Sind Apfelkerne giftig?

Sind Apfelkerne giftig?

Man kann immer wieder die Behauptung hören, dass Apfelkerne giftig sind, weil sie unter anderem auch Blausäure enthalten. Aber stimmt das auch wirklich?

Apfelkerne enthalten eine Vorstufe der Blausäure
Das ist so nicht ganz richtig, denn in den Apfelkernen ist nicht direkt Blausäure enthalten, sondern lediglich eine Vorstufe davon. Dabei handelt es sich um Amygdalin. Wenn Sie schon einmal auf einen Apfelkern gebissen haben, dann konnten Sie diesen Stoff sogar schmecken. Er schmeckt nämlich bitter. Viele schneiden das Kerngehäuse aus dem Apfel heraus, weil sie befürchten, dass das Verschlucken oder versehentliche Zerbeißen der Kerne schädlich sein könnte. Doch das ist nicht notwendig.

Amygdalin ist gering in Apfelkernen enthalten
Die Vorstufe der Blausäure ist nur in ganz geringem Maß in den Apfelkernen enthalten. Erst im Körper kann diese zu Blausäure umgewandelt werden, doch angesichts der Größe der Kerne kann man sich schon vorstellen, dass es sich um keine nennenswerten Mengen handeln kann. Normalerweise verschluckt man die kleinen Kernchen ja auch komplett, sodass überhaupt keine Säure freigesetzt wird. Die Kerne werden anschließend auch wieder komplett ausgeschieden.

Kerne von Kirschen und Aprikosen sind giftig
Anders als bei den Äpfeln sieht es dagegen bei Kirschen und Aprikosen aus, denn diese enthalten schon eine beträchtliche Menge an Blausäure. Allerdings besteht auch hier kaum Gefahr, denn die Kerne dieser Früchte sind dermaßen hart, dass man sie ohnehin kaum zerbeißen kann. Außerdem liegt die tödliche Menge bei einem erwachsenen Menschen bei rund 40 Kernen, und das ist wohl kaum machbar. Bei kleinen Kindern sieht es allerdings etwas anders aus, denn aufgrund des geringeren Körpergewichts können bereits ein paar Kerne durchaus gefährlich werden.


Bildnachweise: © Michael Tieck - Fotolia.com

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