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Dem Hund das Bellen abgewöhnen: Tipps für typische Situationen

Dem Hund das Bellen abgewöhnen: Tipps für typische Situationen

Viele Hundebesitzer kenne diese Situation und haben damit zu kämpfen – das übermäßige Bellen Ihres Hundes. Erschwerend hinzu kommt, dass der Grund für den Besitzer oft nicht sofort ersichtlich ist. Egal, wie sehr Sie Ihren Hund lieb haben, auf Dauer wird das Bellen zu einer großen Belastung. In unserem Beitrag erfahren Sie, welche Ursachen das Bellen Ihres Hundes haben kann und wie Sie dieses Verhalten nachhaltig stoppen können.

1. Bellen heißt für Hunde auch Kommunikation

Hunde kommunizieren nicht nur mithilfe Ihrer Körpersprache, sondern auch durch ihr Bellen. Dabei unterscheiden unsere Vierbeiner nicht, ob Sie mit einem anderen Hund kommunizieren, oder mit Ihnen. Gründe und Auslöser des Bellens sind ebenso unterschiedlich, wie das Bellverhalten der verschiedenen Rassen.

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So, wie Sie beim Reden verschiedene Tonlagen einsetzen, sind auch Hunde dazu in der Lage, ihr Bellen situativ anzupassen.

Martin Rütter
Der bekannte Hundetrainer aus Wien entwickelte vor über zehn Jahren seine Trainingsphilosophie „DOGS“. Diese ist vor allem dafür bekannt, während der Hundeerziehung für ein möglichst harmonisches Miteinander zwischen Hund und Besitzer zu sorgen.
Die Artgenossen Ihres Hundes wissen die verschiedenen Tonlagen zu deuten, was uns Menschen oft schwerfällt. Gerade dann, wenn Sie als Hundehalter nicht wissen, warum Ihr Hund bellt, wird das unerwünschte Verhalten schnell zu einer echten Zerreißprobe.

An dieser Stelle können wir Sie jedoch beruhigen. Das Bellen Ihres Hundes können Sie gezielt beeinflussen. Dazu müssen Sie nur herausfinden, warum Ihr Hund bellt. Leider gibt es dazu keine Patentlösung. Sie müssen in jeder Situation einzeln herausfinden, ob das Bellen natürlich und sinnvoll, oder doch eher eine schlechte Angewohnheit ist.

2. Hunde bellen aus verschiedenen Gründen

Hund mit lautmalerischen Sprechblasen

Ihr Hund bellt Menschen an? Das kann viele Gründe haben.

Einige Gründe, aus denen ein Hund kläfft, sind für den aufmerksamen Hundehalter schnell auszumachen. Es kann allerdings auch sein, dass verschiedene Faktoren für das Verhalten verantwortlich sind. Die häufigsten Ursachen für Hundegebell sind:

  • Rassenbedingtes Bellen
  • Unterforderung und Langeweile
  • Missverstandenes Schutzverhalten
  • Angst aus Vorsicht oder Erfahrung
  • Nachahmung

2.1. Das rassenbedingte Bellen

Beim rassenbedingten Bellen lässt sich der Grund bereits erahnen. Einige Rassen haben nämlich einen stärkeren Drang zu bellen, als andere. Besonders bellfreudig sind Rassen wie deutsche Schäferhunde, Collies, Dobermänner, Mopse, Rottweiler und Chihuahuas. Familienhunde oder Begleithunde wie Deutsche Doggen, Golden Retriever oder Labradore legen meist ein anderes Verhalten an den Tag und bellen deutlich weniger.

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2.2. Unterforderung und Langeweile

Genau wie Menschen, brauchen auch Hunde regelmäßige Aufmerksamkeit. Gerade als neues Familienmitglied suchen Vierbeiner noch nach Ihrem Platz im „Rudel“. Wenn dieser Platz unklar ist, fühlt sich Ihr Hund schnell gelangweilt und unterfordert, was wiederum das unerwünschte Bellen auslösen kann.

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2.3. Missverstandenes Schutzverhalten

Auch Hunde sind in der Lage, Emotionen wie Zuneigung und Angst zu empfinden. Damit beides in Gleichgewicht bleibt, benötigt Ihr Hund eine Aufgabe in seiner menschlichen Umgebung. Bei vorherrschender Unruhe kann es dazu kommen, dass der Hund sich dazu verpflichtet sieht, dass aus seiner Sicht schwächste Rudelmitglied zu verteidigen, was natürlich in erster Linie durch lautes Bellen geschieht. Hierbei handelt es sich allerdings um normales Schutzverhalten, das nur unterbunden werden sollte, wenn es wirklich Überhand nimmt.

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2.4. Angst aus Vorsicht oder Erfahrung

Wenn ein Hund sehr ängstlich ist, kann das schnell in ein extrem vorsichtiges Verhalten münden. Ohne ersichtlichen Grund werden dann Gäste, Familienmitglieder oder sogar Sie selbst aus Vorsicht angebellt. Hierbei handelt es sich um einen Schutzmechanismus, durch den Hunde stärker und weniger ängstlich wirken wollen.

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Eine Ursache für die Angst des Hundes können zum Beispiel schlechte Erfahrungen mit anderen Tieren, Situationen oder Menschen sein. Mit ausreichend Zeit und Training können Sie Ihrem Hund jedoch dabei helfen, diese Negativerfahrungen zu überwinden.

