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Erste Hilfe am Kind: Das sollten Sie beachten

Erste Hilfe am Kind: Das sollten Sie beachten

Dass Kinder sich beim Spielen oder beim Sport in der Kita oder Schule verletzen und eventuell eine Schramme oder eine Platzwunde davontragen, ist eine Sache. Dass Kinder auch einen schweren Unfall oder einen anderen Notfall haben können, das möchten weder Eltern noch Großeltern bei ihrem Baby, ihren Kindern oder Enkelkindern erleben. Wie Sie in solchen Fällen richtig reagieren und welche lebensrettenden Sofortmaßnahmen bei Kindern anzuwenden sind, lesen Sie in unseren Tipps.


1. Warum erste Hilfe für Kinder so wichtig ist

Wer einen Führerschein machen möchte, der muss auch einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen, um bei Unfällen im Straßenverkehr eingreifen zu können. Doch im Laufe der Zeit verblassen die Erinnerungen daran, welche lebensrettenden Sofortmaßnahmen im Notfall notwendig sind. Viele Menschen stehen dann im schlimmsten Fall vor dem Problem, dass sie nicht mehr wissen, was sie tun sollen.

Aber nicht nur als Autofahrer, auch als Eltern, Großeltern oder jedes andere Familienmitglied sollten Sie in der Lage sein, einem Erwachsenen oder Kind im Notfall zu helfen und lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten. Besonders Kindernotfälle stellen dabei eine große Herausforderung dar. Den Grad der Verletzung und womöglich eine lebensbedrohliche Situation richtig einschätzen und zusätzlich entsprechend handeln zu können, ist leider nicht immer ganz einfach.

Sammeln Sie deshalb ausreichend Informationen beim Deutschen Roten Kreuz, kurz DRK, oder anderen Wohlfahrtsverbänden sowie Hilfsorganisationen, wie Sie bei Säuglingen und Kindern im Notfall lebensrettend eingreifen können.

2. Wann erste Hilfe am Kind nötig wird

Gut zu wissen
Einrichtungen wie das Deutsche Rote Kreuz und andere stellen Ihnen zahlreiche Informationen zum Thema „Erste Hilfe am Kind“ in Form einer Broschüre oder als Kurs für Eltern und Großeltern zusammen. Daneben gibt es auch spezielle Kurse, in denen Sie sich sogar als Ersthelfer ausbilden lassen können.

Erste Hilfe für Kinder ist sehr umfangreich: Das kann von einem Trostpflaster bis hin zu Sofortmaßnahmen, die lebensrettend sind, reichen. Die Gefahrenlage dabei richtig zu erkennen und einzuordnen ist dabei nicht immer leicht. Besonders Säuglinge und Kleinkinder weinen oder schreien oftmals aus unterschiedlichen Gründen.

Dennoch sollten Sie Ihr Baby oder Kleinkind stets gut im Auge behalten, um rechtzeitig helfen zu können. Gerade in einem echten Unglücksfall sind oftmals die ersten Minuten entscheidend. Welche Situationen beispielsweise einen Notfall darstellen, bei dem Sie unverzögert helfen sollten, zeigt Ihnen diese Auflistung:

  • Vergiftung
  • Verbrennung
  • Hitzschlag
  • Sonnenstich
  • Fieberkrampf
  • Atemstillstand
  • Erstickungsgefahr
  • Ertrinken
  • Bewusstlosigkeit

Daneben gibt es noch weitere Notfälle wie Unfälle, die zum Beispiel einen Knochenbruch oder eine andere Verletzung beinhalten. Je nachdem, um welche Notfallsituation es sich gerade handelt, rufen Sie in jedem Fall den Notruf bzw. den Rettungsdienst an und schildern Sie die Situation. Die entsprechende Leitstelle leistet notfalls per Telefon ebenfalls erste Hilfe zur richtigen Beatmung oder Wiederbelebung, bis die Rettungskräfte am Unfallort eintreffen.

In einem Kurs beim DRK oder einem anderen Träger lernen Sie nicht nur, was Sie in einem Notfall tun müssen. Sie lernen auch, welche Symptome beispielsweise auf eine Vergiftung oder einen Hitzschlag hindeuten. Das ist besonders hilfreich bei einem Baby oder Kleinkind, das sich selbst noch nicht richtig äußern kann.

3. Erste Hilfe für Kinder: Was tun in welcher Situation?

Kind bekommt Pflaster ans Knie.

Manchmal reicht schon ein Pflaster aus.

Kindernotfälle können in ganz unterschiedlichen Situationen vorliegen. Je nachdem, ob sich Ihr Kind in der Kita, in der Schule oder anderswo aufhält, sind Sie als Familie nicht vor Ort und Erzieher oder andere Aufsichtspersonen müssen die Rolle von einem Ersthelfer übernehmen.

Sind Sie allerdings in der jeweiligen Situation der unmittelbare Ansprechpartner, liegt es an Ihnen, erste Hilfe am Kind zu leisten.

