Anleitung gefolgt und gelangen an die eine oder andere schwierige Stelle am Rand, so messen Sie diese genau aus und schneiden eine Diele entsprechend ab.

Da Klicksysteme stets nach unten eingedrückt werden müssen, geraten Sie im Bereich von Türrahmen meist in Schwierigkeiten. Um möglichst exakte Ergebnisse zu erreichen, können Sie den obersten Klickbereich abschneiden, die Platten verleimen und so genau einsetzen.

Haben Sie in senkrechter Richtung zur Tür hin gearbeitet, so bietet es sich an, die Dielen unter die Türzarge zu schieben. Je nach Höhe der Dielen müssen Sie die Zarge dafür entsprechend kürzen.
Besonders leicht gelingt dies mit einer Feinsäge.

Liegt der Korkboden schlussendlich, folgen die Fußleisten. Viele Hersteller bieten Ihnen Systeme, bei denen Sie einen Halter direkt auf dem Boden in die Wand schrauben.
Dazu bohren Sie ein Loch vor. Dies ist relativ aufwändig, bietet jedoch den Vorteil, dass Sie die Leiste nur noch einklicken müssen und bei einem Neuanstrich der Wand leicht wieder entfernen können.

Bei schiefen Wänden in älteren Häusern geraten Sie mit dieser Methode allerdings schnell an Grenzen. Hier bietet sich eine Nagelschusspistole an, sodass die Leisten perfekt an der Wand anliegen.

Wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie einen Korkboden verlegen, sehen Sie auch noch einmal anschaulich in diesem Video:

Wenn Sie sich nicht selbst ans Verlegen des Korkboden heranwagen, sondern Profis beauftragen möchten, so müssen Sie für das Verlegen lassen mit Kosten zwischen 25 und 50 € pro m² rechnen.

5. Laminatschneider erleichtern Ihnen die Arbeit, wenn Sie einen Korkboden verlegen

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Bildnachweise: © andrey gonchar – stock.adobe.com, © VRD – stock.adobe.com

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