2.5. Nachahmung

Bei Hundebesitzern, die sich des Öfteren streiten oder im allgemeinen lauter sind, kann es dazu kommen, dass sich ein Hund zur Nachahmung animiert fühlt. Reden Sie dann auf Ihren Hund ein, um für Ruhe zu sorgen, erreichen Sie meistens nur das Gegenteil und das Hundegebell wird noch lauter.

Ihr Hund freut sich nur darüber, dass Sie mit „bellen“ und steigert sich mit wachsender Begeisterung. Diese Situation können Sie nur mit einer eindeutigen Körpersprache oder Konditionierung des Hundes auflösen.

3. Es gibt einige Tipps, mit denen Sie Ihrem Hund das unerwünschte Bellen abgewöhnen können

Mensch zeigt Hund, dass er still sein soll

Einem Hund das Bellen abzugewöhnen, ist eine Aufgabe, die viel Geduld erfordert.

Ihr Hund bellt ständig und Sie wissen nicht mehr weiter? Mit diesen fünf Tipps ist Hilfe in Sicht:

  • Frühzeitiges Training
  • Beschäftigung
  • Soziale Kontakte
  • Eigenes Fehlverhalten korrigieren

3.1. Frühzeitiges Training

Stichwort: Welpenerziehung. Je früher Sie mit der Erziehung Ihres Hundes beginnen, desto besser. Welpen das Bellen abzugewöhnen, erweist sich oft als wesentlicher leichter, als bei älteren Tieren. Konsequentes Hundetraining ist hier das A und O. Setzen Sie Ihrem Vierbeiner klare Grenzen und lassen Sie ihn wissen, wann das Bellen in Ordnung ist und wann nicht.

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Methoden, wie den Hund mit Wasser abzuspritzen oder sogar ein Antibell-Halsband sollten die aller letzten Methode sein, wie Sie Ihren Hund das Bellen abtrainieren wollen. Bevor Sie zu Wasserpistolen und Co. greifen, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

3.2. Beschäftigung

Damit bei Ihrem Vierbeiner keine Langeweile aufkommt, müssen Sie sich täglich Zeit nehmen und sich mit ihm beschäftigen. Am besten schaffen Sie ein Zeitfenster, das nur für Ihren tierischen Liebling bestimmt ist. Wichtig ist jedoch, dass Sie forderndem Bellen nicht nachgeben. Wollen Sie Ihrem Hund das Bellen abtrainieren, dürfen Sie ihn erst belohnen, wenn der das unerwünschte Verhalten einstellt.

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3.3. Soziale Kontakte

Genau wie beim Menschen, sind soziale Kontakte auch für die Entwicklung eines Hundes enorm wichtig. Nur im Kontakt mit anderen Hunden kann Ihr Vierbeiner lernen, wie er richtig kommuniziert. So wird Ihr Hund sicherer im Umgang mit Mensch und Tier und lernt, verschiedene Situationen schneller einzuschätzen.

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3.4. Eigenes Fehlverhalten korrigieren

Häufig haben Hundebesitzer auch eine gewisse Mitschuld daran, dass Ihre Hunde das unerwünschte Bellen nicht stoppen können. Beobachten Sie sich selbst und korrigieren Sie gegebenenfalls Ihr eigenes Fehlverhalten. Wenn Ihr Hund in einer Situation bellt, in der er das nicht tun sollte, ist jegliche Art von Aufmerksamkeit fehl am Platz. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ungünstig auf das Bellverhalten eines Hundes einzuwirken. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Im folgenden Video erfahren Sie weitere nützliche Informationen, wie Sie Ihrem Hund das Bellen abgewöhnen können:

4. Diese Situationen sind typische Auslöser für das Bellen eines Hundes

Es gibt unzählige Situationen, in denen Hunde bellen. Die häufigsten sind jedoch:

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  • Er bellt wenn es klingelt
  • Er bellt wenn er alleine ist
  • Er bellt am Zaun Menschen an

Wenn Ihr Hund bellt, wenn es an der Tür klingelt, können Sie wie folgt vorgehen: Positionieren Sie sich zwischen Hund und Tür. Schieben Sie ihn zur Seite, ohne laut oder aggressiv zu werden. Die Absicht ist nur, dass Sie zwischen Ihren Hund und die Haustür kommen und Ihrem Vierbeiner signalisieren, dass sein Eingreifen jetzt nicht notwendig ist.

Bellt Ihr Hund am Zaun vorbeilaufende Menschen an? Dann ist Ihr Vierbeiner vermutlich nicht richtig ausgelastet und benötigt mehr Aufmerksamkeit. Schwieriger ist damit umzugehen, wenn Ihr Hund bellt, sobald er allein ist.

Auch hier kann die Ursache darin liegen, dass Ihr Hund sich alleine gelassen fühlt oder einfach nicht genug ausgelastet ist. Immer, wenn Sie Ihren Hund über einen längeren Zeitraum alleine lassen, sollten Sie vorher einen ausgiebigen Spaziergang mit Ihrem tierischen Freund machen. Außerdem sollten Sie sich möglichst kurz und knapp von Ihrem Hund verabschieden und auch aus der Begrüßung bei Ihrer Wiederkehr keine große Sache machen.

Zu viel Aufsehen um Ihre Ankunft und das Verlassen des Hauses kann dazu beitragen, dass Ihr Hund bellt, sobald er alleine ist.

5. Empfohlener Ratgeber zu aufgeregten Hunden

Der aufgeregte Hund: Gemeinsam zu mehr Ruhe und Gelassenheit
  • 160 Seiten - 31.08.2017 (Veröffentlichungsdatum) - Müller Rüschlikon (Herausgeber)
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