Dunkles Bad heller gestalten – Mit diesen Tipps lässt sich ein Bad ohne Fenster optisch aufhellen

Dunkles Bad heller gestalten – Mit diesen Tipps lässt sich ein Bad ohne Fenster optisch aufhellen

Fensterlose Bäder können einem den Spaß und die Erholung im Bad nehmen. Doch Kopf hoch. Mit wenigen Tricks lässt sich das dunkle Bad in ein helles und freundliches Bad verwandeln.

Auch ein dunkles Bad kann zur Oase werden

Oft ist es leider so: Man zieht in eine neue Wohnung oder ein neues Haus, ist mit allen Räumen ausnahmslos zufrieden und dann kommt das Bad. Mal ist es zu klein und mal zu dunkel. Wenn das Tageslicht fehlt, kommt einfach nicht genug Licht in den Raum und lässt es dunkel und trist erscheinen. Gerade am Morgen braucht man doch etwas Helligkeit, um überhaupt erstmal in die Gänge zu kommen. Ein innenliegendes bzw. dunkles Bad sollte aber nicht das K.O.-Kriterium für die Wohnungszusage oder den Hauskauf sein. Wenn Sie sonst mit allem zufrieden sind, dann schlagen Sie zu. Denn aus einem dunklen Bad können Sie mit wenigen Tricks ein helles und freundliches Badezimmer mit Wohlfühlcharakter zaubern. Wie das geht, verraten wir Ihnen mit unseren 6 Tipps.

Tipp 1: Wände in heller Optik wählen

Das wohl wichtigste, um etwas Helligkeit in dunkle Räume zu bekommen, ist die richtige Wandfarbe. Zugegeben, in einem Bad ist es häufig gar nicht so einfach. Wenn an den Wänden alte dunkle Fliesen kleben, ist es schließlich nicht mal eben schnell gemacht. Und doch gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihre Wände im Bad neu zu gestalten. Wer zum Beispiel die Möglichkeit hat, kann die alten Fliesen natürlich von der Wand reißen und durch hellere Fliesen ersetzen. Am besten eignet sich natürlich weiß, aber auch beige, creme oder sanfte Gelbtöne sind erlaubt.
Statt Fliesen können Sie die Wände aber auch verputzen. Hierbei sollten Sie jedoch bedenken, dass der Untergrund im Spritzwasserbereich (Waschbecken, Dusche und Badewanne) besonders gut vor Wasser geschützt werden muss. Wer seinem Bad einen edlen Ausdruck verleihen möchte, kann auch auf Wandpaneelen zurückgreifen. Diese lassen sich durch Nut und Feder besonders leicht anbringen und sind zudem auch noch feuchtraumtauglich.

Neue Fliesen oder Wandveränderungen sind aber nicht für jeden eine Option. Gerade in Mietwohnungen darf man ohne die Erlaubnis des Vermieters nicht mal eben die Fliesen abreißen. Aber auch hier gibt es natürlich Möglichkeiten. Alte, unansehnliche Fliesen lassen sich zum Beispiel mit speziellen Fliesen-Folien aufhellen. Wem trotz der großen Vielfalt nichts zusagt, kann hier sogar seine Folien selbst gestalten. Eine weitere Möglichkeit stellt das Streichen mit Friesenlack dar. Das Anbringen ist relativ einfach und auch bei der Farbauswahl bleiben kaum noch Wünsche offen. Aber Vorsicht! Auch bei dieser Variante müssen Sie den Vermieter um deren Einverständnis bitten. Im schlimmsten Fall kann der Vermieter Sie nämlich dazu auffordern den Raum bei Auszug wieder in den Ursprung zurück zu versetzen oder aber eben einen Schadensersatz einfordern.

Tipp 2: Beleuchtung

Eine helle Wand bringt nicht viel, wenn die Farbe sich im Bad nicht ordentlich entfalten kann. Dazu braucht es nun mal Licht. Da Tageslicht in einem innenliegenden Bad nun mal Mangelware ist, muss man auf künstliches Licht zurück greifen. Und auch hier bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten. Experten empfehlen, vier Lichtquellen im Bad einzubauen, minimum sind jedoch drei.

