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Energieeffizienz beim Kühlschrank – Warum A+++ nicht immer die beste Wahl ist

Energieeffizienz beim Kühlschrank – Warum A+++ nicht immer die beste Wahl ist

Der Stromverbrauch beim Kühlschrank und die damit verbundene Energieeffizienzklasse sagen schon viel über den Stromverbrauch eines Einbaukühlschranks aus. Allerdings muss A+++ nicht zwingend der beste Kühlschrank sein. Worauf Sie noch achten müssen, hier lesen.

Bei der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte steht die Energieeffizienzklasse ganz vorne auf der Entscheidungsliste. Besonders ein Kühlschrank, egal ob Kühlschrank mit Kühl-Gefrierkombination oder nur Gefriertruhe, verbraucht dauerhaft Strom und angesichts der Energiepreise lässt sich mit einem stromsparenden Modell viel Geld sparen. Doch was bedeuten die einzelnen Energieeffizienzklassen eigentlich und schützen sie generell vor hohen Verbrauchskosten, die am Tag anfallen?

1. Einteilung der Energieeffizienzklassen

Die Energieeffizienzklassen lassen sich relativ leicht erklären. Hier gilt schlechthin der Merksatz, dass das ausgewählte Modell umso sparsamer ist, desto grüner der Balken auf dem Hinweisschild abgedruckt ist. Hinzu kommt eine Kennzeichnung aus Buchstaben und Zeichen:

1.1. A+++ ist nicht immer sinnvoll

Nach dieser Erklärung kann man davon ausgehen, dass A+++ die beste Energieeffizient bedeutet. Dennoch kann ein besonders energiesparender Kühlschrank mit dem Verbrauch A+++ im Einzelfall deutlich mehr Strom verbrauchen, als ein Altgerät, das vielleicht nur die Klasse A+ besitzt. Grund hierfür ist, dass der Kühlschrank für den eigenen Bedarf zu groß bemessen ist oder schlichtweg falsch genutzt wird. Ein Singlehaushalt oder ein Haushalt mit zwei Personen benötigt in der Regel keinen Kühlschrank nach US-Standard. Meist reicht ein kleiner Kühlschrank mit einem Fassungsvermögen von bis zu 140 Litern vollkommen aus. Experten raten, für jede weitere Person 50 Liter Fassungsvermögen hinzuzurechnen (siehe Hinweise der Verbraucherzentrale).

2. Geldsparende Kaufkriterien

Worauf beim Kauf des Kühlschranks möglichst verzichtet werden sollte, ist ein innen liegendes Gefrierfach. Zum einen nimmt es maßgeblich Stauraum im Kühlschrank weg, zum anderen sind die integrierten Kühlfächer nicht geeignet, um längerfristig Gefriergut zu lagern. Sinnvoller sind Kombi-Kühlschränke, deren Gefriertruhe eine gesonderte Tür besitzt. Wer nun noch darauf achtet, dass die Gefriertruhe eigenständig steuerbar ist, kann den Stromverbrauch deutlich senken. Ein energieeffizienter Kühlschrank richtet sich somit also nicht nur nach der Energieeffizienzklasse, sondern auch danach, ob es nur ein Standkühlschrank ohne Gefrierfach, ein Kombi-Kühlschrank oder eine Gefriertruhe ist.

3. Fehlerhafte Füllung macht Effizienz zunichte

Wichtig
Im normalen Innenraum genügt eine Kühltemperatur von 7 Grad Celsius, im Gefrierfach sollte die Temperatur bei -18 Grad liegen.

Um in den Genuss eines geringen Stromverbrauchs eines Kühlschranks zu kommen, muss nicht nur beim Kauf des Gerätes auf das richtige Kühlschrankmodell und dessen Energieeffizienzklasse geachtet werden. Auch bei der späteren Benutzung gibt es diverse Bedienungsfehler, die den Stromverbrauch erhöhen. So ist die Kühltemperatur in vielen Kühlschränken wesentlich zu niedrig. Auch die Fülle ist entscheidend. Ein Getränkekühlschrank kann meistens sehr gut kühlen, weil er oft nicht überfüllt ist, da sieht der Stromverbrauch eines normalen Kühlschrank nach dem Wocheneinkauf schon anders aus.

4. Jede Eisschicht im Kühlschrank kostet Strom

Ebenfalls gilt es, die Vereisung des Gerätes zu minimieren. Jede Eisschicht unterbricht den reibungslosen Kühlprozess, sodass der Kühlschrank viel effektiver kühlen muss, um die geforderte Temperatur zu erreichen. Übrigens bedeutet ein leerer Kühlschrank oder ein leeres Eisfach nicht gleich, dass Strom gespart wird. Ganz im Gegenteil: Wenig befüllte Kühlschränke enthalten mehr Luft und die entweicht beim Öffnen der Tür. Im gefüllten Kühlschrank hingegen befindet sich wenig Luft, dafür jedoch Lebensmittel, die durch ihre Kühle die Temperatur halten.

Wie Sie sehen gibt es viele Unterschiede, wie viel ein Kühlschrank an Strom in der Stunde verbraucht. Bedenken Sie vor der Anschaffung auf jeden Fall die Größe und, ob der Kühlschrank aus einer Kühl-Gefrierkombination bestehen soll. In vielen Haushalten reicht schon ein kleiner Kühlschrank. Falls Sie immer noch unsicher sind, sollten Sie sich einmal in einem Expertengeschäft beraten lassen.

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