3.1. Das Wichtigste zuerst: Ruhe bewahren

Liegt ein Notfall vor und Ihr Kind befindet sich in einer Notsituation, ist es wichtig, dass Sie Ruhe bewahren. Wenn Sie selbst panisch werden oder unüberlegt handeln, ist Ihrem Kind damit nicht geholfen. Gehen Sie also Schritt für Schritt vor:

1. Rufen Sie den Notdienst!

2. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Kind bei Bewusstsein bzw. ansprechbar ist.

3. Ist Ihr Kind nicht mehr bei Bewusstsein, überprüfen Sie umgehend die Atmung und den Pulsschlag.

Der Puls wird entweder an der Halsschlagader oder am Handgelenk gemessen. Ist kein Pulsschlag mehr vorhanden, deutet alles auf einen Herzstillstand hin. Das Herz pumpt in diesem Fall kein oder nur wenig Blut durch den Körper. In so einem Fall setzt auch kurz danach die Atmung aus. Bei einer Störung der Atmung sollten Sie keine weitere Zeit verlieren, sondern umgehend lebensrettende Sofortmaßnahmen und Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen.

Bei einer Wiederbelebung inklusive Beatmung versuchen Sie, Herz und Lunge wieder anzuregen, ihre Tätigkeit aufzunehmen. Dabei wechseln sich eine Herzdruckmassage und die Atemspende immer im Verhältnis 30:2 ab. Das setzen Sie solange fort, bis der Rettungsdienst eintrifft oder Ihr Kind wieder anfängt von alleine stabil zu atmen.

3.2. Weitere lebensrettende Sofortmaßnahmen bei Kindern

Kind im Rettungswagen.

Je nach Kindesalter können auch schon die Kleinen erste Hilfe erlernen.

Ob Deutsches Rotes Kreuz, ASB oder ein anderer Anbieter, in einem Kurs zum Thema „Erste Hilfe am Kind“ lernen Sie genau, welche Sofortmaßnahmen Sie in einem Notfall durchführen müssen. Zu einem Kurs des DRK gehören neben dem Erlernen von Wiederbelebung und Beatmung folgende Maßnahmen wie zum Beispiel:

  • Überprüfung der Vitalfunktion
  • Versorgung von Wunden
  • Anlegen eines Verbands
  • Befreiung der Atemwege
  • Maßnahmen bei Schock
  • Positionierung eines Verletzten in die stabile Seitenlage

Das Deutsche Rote Kreuz und andere Träger bieten Erste-Hilfe-Kurse sowohl für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche an. So lernen nicht nur Sie, wie Sie erste Hilfemaßnahmen für Säuglinge und Kinder durchführen, auch Ihr Nachwuchs kann dies schon in einem kindgerechten Kurs lernen.

4. Wie Sie einen Notruf absetzen

Unsere Tabelle zeigt Ihnen, welche Angaben bei einem Notruf wichtig sind:

W-Frage Beschreibung
Wo?
  • Wo befinden Sie sich? Beschreiben Sie den Ort.
Wer?
  • Wer sind Sie? Nennen Sie Kontakt und Ansprechpartner.
Was?
  • Was ist passiert? Schildern Sie den Unfallhergang.
Wie viele?
  • Wie viele Personen sind verletzt? Nennen Sie die Anzahl der Opfer.
Warten!
  • Warten Sie Rückfragen ab. Legen Sie nicht unvermittelt auf.

5. FAQ zum Thema erste Hilfe am Kind

Wann sollte man einen Kurs zur Auffrischung besuchen?

Wiederbelebung beim Kind.

Eine Herzdruckmassage dient der Wiederbelebung.

Da bei vielen Menschen ein Erste-Hilfe-Kurs oftmals weit zurückliegt, kann eine Auffrischung nie schaden. Vor allem ein spezieller Kurs zum Thema „Erste Hilfe für Baby und Kind“ ist sowohl für Erzieher, Lehrer, Eltern und andere Familienmitglieder sicher sinnvoll.

Was kostet ein Erste-Hilfe-Kurs?

Ein Lehrgang umfasst in der Regel 9 Unterrichtsstunden. Dafür wird meistens eine geringe Teilnahmegebühr von ca. 40 Euro erhoben. Wenn Sie Interesse haben, können Sie auch eine Fortbildung zum Ersthelfer oder sogar eine Ausbildung zum Rettungssanitäter absolvieren.

6. Empfehlung der Redaktion: Erste Hilfe Set für Kinder

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  • verschließbare Kunststoffbox
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  • zusammengestellt von Kinderärzten des Universitätsklinikum Bonn
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  • inkl. Broschüre zur Ersten Hilfe am Kind mit praktischen Handlungsempfehlungen der Kinderärzte für die am häufigsten vorkommenden Kindernotfälle

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  • SICHERHEITSGEFÜHL - Zu wissen, dass Sie für den Notfall gewappnet sind und schnell und jederzeit reagieren können

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