Mandelentzündung – 10 Hausmittel

Eine Mandelentzündung ist sehr schmerzhaft

Eine Mandelentzündung ist sehr schmerzhaft

Hatten Sie schon einmal eine Mandelentzündung? Dann wissen Sie, dass das eine wirklich schmerzhafte Sache ist. Erfahren Sie hier, welche Hausmittel bei einer Mandelentzündung wirken.

Symptome einer Mandelentzündung
Bei einer akuten Mandelentzündung handelt es sich um eine Infektion der Gaumenmandeln. Diese Infektion äußert sich besonders durch Halsschmerzen, Schmerzen beim Schlucken, Lymphknotenschwellungen am Hals und Fieber. In den meisten Fällen klagen die Betroffenen auch über einen stechenden Schmerz im Ohr beim Schlucken oder über Schmerzen, die allein schon beim Bewegen des Halses auftreten. Schuld an diesen Schmerzen sind Bakterien oder Viren. Dabei handelt es sich meist um Streptokokken.

Eigendiagnose erstellen
Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie unter einer Mandelentzündung leiden, dann sollten Sie sich vor den Spiegel stellen, den Mund öffnen und die Zunge herausstrecken. Wenn Sie nun, wie beim Arzt, lange A sagen, dann können Sie bei einer Mandelentzündung sehen, dass Ihr Rachen gerötet ist und Ihre Mandeln dick sind. Meist ist auch die Zunge belegt das heißt, dass sich auf der Zunge ein weißlicher Belag befindet. Wenn Sie all diese Symptome aufweisen, dann leiden Sie wohl möglich unter einer akuten Mandelentzündung. Wenn Sie schon über einen längeren Zeitraum über Halsbeschwerden klagen, dass kann es sich sogar um eine chronische Mandelentzündung handeln.

Hausmittel bei Mandelentzündung – 10 Tipps
Wenn Sie unter leichten Schmerzen leiden, dann können Sie Ihre Beschwerden mit einigen hilfreichen Hausmitteln lindern. Sollten die Schmerzen jedoch länger anhalten oder die Mandeln sogar vereitern sein, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser verschreibt Ihnen dann ein Antibiotikum. Gehen Sie auch immer zum Arzt, wenn Sie Fieber bekommen.

  1. Ganz wichtig: Achten Sie während der Erkrankung darauf, dass Sie Ihren Hals immer schön warm halten. Tragen Sie am besten während dieser Zeit einen Schal oder einen Rollkragenpullover.
  2. Halswickel haben sich bei Halsbeschwerden schon immer bewährt. Streichen Sie auf ein Leinentuch fingerdick zimmerwarmen Quark und wickeln Sie dieses Tuch dann anschließend mit der Quarkseite nach innen um Ihren Hals. Wickeln Sie nun ein zweites Tuch um Ihren Hals. Wenn Sie den Quarkwickel nun über Nacht um Ihren Hals lassen, dann können Sie am nächsten Tag sehen, dass sich der Quark bräunlich verfärbt hat. Das ist ein Zeichen dafür, dass durch die Haut Giftstoffe ausgeschieden wurden.
  3. Alternativ zum Quark können Sie auch Heilerde mit etwas Wasser mischen, bis ein zäher Brei entsteht. Tragen Sie diesen nun auf ein Leinentuch auf. Binden Sie sich das Tuch anschließend um den Hals.
  4. Kochen Sie Kartoffeln und zerdrücken Sie diese anschließend. Geben Sie die zerdrückten Kartoffeln nun in ein Leinentuch und legen Sie es sich um den Hals.
  5. Gurgeln Sie in regelmäßigen Abständen mit Salbeitee, Kamillentee, Thymiantee oder mit Salzwasser.
  6. Vermischen Sie einen Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich mit einem Teelöffel Honig, ein paar Nelken und etwas warmen Wasser. Verrühren Sie das Ganze gut miteinander und lassen Sie es anschließend etwas ziehen. Nehmen Sie die Nelken aus dem Gemisch heraus und trinken Sie dieses anschließend schluckweise.
  7. Alternativ dazu können Sie auch Johannisbeersaft trinken. Nehmen Sie dabei immer kleine Schlücke zu sich und lassen Sie diese etwa zwei Minuten im Mund.
  8. Besorgen Sie sich 100-prozentigen Aloe Vera-Saft aus dem Reformhaus. Gurgeln Sie anschließend jede Stunde mit diesem Saft. Der Saft der Aloe Vera enthält den Wirkstoff Acemannan, der die Entzündung bekämpft und die Schmerzen etwas lindert.
  9. Ein Dampfbad wirkt manchmal auch wahre Wunder. Kochen Sie einen Liter Salbeitee, schütten Sie Ihn in eine Schüssel und halten Sie Ihr Gesicht anschließend über diese Schüssel, damit Sie die aufsteigenden Dämpfe einatmen können. Legen Sie sich am besten noch ein Handtuch über den Kopf.
  10. Lutschen Sie circa zwei bis drei Propolisbonbons am Tag.

