Kartoffeln lagern – 6 Tipps

Kartoffeln muss man kühl lagern

Kartoffeln muss man kühl lagern

Wer kennt noch die Kartoffelkeller von früher? Heute haben sehr viele so etwas nicht mehr. Erfahren Sie hier wie man heute Kartoffeln lagern sollte.

Kartoffeln sind ein Grundnahrungsmittel
Kartoffeln sind ein Grundnahrungsmittel, welches man sich heute einfach nicht mehr aus unserem Speiseplan wegdenken kann. Schließlich sind sie nicht mehr nur eine gute Beilage zu vielen Gerichten. Man kann auch eine komplette Mahlzeit daraus herstellen. Kartoffelauflauf, Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe, usw. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, da man aus den Erdäpfeln die unterschiedlichsten Gerichte zaubern kann. Wenn man Kartoffeln gekauft hat, dann sollte man bei der Lagerung jedoch einiges beachten.

Der gute alte Kartoffelkeller
Damals hatte man Kartoffeln oft in großen Mengen geholt bzw. selbst angebaut. Zur Lagerung wurden sie in den Kartoffelkeller gebracht. Dort war es dunkel und kühl – der ideale Aufbewahrungsort also. Heute sind solche Kartoffelkeller kaum noch zu finden, vielleicht auf Bauernhöfen, aber vermutlich nicht einmal mehr dort. Wer heute einkauft, der kommt auch nicht mit 50 Kilo Kartoffeln wieder, sondern höchstens mit zwei. Und die sind ein wenig leichter unterzubringen. Doch das sollte richtig geschehen. Ansonsten halten sich die Kartoffeln nämlich nicht so lange wie gewünscht.

Kartoffeln lagern – 6 Tipps

 
 
  1. Wenn der Platz da ist, ist es nicht verkehrt, die Kartoffeln in eine Kartoffelkiste zu packen, die unten mit Zeitungspapier ausgelegt ist. Alle paar Tage müssen Sie die Kartoffeln dann umschichten. Sollten Sie faule Kartoffeln gefunden haben, dann müssen Sie diese natürlich aussortieren. Die Fäule könnte sonst auf die anderen Kartoffeln übergreifen. Keimende Kartoffeln sollten schnell verbraucht werden.
  2. Kartoffeln sollten Sie niemals zu warm lagern. Dunkel, trocken, kühl und luftig – das ist das Richtige. Die Lagertemperatur sollte dabei zwischen 4 und 12 Grad liegen. Bei zu hohen Temperaturen kann es nämlich passieren, dass die Kartoffeln vorzeitig beginnen zu keimen. Lagern Sie die Kartoffeln bei einer Temperatur um 0 Grad, dann wird die in den Kartoffeln vorhandene Stärke in Zucker umgewandelt. Die Folge: Der Geschmack der Kartoffeln verändert sich. Sie schmecken dann nämlich sehr süß.
  3. Kartoffeln sollten Sie am besten in einer dunklen Speisekammer lagern. Lagern Sie diese zu hell, dann kann es nämlich passieren, dass die Kartoffeln vergrünen und den giftigen Stoff Solanin bilden.
  4. Die Kartoffeln sollten unbedingt luftig gelagert werden. Stellen Sie die Kiste mit den Kartoffeln daher nie auf den Fußboden. Lagern Sie Kartoffeln daher auch niemals in luftdichten Materialien.
  5. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird zwar immer abgeraten, aber für kurze Zeit ist das sicherlich auch nicht schädlich.
  6. Achten Sie immer darauf, dass Sie Kartoffeln nicht zusammen mit Äpfel, Birnen, Pflaumen, Pfirsiche und Bananen lagern dürfen. Diese sondern nämlich Ethylen ab, welches dazu führt, dass die Kartoffeln früher reifen und sogar verderben können. Dieses Gas kann man an dem typisch süßlichen Geruch erkennen.

Wenn Sie verhindern möchten, dass sich Nagetiere an den Kartoffeln zu schaffen machen, dann sollten Sie im Lagerraum der Kartoffeln Farnkraut auslegen. Nagetiere hassen den Geruch von Farnkraut. So können Sie sicher sein, dass niemand an Ihren Kartoffeln nascht.

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1 Kommentar für “Kartoffeln lagern – 6 Tipps”

  • martin geschrieben für 10 Januar, 2014, 16:28

    ich muss doch immer wieder sehr lachen, wenn ich so manchen tipp im internet lese, der sich dann als faktum hochstilisiert mit der zeit
    denke ich dabei doch immer sofort an den eisen-gehalt des spinats

    vielleicht sollten sich selbsternannte google-experten mal die mühe machen, bei der suche nicht nur den manipulatiiven ersten eintrag an zu klicken, sondern zuerst das eigene gehirn zu aktivieren

    dann findet man recht schnell zb folgenden link:
    http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz…/ackerbau/kartoffeln/keimhemmung-pdf.pdf
    von leuten, deren täglich brot die lagerung von kartoffeln ist
    und schwupps wird aus dem kartoffelkiller ethylen (zb aus äpfeln) deren retter!

    —————-

    aber mit dem unumstösslichen internet (und bild-zeitungs-) “wissen” heutzutage verwechselt man schon mal bananen mit kartoffeln, schliesslich heissen die ja auch noch erdäpfel!
    (ok, schlechtes beispiel, es geht ja grade um äpfel…)

    tja, fakt ist leider: grade ein apfel im kartoffelsack aus leinen verhilft ein paar tage mehr zu keimfreiheit.

    aber heute kauft man als “aufgeklärter” verbraucher ja auch nahrung unter dem aspekt “schönheit” ein
    ein apfel mit etwas schorf ist dann gleich krankheitserregend!
    eine kartoffel mit ein paar keimlingen verursacht gleich lebenslangen brechreiz, keuchhusten und herzinfarkt
    da schmeisst man doch lieber 80% der ernte in die müllverbrennung!

    das ist letztlich die denke, die hinter solchen “ästhetischen” fragen steckt, ohne dass es einem selber bewusst wird
    tatsache ist, wenige menschen sind in den letzten 50 jahren an kartoffelkeimlingen in deutschland gestorben
    dagegen einige an vergiftungen durch alle möglichen desinfektionsmittel, an konservierungsstoffen, an allergieen und ähnlichem in folge deren anwendung

    millionen menschen könnten heute KOSTENLOS ernährt werden, wenn wir verbraucher unseren gesunden menschenverstand solchem denken wie, dieser keimling sieht aber hässlich aus!, vorziehen würden

    was wir letztlich damit anrichten: es ist schlichter massenmord an denen, denen unsere ressourcen nicht zur verfügung stehen!

    das hört man nicht gern, gelle? tja, IST leider so!

    mir ist eine alte kartoffel vom acker in meinem bundesland (wenn schon nicht von nebenan) MIT keimlingen lieber
    und wenn ich der auch noch so lange auswüchse abbrechen und ein klein wenig die keimstelle ausschneiden muss (in wohlgemerkt etwa 3-5 sek!)
    hab ich kein echtes problem damit

    das hab ich mit der rundherum glänzenden laufsteg-”kartoffel” aus dem genlabor oder einer ägyptischen aquakultur oder was immer sich kundschaft heute an perversitäten von “gesund” und “schön” oder gar “natürlich” vorstellt

    aber ich bin ein schlechtes vorbild: ich mag nicht mal milch von lila “kühen”…

    in dem sinne, nehmt es nicht persönlich alle

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