Deckenleuchte als Allgemeinbeleuchtung: Verwenden Sie ein etwas dunkleres Grundlicht, um nicht den Charme eines OPs in Ihr Bad zu holen.

Wand- und Spiegelbeleuchtung als Arbeitslicht: Am Waschtisch wird geschminkt, rasiert, lackiert und gezupft. Damit auch nichts schief geht, sollten Sie hier zu einem etwas helleren Licht greifen. Empfehlenswert ist eine Stärke von 300 bis 400 Lux.

Indirekte Beleuchtung als Stimmungslicht: Beim Baden und Duschen benötigen wir keine Vollaustrahlung des Bades. Hier kann eine indirekte Beleuchtung für gemütliche Atmosphäre sorgen. So macht Entspannen und Abschalten doch erst so richtig Spaß.

Zusatz – Dekolicht als Highlightsetzer: Kunstwerke, Blumen und andere Accessoires können in einem Bad ruhig mit Strahlern und Spots in Szene gesetzt werden. Auch sie zaubern eine Wohlfühlatmosphäre.

Wichtig
Solche Veränderungen müssen bei Mietwohnungen ebenfalls mit dem Vermieter geklärt werden.

Tipp 3: Fake-Fenster einsetzen

Wer kein Fenster hat, baut sich halt eins. Nagut, so einfach ist das leider nicht. Sie können aber mehr Tageslicht ins Bad bringen, wenn Sie ein Fenster direkt unter der Decke zum benachbarten Raum einbauen. Man kann nicht hinein sehen, aber mit dieser Variante haben Sie ein Stück weit mehr Licht in Ihrem Bad. Das Gleiche gilt übrigens auch für Glastüren mit Milchglaseffekt.

Tipp 4: Duschabtrennung aus Glas

Fensterlosen Bädern sollten man dem wenigen Licht nicht noch den Weg versperren. Daher sollten Sie auf Duschvorhänge gänzlich verzichten. Das lässt den Raum nicht nur noch dunkler wirken, sondern auch kleiner. Eine bessere Variante sind Duschabtrennungen aus Glas. Der umliegende Bereich wird auch hier vor Wasser geschützt, aber das Bad wirkt deutlich heller.

Tipp 5: Spiegel geben dem Raum mehr Größe

Die Beleuchtung stimmt, die Wände sind aufgehellt – dann fehlt jetzt nur noch eines. Das Licht muss so gut es geht reflektiert werden. Dazu eignet sich natürlich ein Spiegel am besten, der ja ohnehin in den meisten Bädern vorhanden ist. In dunklen Bäder darf er ruhig überdimensional groß sein. Denn: Kleiner Spiegel – kleiner Effekt / großer Spiegel – großer Effekt. Spiegel haben nicht nur einen positiven Einfluss auf die Helligkeit im Raum, sondern geben ihm auch mehr Tiefe und lassen ihn daher größer erscheinen.

Tipp 6: Möbel und Accessoires

Jetzt geht es ans dekorieren. Für die meisten Frauen wohl der Schönste Teil an der Umgestaltung. Aber Vorsicht! Hier gilt die Regel: Manchmal ist weniger mehr. Verzichten Sie im Bad auf große und vor allem dunkle Möbel. Diese schlucken das Licht und verdunkeln den Raum. Am besten sind schwebende Badmöbel, das heißt an der Wand befestigte Möbel. Sie lockern zum einen auf und verteilen das Licht besser. Dekoartikel und Accessoires sollten Sie ebenfalls sparsam verwenden, da sie nur Unruhe in das Bad bringen. Also statt die Muscheln aus dem letzten Urlaub einzeln auf der Ablage zu deponieren, einfach in ein hübsches Glas füllen.

Herumliegende Wäsche, Handtücher, Kosmetikkram, usw. hinterlassen nicht nur ein Chaos im Bad, sondern schlucken ebenfalls das Licht.

Wie Sie sehen, gibt es auch für kleine, fensterlose Bäder genügend Möglichkeiten, wohnlich und hell zu wirken. Oft sind es nur ganz simple Handgriffe, die schon einen enormen Unterschied machen. Probieren Sie es einfach mal aus. Sie werden sich wundern, was unsere Tipps für eine Wirkung haben.


Bildnachweise: © Photographee.eu - Fotolia.com

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