Bei einer Mandelentzündung gibt es also einige Hausmittel, die Ihre Beschwerden lindern können. Bei starken Schmerzen, vereiterten Mandeln oder Fieber sollten Sie jedoch immer einen Arzt aufsuchen. Eine unbehandelte, schwere Mandelentzündung kann ansonsten nämlich unangenehme Folgen haben. Sollte Ihr Kind unter einer Mandelentzündung leiden, dann sollten Sie immer sofort zum Arzt gehen. Für Erwachsene ist eine Mandelentzündung schon sehr schmerzhaft. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie sehr dann Kinder unter diesen Schmerzen leiden müssen.

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5 Kommentare für “Mandelentzündung – 10 Hausmittel”

  • Dr. Sielmann geschrieben für 9 Juli, 2012, 10:35

    Diese “Mittel” treffen nur für Halsschmerzen zu.
    Bei einer Entzündung niemals mit Wärme arbeiten sondern stets kühlen!!

  • Geiger geschrieben für 20 April, 2013, 9:51

    Schließe mich meinem Vorgänger an. Die Therapie einer Mandelentzündung (Tonsillitis) richtet sich danach, ob diese bakteriellen oder viralen Ursprungs ist. Wärme beispielsweise würde Bakterien ausgezeichnete Voraussetzungen bieten um sich schneller zu vermehren.
    Eine bakterielle Infektion zeigt sich i.d.R. durch eitrige Entzündungen, jedoch sollte man vorsichtig mit Eigendiagnosen sein.

    Ich empfehle Kamillentee und Salbeibonbons in jedem Fall. Kamille desinfiziert, während Salbei die Schmerzen lindert. 

    Bei starken Schmerzen oder nicht zeitnah eintretender Verbesserung des Verlaufes ist umgehend ein Arzt aufzusuchen. Bakterielle Mandelentzündungen sind häufig typische Vorinfekte, die eine Herzmuskelentzündung nach sich ziehen können (Stichwort Infektionen verschleppen). Diese merkt man häufig nicht einmal. Tritt das aber ein, kann es bei größerer Belastung des Herzens anschließend auch böse ausgehen. 

    Nichts für ungut, ich finde es nett, dass Menschen ihre eigenen Erfahrungen teilen möchten um anderen zu helfen, aber ohne Fachwissen kann man damit auch das Gegenteil erreichen.

  • Jessika geschrieben für 4 September, 2013, 20:19

    Als ich den Artikel gerade las dachte ich, kann doch nicht sein, ich habe mein Kind die ganze Zeit mit kalten Getränken und Eis versorgt um zu kühlen und jetzt doch Wärme? Oh nein….

    Zum Glück habe ich dann noch die Kommentare meiner Vorredner gelesen…

  • Doris geschrieben für 30 Oktober, 2013, 17:17

    Hier noch ein Tipp ! Ein stück Ingwer (ca.1cm von der Wurzel abschneiden ) , schälen und in feine Streifen schneiden. In 1 L kochendes Wasser geben. Ca 10 min auf kleiner stufe köcheln lassen danach abseien 1 Essl Honig und den Saft einer 1/2 Zitrone dazu geben . Den Ingwertee nun über den Tag verteilt trinken. Hilft mir bei Mandelentzündung gut. Kann man auch prophylaktisch jeden tag 1Tasse trinken. 
    Ich glaube jedem ist klar wenn dieser oder andere Haushaltstipps nach spätestens2-3  Tagen keine Besserung bringt :den Hausarzt aufsuchen!!!!!

  • Cati geschrieben für 2 April, 2014, 10:32

    Also ich habe sehr oft eine Mandelentzündung gehabt. Ich bin auch Raucher und kann es auch bei Halsweh nicht komplett lassen. Nach endlosen Antibiotikatherapien bin ich zu einem neuen Hausarzt gewechselt. Und siehe da: ein einfaches Hausmittel hilft bei den ersten Anzeichen um vorzubeugen, sodass es gar nicht mehr ausbricht.
    Auch bei bakteriellen Infektionen: warm halten! Schal anziehen, Tee trinken.
    Der Tee, der tatsächlich bei mir am besten hilft: Holunderblüten (reinigt den ganzen Belag weg und hat eine klärende Wirkung) – ich kauf den mit Süßholz als Beutel beim Drogeriemarkt, kann man aber auch in der Apotheke kaufen. Den Tee mit einem großen Stück Ingwer kleingeschnitten aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen (Ingwer hat eine antibiotische Wirkung). Davon mehrere Kannen über den Tag verteilt trinken.
    Nach zwei Tagen ist alles wieder im Lot.

    Wichtig: sich wirklich zu mehreren Kannen zwingen!

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