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Reizüberflutung Symptome: 7 Anzeichen für Hochsensibilität

Reizüberflutung Symptome: 7 Anzeichen für Hochsensibilität

Was passiert bei einer Reizüberflutung?

Das Gehirn kann die wahrgenommenen Reize nicht ausreichend verarbeiten. Das Nervensystem ist überfordert und somit gerät der gesamte Organismus in einen Stresszustand.


Was sind die Symptome einer Reizüberflutung?

Betroffene klagen häufig über Stress, Angst und Überforderung. Auch Tinnitus oder Migräne können Auswirkungen sein.


Kann Hochsensibilität therapiert werden?

Da es sich um kein Krankheitsbild im eigentlichen Sinn handelt, gibt es keine Therapie. Folgen wie Depressionen bedürfen allerdings der Behandlung.


Fühlen Sie sich schnell gestresst oder haben Angst, wenn Sie sich in einer lauten Menschenmenge befinden? Oder lösen lärmende Autos und Baustellen in Ihnen Unbehagen aus? Dann könnte es sein, dass Sie hochsensibel sind. In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen, mit welchen Symptomen Reizüberflutung einher geht und was die Auswirkungen für Betroffene sind.

1. Das passiert im Körper

1.1. Reizüberflutung ist eine Überforderung der Sinne

Der Begriff Reizüberflutung stammt nicht aus der Medizin, sondern ist ein umgangssprachlicher Ausdruck. Umschrieben wird damit ein „zu viel“, eine Überforderung der Sinne. Im Alltag sind wir einer Vielzahl an Reizen ausgesetzt. Für manche Menschen sind diese Eindrücke zu viel – das Gehirn kann die Reize nicht mehr verarbeiten, eine Überreaktion erfolgt. Der Körper verfällt in einen Stress-Zustand. Ein Überschuss des Stress-Hormons Noradrenalin sorgt dafür, dass der Organismus aus der Balance gerät.

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Der Begriff der Reizüberflutung ist eng geknüpft an den der Hochsensibilität: Hochsensible Menschen leiden unter einer intensiveren Wahrnehmung äußerlicher Reize. Ihr vegetatives Nervensystem filtert weniger als das eines „normal“ Wahrnehmenden. Dies betrifft Sinne und Wahrnehmungen in all ihrer Bandbreite: Nicht nur Geräusche oder z. B. Musik werden stärker wahrgenommen. Auch der Wind auf der Haut oder die gefühlten Emotionen selbst können eine hochsensible Person überfluten.

1.2. Mögliche Trigger

Reizüberflutung hochsensibel

Hochsensible Menschen fühlen sich oft in Menschenmengen unwohl.

Im Alltag begegnen wir einer Vielzahl von Reizen, die auf unsere Sinne einprasseln. In der Regel kann das Gehirn diese einfach verarbeiten und vieles nehmen wir gar nicht mehr wahr. Für hochsensible Menschen keine Selbstverständlichkeit: Geräusche oder optische Reize führen zu Überforderung des Nervensystems. Dies passiert vor allem dann, wenn viele Reize gleichzeitig verarbeitet werden müssen. Auslöser können sein:

  • Lärm, Alltagsgeräusche: Menschenmengen, fahrende Autos, Baustellenlärm
  • Lichter, Hektik, schnelle Bewegungen führen zu visueller Reizüberflutung
  • Gleichzeitigkeit verschiedener Geschmacksrichtungen
  • starke Gerüche

2. Reizüberflutung: Das sind die Symptome

Reizüberflutung und ADHS
Oftmals ist ein Zusammenhang mit ADHS zu beobachten: Aufgrund von Stoffwechsel- und Funktionsstörungen im Gehirn können die Impulse nicht richtig verarbeitet werden. Konzentrationsschwierigkeiten und fehlende Selbstregulation sind die Folge

Hochsensibilität festzumachen ist schwierig, denn die Anzeichen von Reizüberflutung äußern sich sehr individuell. Möglicherweise leiden Sie an Reizüberflutung bei folgenden Symptomen:

  1. starke Gefühlsreaktionen, schnelle Überforderung
  2. Unruhe und Unbehagen
  3. Stress: Durch die dauerhafte Einwirkung von Sinneseindrücken, die der Körper nicht verarbeiten kann, befindet er sich in ständiger Alarmbereitschaft. Stress ist die Folge. In manchen Fällen kann dies bis hin zu Depression oder Burnout führen.
  4. Schwindel, Flimmern vor den Augen bei visueller Reizüberflutung
  5. Tinnitus oder Migräne
  6. Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsabfall, Erschöpfungszustände bis hin zu Schlafstörungen
  7. Angst, Gereiztheit oder Aggression

3. Warnsignale bei Babys und Kindern

Reizüberflutung betrifft nicht nur Erwachsene. Auch Babys oder Kleinkinder sind besonders davon betroffen, da ihr Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet und oftmals Probleme damit hat, die Reize zu verarbeiten. Symptome für Reizüberflutung bei Kindern können Hyperaktivität, häufige Unruhe oder Wutanfälle sein.

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Babys haben es oftmals in den ersten Monaten nicht leicht: Alles ist neu, jeder Eindruck muss verarbeitet werden. Babys zeigen ihre Überforderung, indem sie weinen, quengeln oder ihren Kopf wegdrehen.

Schaffen Sie Verlässlichkeit durch Rituale. Struktur und Abwechslung zwischen Aktivität und Entspannung gibt Ihrem Kind Stabilität. Wenn Ihr Kind sehr auf Reize reagiert, versuchen Sie, den Tag ruhiger zu gestalten und bieten Sie ihm Rückzugsorte an.

3.Tipps gegen Reizüberflutung im Alltag

Reizüberflutung Alltag

Gezielte Übungen können den Alltag erleichtern

Wenn Ihnen alles zu viel wird und Reize Sie aus dem Konzept bringen, können Sie dem vorbeugen. Einige Tipps für Ihre Ruhe und Gesundheit:

    1. Bringen Sie sich zur Ruhe mit gezielten Atemübungen, Meditation oder Traumreisen
    2. Spaziergänge oder Sport, z. B. Yoga zu Hause, helfen Ihnen, bei sich zu bleiben
    3. Noise-Cancelling-Kopfhörer: Blenden Geräusche aus und sind für viele hochsensiblen Menschen Gold wert
    4. Schaffen Sie einen Gegenreiz: Riechen Sie an einem ätherischen Öl oder lutschen Sie an einem scharfen Bonbon, um Ausgleich zu schaffen

4. Diagnose und Behandlung

Lassen Ihre Beschwerden nicht nach und erschweren Ihren Alltag zunehmend, bleibt noch der Gang zum Arzt. Um die Diagnose Hochsensibilität zu stellen, nehmen Ärzte die sogenannte „HSPS-G-Skala“ zu Hilfe. Hierbei handelt es sich um einen psychologischen Hochsensibilitäts-Test , den Sie auch online einsehen können.


Da es sich bei Hochsensibilität um keine Krankheit im eigentlichen Sinne handelt, gibt es keine Behandlung. Betroffene müssen Wege finden, ihre Umgebung reizärmer zu gestalten. Da jedoch permanenter Stress und in der Folge Depressionen oder Burnout oftmals resultieren, werden hier psychiatrische Begleitung und die Einnahme von Medikamenten notwendig.

5. Weiterführende Literatur

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